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Reportage: Ich mache eine MINT-Ausbildung

Nadine gefällt die Arbeit im Reinraum

Nadine (20) ist im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Mikrotechnologin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. planet-beruf.de erzählt sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat.

Porträtbild von Nadine.

Mikrotechnologin:

Nadine

Viel probiert und das Richtige gefunden

"Mir hilft bei meiner Ausbildung, dass ich in der Schule gut in Physik und Mathematik war."

(Nadine)

"Naturwissenschaften haben mir schon immer gefallen", berichtet Nadine. Sie ist von ihrer Ausbildung begeistert. Aber ursprünglich hat Nadine ganz andere Bereiche ausprobiert. Auf der Realschule hat sie Praktika im sozialen Bereich gemacht. "Die Arbeit im Seniorenheim und im Krankenhaus hat mir viel Spaß gemacht. Aber es war nichts, was ich mir für mein Leben vorstellen konnte." Sie war mit der Klasse auch bei der Agentur für Arbeit und hat einen Stärken-Test gemacht. Als sie dann auf der Fachoberschule den Medizinzweig einschlug, wurde ihr schnell klar: Ihre Ausbildungsstelle sollte in den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich fallen. Sie ging auf die Suche und wurde fündig. Im Internet hat Nadine eine Ausbildungsstelle zur Mikrotechnologin mit dem Schwerpunkt Halbleitertechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gefunden und sich beworben. Und obwohl Nadine vorher noch nie etwas von diesem Beruf gehört hatte, macht er ihr unglaublich viel Spaß! "Mir hilft bei meiner Ausbildung, dass ich in der Schule gut in Physik und Mathematik war und mich Naturwissenschaften sehr interessieren, besonders Chemie," stellt die Auszubildende fest.

Eintauchen in die MINT-Welt

Nadine arbeitet am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB), dem Kooperationspartner der Friedrich-Alexander-Universität. "Der Reinraum ist mein Hauptarbeitsplatz. Dort gibt es verschiedene Bereiche, die ich im Laufe der Ausbildung durchlaufe." Der Reinraum ist so abgesichert, dass keine Verunreinigungen, wie zum Beispiel Staub, in den Raum gelangen können. Eine dieser Sicherheitsmaßnahmen ist ein Ganzkörperanzug, den Nadine hier tragen muss. Außerdem gehören Überschuhe, Handschuhe, Mundschutz und eine Kopfhaube dazu. "Das einzige, was man von meinem Gesicht sieht, sind die Augen," beschreibt Nadine, "denn auch winzige Hautschuppen könnten für meine Arbeit an den Wafern, das sind kleine, dünne Scheiben aus Silizium, gefährlich sein." Um diese Scheiben zu reinigen, setzt Nadine verschiedene Lösungen und Säuren an. "Da ist sehr viel Präzision und Umsicht gefragt." Je nachdem, was der Kunde wünscht, werden die Wafer weiterbearbeitet, zum Beispiel indem Nadine eine Metallschicht auf sie aufträgt. So entstehen dann, Schritt für Schritt, auf dem Wafer die Mikrochips, die sich in allen Computern, Handys oder auch Autos finden lassen. Besonderen Spaß macht Nadine die genaue und vielfältige Arbeit. "Außerdem ist es ein Beruf, der sehr zukunftssicher ist," erzählt sie begeistert. Sie empfiehlt Schülerinnen: "Macht mit beim Girls'Day und lernt spannende Berufe kennen."

MINT-Berufe für Girls

Der Girls'Day bietet Schülerinnen die Möglichkeit, MINT-Berufe (also Berufe in den Bereichen Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) kennenzulernen. Eine Liste mit Berufen, in denen bisher nur wenige Frauen eine Ausbildung machen, findest du im PDF "Was sind Girls'Day-Berufe?" auf der Website des Girls'Days:

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