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Die Berufswahl begleiten: Ausbildungsmöglichkeiten

Ausbildungswege im Überblick

Wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn eine Ausbildung anstrebt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Informieren Sie sich hier gemeinsam über die verschiedenen Ausbildungswege.

Duale (betriebliche) Ausbildung

Entscheidet sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn für diesen Weg, findet die praktische Ausbildung im Betrieb statt. Theoretische Kenntnisse werden in der Berufsschule vermittelt. Die Ausbildung dauert zwei bis dreieinhalb Jahre. Ihr Kind erhält eine Ausbildungsvergütung.

Zweijährige Ausbildung

In vielen Berufen ist auch eine zweijährige Ausbildung möglich, die im Anschluss evtl. fortgesetzt werden kann. Unter Zweijährige Ausbildungsberufe erfahren Sie mehr dazu.

Kai Mönch, Prokurist bei der hbk metallbearbeitung gmbh, Goldkronach:

"Wir bilden in verschiedenen Berufen aus, zum Beispiel Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik oder Technische Systemplanerinnen und Systemplaner der Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik. Der ständige Praxisbezug ist ein großer Vorteil einer dualen Ausbildung. Dadurch sind die jungen Menschen fachlich sehr gut aufgestellt."

Schulische Ausbildung

Sie findet z.B. an Berufsfachschulen statt. Dort erwirbt Ihr Kind theoretisches und praktisches Wissen. In der Regel absolviert Ihr Kind zusätzlich Praktika in Betrieben oder Einrichtungen. Die Dauer der Ausbildung beträgt je nach Beruf ein bis dreieinhalb Jahre. Eine Ausbildungsvergütung wird meist nicht gezahlt. Die schulische Ausbildung kann mit Kosten verbunden sein, z.B. Schulgebühren. Die Höhe der Kosten hängt unter anderem von der Ausbildungsdauer, dem Bundesland und dem Schulträger ab.

Mehr Infos

Weitere Informationen zu schulischen Angeboten finden Sie im Online-Auftritt der Bundesagentur für Arbeit unter Berufsausbildung und mehr.

Janka Aaddach-Schürer, Fachabteilungsleiterin Berufsfachschule für Kinderpflege und Fachschule für Sozialpädagogik der Carlo Schmid Schule, Pforzheim:

"An unserer Schule bilden wir unter anderem Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger aus. Diese Ausbildung dauert in Baden-Württemberg insgesamt drei Jahre. Unsere Schülerinnen und Schüler sind die ersten zwei Jahre zum Fachunterricht in der Schule und erlangen in dieser Zeit erste Praxiserfahrungen. Der Vorteil ist, dass sie dadurch umfassende theoretische Kenntnisse besitzen, bevor sie diese in der Praxis anwenden. Im dritten Ausbildungsjahr folgt das Berufspraktikum, das mit der staatlichen Anerkennung abschließt. Für das Praktikum wird ein Entgelt gezahlt. Voraussetzung für diese Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss."

Ausbildung im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Duale Ausbildung, z.B. als Verwaltungsfachangestellte/r
  • Ausbildung als Beamtin oder Beamter im mittleren Dienst: Ihre Tochter bzw. Ihr Sohn macht für zwei bis zweieinhalb Jahre einen Vorbereitungsdienst, beispielsweise beim Zoll, und besucht eine Verwaltungsschule. Mehr Infos in der Rubrik Berufe im öffentlichen Dienst

Mehr Infos

Weitere Informationen zu Ausbildungsberufen:

Ausbildung in Teilzeit

Eine duale oder schulische Ausbildung kann auch in Teilzeit absolviert werden. Wenden Sie sich für weitere Informationen an die Berufsberatung.

Ausbildungen für junge Menschen mit Behinderungen oder Förderbedarf

Je nachdem, welche Beeinträchtigung Ihre Tochter oder Ihr Sohn hat, besteht ein Anspruch auf Nachteilsausgleich.

Es gibt verschiedene Ausbildungsformen: Ihr Kind kann je nach Unterstützungsbedarf eine duale (betriebliche) Ausbildung, eine außerbetriebliche Berufsausbildung oder auch eine Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation (z.B. Berufsbildungswerk oder Förderzentrum) machen.

Bei einer betrieblichen Ausbildung kann Ihr Kind eine Assistierte Ausbildung (AsA) beantragen und erhält z.B. zusätzlichen Unterricht. Unter Umständen kommt eine theoriereduzierte Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/in, Werker/in oder Helfer/in in Frage.

Besprechen Sie mit der Berufsberatung, welches Unterstützungsangebot für Ihr Kind infrage kommt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Möglichkeiten, wie es nach einer Ausbildung weitergehen kann, finden Sie im Beitrag Ausbildung oder weiterführende Schule?

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