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MINT-Weiterbildung: Technikerin - Maschinentechnik

Bauteile am PC erstellen

Sabrina hat Feinwerkmechanikerin gelernt. Nun steht sie vor dem Abschluss ihrer Weiterbildung zur staatlich geprüften Technikerin der Fachrichtung Maschinentechnik. Dafür besucht sie die Fachschule für Technik und Gestaltung in Flensburg.

Staatlich geprüfte Technikerin der Fachrichtung Maschinentechnik

Sabrina

"Während meiner Ausbildung habe ich viel in der Werkstatt gearbeitet, an der Drehmaschine oder an der Fräse. Mit der Weiterbildung konstruiere ich zum Beispiel Bauteile für Maschinen am Computer. Außerdem lerne ich, Berechnungen durchzuführen und per Simulation zu überprüfen." Die Infotage an der Fachschule hatten Sabrina gleich begeistert. Durch die technisch orientierte Weiterbildung lernt sie nicht nur neue Aufgabenbereiche kennen, sondern hat auch bessere Verdienstmöglichkeiten. Die Weiterbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre.

Viel Mathe? - Ja, logisch!

Sabrina gefällt der Unterricht gut: "Die vier Hauptfächer sind Konstruktionstechnik, Automatisierungstechnik, Mathematik und Fertigungstechnik. Außerdem habe ich Deutsch, Englisch, Wirtschaft und Politik, weil ich mit meiner Weiterbildung gleichzeitig die Fachhochschulreife mache", berichtet sie. "Da wir in vielen Fächern Berechnungen durchführen, sollte man unbedingt Verständnis für Mathematik haben", rät Sabrina. "Auch räumliches Denken ist wichtig." Man sollte sich Bauteile aus unterschiedlichen Perspektiven vorstellen können.

Konstruieren und berechnen

Als angehende Technikerin konstruiert Sabrina Bauteile, die sie am PC zu einer Anlage oder Maschine zusammenbaut. "Ich habe im 1. Jahr der Weiterbildung gelernt, technische Zeichnungen anzufertigen. Dazu nutze ich CAD-Programme. CAD bedeutet ‚computeraided design‘, also computerunterstütztes Entwerfen. Die CAD-Programme unterstützen mich beim Konstruieren am Rechner. Im Moment berechne ich im Fach Konstruktionstechnik, welche Schrauben und welche Bauteile zu verwenden sind", erzählt Sabrina. Dabei prüft sie, welche Schraubentypen für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden müssen. "Will ich ein Blech mit einem Bauteil verbinden, muss die Schraube nur beide Teile fest zusammenhalten. Will ich dagegen Schrauben in einen Hydraulikmotor einbauen, müssen diese viel mehr aushalten, da der Motor sich bewegt. Somit brauchen die Verbindungsteile eine andere Festigkeit", erklärt Sabrina.

Knifflig: Ein Rennauto nachbauen

Mit Simulationsprogrammen testet Sabrina, ob ihre berechneten Ergebnisse richtig sind und den geforderten Einsatzzweck erfüllen. Wegen der Corona-Pandemie haben Sabrina und ihre Mitschüler - sie ist die einzige Frau im Jahrgang - eine Zeitlang von zu Hause aus gearbeitet. Eine Aufgabe lautete, ein kleines Formel 1 Race Car mit einem möglichst geringen Luftwiderstand nachzubauen. "Aus einem viereckigen Klotz habe ich ein Rennauto konstruiert und im CAD-Programm simuliert, welche Luftströmungen vorbeifließen." Was Sabrina gut fand: "Wir haben uns gegenseitig geholfen, sodass alle am Ende ein windschnittiges Auto hatten."

Mädchen für Technik begeistern

Sabrina gibt ihre positiven Erfahrungen gerne weiter, zum Beispiel an den Infotagen ihrer Fachschule. Außerdem will sie ihre Leidenschaft für Technik mit Mädchen und jungen Frauen teilen und sie für Arbeiten mit Metall, Holz oder dem 3-D-Drucker begeistern. Dafür leitet sie zum Beispiel Workshops für das Projekt #FitB - Frauen in Technischen Berufen - der Eckener-Schule Flensburg.

Nach der Weiterbildung stehen ihr viele Bereiche offen. "Ich kann in einem Konstruktionsbüro arbeiten oder im Qualitätsmanagement, in einem Hydraulik- oder Pneumatiklabor", freut sich Sabrina. Vielleicht wird sie auch Auszubildende anleiten. Den Ausbilderschein hat sie bereits in der Tasche.

Weiterbildungen finden

Mögliche Weiterbildungen findest du im BERUFENET auf www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Perspektiven » Aufstiegsweiterbildung.

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung kannst du - auch ohne Hochschulreife - ein Studium beginnen. Die genauen Voraussetzungen erfährst du an der jeweiligen Hochschule.

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