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SOZIAL-Ausbildungsberuf: Logopäde/Logopädin

Therapie für Stimme und Sprache

Kai (21) macht seine Ausbildung an der Schule für Logopädie des Universitätsklinikums Tübingen. Er ist im ersten Ausbildungsjahr. Ihm gefällt, dass er Menschen helfen kann, zum Beispiel durch gezielte Übungen besser sprechen zu lernen.

planet-beruf.de: Was machst du als Logopäde?

Kai: Ich helfe Menschen dabei, ihre Sprachfähigkeiten zu verbessern. Momentan arbeite ich vor allem mit Kindern, die Probleme mit ihrer Aussprache haben. Manche haben Schwierigkeiten dabei, sprechen zu lernen. Ich erfahre in der Ausbildung beispielsweise auch, wie ich Menschen helfen kann, die einen Schlaganfall hatten. Dabei wird nämlich oft das Sprachzentrum im Gehirn verletzt. Als Logopäde werde ich auch Stimm- und Sprechstörungen behandeln sowie das Stottern oder Schwierigkeiten beim Schlucken.

planet-beruf.de: Wie spannend! Und wie bist du auf die Ausbildung gekommen?

Kai: Ich hatte ein Studium begonnen, war damit aber unzufrieden und habe nach Alternativen gesucht. So habe ich erfahren, dass es einen Beruf gibt, bei dem ich sowohl viel mit Sprache als auch mit der Stimme arbeiten kann. Das fand ich total interessant. Außerdem wollte ich immer schon mit Menschen arbeiten.

planet-beruf.de: Welche Stärken brauchst du?

Kai: Flexibilität ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Jede Patientin und jeder Patient ist anders. Bei Kindern kommt es beispielsweise oft vor, dass sich ein Kind nicht konzentrieren kann oder eine Übung nicht mag. Dann muss ich mir schnell etwas anderes überlegen. Zum Beispiel, wenn ich dem Kind einen Spatel auf die Zungenspitze lege und das Kind versucht, den "sch“-Laut auszusprechen. Fühlt es sich dabei nicht wohl, probiere ich direkt eine andere Übung aus. Ich gehe bei meiner Arbeit immer individuell auf die Patientinnen und Patienten ein.

planet-beruf.de: Das klingt super! Gibt es denn auch Herausforderungen?

Kai: Das ist schwer zu beantworten, weil ich ja erst am Ende des ersten Ausbildungsjahres bin. Mit Menschen, die zum Beispiel einen Schlaganfall hatten, arbeite ich erst noch. Da ist es zum Beispiel wichtig, mit Leid umgehen zu können. Man darf sich davon nicht zu sehr mitnehmen lassen. Außerdem ist es herausfordernd, sowohl Kinder als auch Erwachsene zu motivieren, sie also für die Übungen zu begeistern.

"Ich finde es toll, Erfolgsmomente mit den Patientinnen und Patienten zu erleben."

(Kai)

planet-beruf.de: Was macht dir in deinem Beruf besonders viel Freude?

Kai: Ich finde es toll, Erfolgsmomente mit den Patientinnen und Patienten zu erleben. Ich freue mich beispielsweise, wenn sie eine Aufgabe gut machen. Es ist schön, dabei zu sein, wenn Menschen Fortschritte machen, und ich kann daran auch selbst wachsen.

planet-beruf.de: Wie schön! Hast du denn auch schon Zukunftspläne nach der Ausbildung?

Kai: Ich möchte mit Erwachsenen arbeiten und eher in Richtung Reha, also Rehabilitation, gehen. Oder vielleicht in einer Stroke Unit im Krankenhaus arbeiten. Das ist eine Abteilung für Menschen, die einen Schlaganfall hatten. Ich finde es etwas Wunderschönes, Menschen dabei zu helfen, wieder gesund zu werden, und sie dabei zu begleiten.

Hier arbeiten Logopäden

  • in Krankenhäusern
  • in Rehabilitationszentren
  • in Logopädie-Praxen
  • bei Gesundheitsämtern

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: Ausbildung an Berufsfachschulen für Logopädie sowie Hospitationen/Praktika in logopädischen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss.

Alternativen z.B.:

  • Ergotherapeut/in
  • Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

Mehr Infos: Berufe A-Z

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