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Job inside: Umwelttechnologe/-technologin - Rohrleitungsnetze/Industrieanlagen

Ausbildung unter der Erde

Bruno (18) ist im 2. Ausbildungsjahr zum Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen bei Kanal-Türpe Döben GmbH & Co. KG in Grimma. Wie sein Arbeitsalltag aussieht und welche Stärken man für die Arbeit braucht, erzählt er in diesem Interview.

Porträtbild von Bruno

Foto: Privat

Bruno:

Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

planet-beruf.de: Was sind typische Aufgaben in deiner Ausbildung?

Bruno: Zum einen arbeiten wir für Privatkunden und lösen hier Probleme der Rohrleitungsnetze. Zum anderen haben wir auch Aufträge von öffentlichen Stellen wie der Stadt und Industrie, hier kümmern wir uns etwa um die Kanalreinigung und die anschließende Kontrolle mithilfe einer Kamera. Wir steuern die Kamera per Fernbedienung durch Rohre und prüfen sie auf Sauberkeit und eventuelle Schäden. Wir erstellen Schadensprotokolle und informieren dann die zuständigen Stellen. Danach wird entschieden, ob wir reparieren oder sanieren ohne aufzugraben.

"Der Einsatz von Technik, Robotik und KI erleichtert uns die Arbeit, z.B. die Benutzung der Kamera."

(Bruno)

planet-beruf.de: Welche Stärken und Fähigkeiten benötigst du in deinem Beruf?

Bruno: Zum einen braucht man technisches Verständnis. Der Einsatz von Technik, Robotik und KI erleichtert uns die Arbeit, wie z.B. die Benutzung der Kamera. Mathekenntnisse sind nützlich, weil es viele DIN-Vorschriften gibt und man häufig mit Zahlen zu tun hat. Außerdem braucht man ein generelles naturwissenschaftliches Verständnis, vor allem in Biologie und Chemie.

planet-beruf.de: Was gefällt dir an deiner Ausbildung besonders?

Bruno: Mir persönlich gefällt die Kanalreinigung am besten. Es gibt täglich neue Herausforderungen. Interessant an der Reinigung ist, mit welchen Düsen man z.B. Wurzeln rausfräsen oder Kalk lösen kann. Manchmal findet man auch Fahrradteile oder Teile von alter Munition.

Das Wichtigste zum Beruf

Tätigkeiten: Umwelttechnologinnen und -technologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen kontrollieren Abwasserkanäle und Rohrleitungen auf undichte Stellen oder Verunreinigungen.

Ausbildungsform: Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre    

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. In der Regel wird ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss verlangt.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Man kann sich beruflich weiterentwickeln, indem man eine Weiterbildung macht, zum Beispiel als Meister/in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice, Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik oder Umweltschutzfachwirt/in.

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