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Bericht: Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr

Im Einsatz für Deutschland

Neben der militärischen Ausbildung zur Soldatin bzw. zum Soldaten bietet die Bundeswehr auch knapp 50 zivile Ausbildungsberufe an. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten interessierte Jugendliche haben.

Militärische Laufbahn

Bei der Bundeswehr unterscheidet man zwischen einer militärischen und einer zivilen Karriere. Wer sich für eine militärische Laufbahn entscheidet, verpflichtet sich für mehrere Jahre und arbeitet als Soldatin oder Soldat in einem dieser Einsatzbereiche:

  • Heer
  • Luftwaffe
  • Marine
  • Streitkräftebasis
  • zentraler Sanitätsdienst  
  • Cyber- und Informationsraum

In jeder militärischen Ausbildung ist die 3-monatige Grundausbildung Pflicht. Vorausgesetzt werden ein Mindestalter von 17 Jahren und ein Beratungsgespräch. Jugendliche ohne Schulabschluss steigen in die Laufbahn der Mannschaften ein. Mit Hauptschulabschluss steht die Laufbahn der Unteroffizierinnen und Unteroffiziere offen und mit Realschulabschluss zusätzlich die Laufbahn der Feldwebel.

Zivile Laufbahn

Im technischen, kaufmännischen, medizinischen und handwerklichen Bereich gibt es mehr als vierzig zivile Ausbildungsberufe. Voraussetzung ist mindestens ein Hauptschulabschluss.

Textillaborantinnen bzw. -laboranten bestimmen und untersuchen z.B. Stoffe und Textilien für die Ausrüstung von Soldatinnen und Soldaten. Verwaltungsfachangestellte planen den Einsatz von Personal oder erstellen Haushaltspläne. Tiermedizinische Fachangestellte übernehmen neben organisatorischen Aufgaben auch die Vorbereitung und Durchführung von Behandlungen. Gärtnerinnen und Gärtner planen und gestalten Außenanlagen und pflanzen z.B. Bäume und Rasen.

Weitere Möglichkeiten

Für Jugendliche, die sich nicht für einen längeren Zeitraum verpflichten möchten, ist der Freiwillige Wehrdienst (FWD) eine Möglichkeit, die Bundeswehr kennenzulernen. In 7 bis 23 Monaten gewinnen sie Einblicke in fast alle Bereiche des Soldatinnen- bzw. Soldaten-Berufs. Auch hier ist die 3-monatige Grundausbildung Pflicht. Danach kann man ggf. noch eine Spezialausbildung absolvieren und den Dienst in der jeweiligen Einheit leisten.

Der Freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz besteht aus 3 Monaten Grundausbildung, einer Sanitäts- und einer 4-monatigen Spezialausbildung. Sie bereitet für die Aufgaben vor, die der Bundeswehr in Deutschland übertragen werden können. Dazu gehört u.a. der Einsatz bei Naturkatastrophen, Großschadenslagen oder Pandemien. Im Anschluss an die aktive Dienstzeit leistet man insgesamt 5 Monate lang über einen Zeitraum von 6 Jahren einen Reservistendienst in einem Heimatschutzbataillon.

Voraussetzungen für beide Wehrdienste sind ein Mindestalter von 17 Jahren, die deutsche Staatsbürgerschaft und die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht.

Mehr Infos für Jugendliche

  • Die Bundeswehr ist bei vielen größeren Ausbildungsmessen mit einem Infostand vertreten.
  • Am Girls'Day und Boys'Day können Mädchen und Jungen in Ausbildungsberufe der Bundeswehr hineinschnuppern. Die nächsten Aktionstage sind am 03. April 2025.
  • Die Bundeswehr bietet interessierten Jugendlichen verschiedene Veranstaltungen. Bei "Heer Live" gibt es Infos zu Ausbildungsmöglichkeiten beim Heer und Einblicke in den Kasernenalltag. Bei "Marine Live" blicken Ihre Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von 15 Jahren hinter die Kulissen verschiedener Truppenteile der Marine, z.B. der Kampfschwimmer. Weitere Infos und Termine gibt es im Event Kalender der Bundeswehr.
  • Ein 2- bis 3-wöchiges Schülerpraktikum ist eine gute Gelegenheit, Aufgaben und Arbeitsabläufe bei der Bundeswehr kennenzulernen. Die Jugendlichen werden während des Praktikums von einer Mentorin bzw. einem Mentor betreut.

Ausbildungen für Jugendliche mit Behinderungen

Sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen mit Behinderung. Ob man die spezifischen Voraussetzungen für einzelne Tätigkeiten erfüllt, wird vorab in einer medizinischen Eignungsfeststellung geprüft.

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