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Vorbereitung auf die Ausbildung: Berufsvorbereitende Angebote

Gut vorbereitet auf meine Ausbildung

Du hast noch keinen Ausbildungsplatz gefunden? Es gibt berufsvorbereitende Angebote, mit denen du die Zeit bis zum Ausbildungsstart überbrücken kannst. Paul (25) und Aileen (22) berichten von ihren Erfahrungen.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Dabei lernst du an einer Schule mehrere Berufsfelder kennen.

Antonia (18) macht ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) in der Gesundheit und Pflege am Berufsbildungswerk Rummelsberg:

"Ich wollte eine Ausbildung zur Kinderpflegerin anfangen, hatte aber nicht den dazu erforderlichen Hauptschulabschluss. Durch das BVJ kann ich meinen Hauptschulabschluss nachholen. Gleichzeitig schnuppere ich in die Kinder- und Altenpflege hinein.

Der Unterricht findet in der Berufsschule des Berufsbildungswerks statt. Normalerweise gibt es auch einen Praxistag in der Woche, bei dem man in einer Kindertagesstätte, einem Altenheim oder einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen mitarbeitet. Man lernt, im Team zu arbeiten und Menschen aller Altersgruppen zu betreuen und zu pflegen. Bei mir geht das leider wegen der Corona-Pandemie zurzeit nicht. Durch das BVJ lerne ich meine Stärken kennen und kann testen, ob ein sozialer Beruf zu mir passt."

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)

Hier erwirbst du theoretisches und praktisches Wissen aus einem Berufsfeld. Das BGJ wird dir (teilweise unter bestimmten Bedingungen) als 1. Ausbildungsjahr angerechnet. BVJ und BGJ gibt es nicht in allen Bundesländern. Dort gibt es aber ähnliche Angebote.

Paul macht eine Ausbildung zum Tischler und absolviert dafür ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ):

"Das BGJ Holztechnik zählt als 1. Jahr meiner Ausbildung und findet nur in der Berufsschule statt. Neben Fächern wie Deutsch und Sport habe ich auch Theorieunterricht zur Be- und Verarbeitung von Holz. An drei Nachmittagen arbeite ich in der Werkstatt der Berufsschule und lerne die praktische Arbeit kennen.

Nach diesem Jahr setze ich mein 2. und 3. Ausbildungsjahr in einer Tischlerei fort."

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Mit einer BvB lernst du neue Berufe kennen und deine Berufswünsche besser einzuschätzen. Du entdeckst deine Stärken und Talente und findest einen Beruf, der zu dir passt. Hier kannst du dich in verschiedenen Berufsfeldern ausprobieren. Auch Praktika helfen dir dabei. Du bekommst Unterstützung in Theorie und Praxis und hast die Möglichkeit, deinen Schulabschluss nachzuholen. Die BvB dauert bis zu zehn Monate. Währenddessen hast du unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

Aileen hat eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) am Ausbildungszentrum der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg gemacht:

"Ich wusste nach meinem Schulabschluss nicht genau, welchen Weg ich gehen sollte. Ich hatte einfach keinen Plan, was ich machen will und wo meine Stärken liegen. Die Berufsberatung meiner Agentur für Arbeit hat mir sehr geholfen. Mit ihrer Unterstützung konnte ich eine BvB im Berufsfeld Wirtschaft/Verwaltung machen. Ich war an drei Tagen in der Woche im Büro des Ausbildungszentrums und an zwei Tagen an der Berufsschule. Die BvB hat mich gut auf die Anforderungen meiner jetzigen Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement vorbereitet."

Du bist erst seit kurzem in Deutschland?

Frage deine/n Berufsberater/in nach einer Berufsvorbereitung, bei der du Deutsch lernst. In Bundesländern wie Bayern und Schleswig-Holstein kannst du zum Beispiel eine Berufsintegrationsklasse (BIK) besuchen.

Wie finde ich heraus, was zu mir passt?

Sprich mit deinem/deiner Berufsberater/in, welches Angebot für dich geeignet ist.

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Stand: 01.09.2021