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Tipps: Ausbildungsstart - So unterstützen Sie Ihr Kind

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser!

Ihr Kind hat die Schule erfolgreich abgeschlossen? Dann startet es jetzt in einen neuen Lebensabschnitt und taucht in die Berufswelt ein. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn in der Anfangsphase der Ausbildung unterstützen können.

Gemeinsam informieren

Sie können damit beginnen, gemeinsam mit Ihrem Kind den Ausbildungsvertrag durchzugehen. Klären Sie, welche Bestimmungen Ihre Tochter oder Ihr Sohn bezüglich Arbeitszeiten, Urlaub, Ausbildungsvergütung etc. beachten muss. Informieren Sie sich auch über das Berufsbildungsgesetz. So wissen Sie genau Bescheid, welche Rechte und Pflichten Ihr Kind als Azubi hat.

Kontrolle abgeben

Um optimal in die  Ausbildung zu starten und gute Arbeit zu leisten, ist es wichtig, dass Ihr Kind selbstständig wird und Verantwortung übernimmt. Ihre Tochter, Ihr Sohn löst sich nach und nach von Ihnen. Das geht jedoch nur, wenn Sie versuchen, nicht zu viel Kontrolle auszuüben. Fragen Sie Ihr Kind nicht ständig, ob es pünktlich zur Arbeit gekommen ist oder für bevorstehende Prüfungen gelernt hat. Das baut zusätzlichen Druck auf. Zeigen Sie aber auf jeden Fall Interesse, indem Sie hin und wieder konkrete Fragen stellen, wie z.B. "Welche Aufgaben hattest du heute?" oder "Was hat dir heute besonders viel Spaß gemacht?"

Ratgeber sein

Muss sich Ihr Kind auf eine Prüfung vorbereiten, bieten Sie ihm Ihre Unterstützung an. Sie können z.B. vorschlagen, einen Kalender zu kaufen. Ihr Kind kann dort die Termine für die Prüfungen eintragen. Raten Sie Ihrem Kind, einen Lernplan zu erstellen, in dem es festlegt, was es wann lernt. Fragen Sie nach, bei welchen Themen Ihr Kind Schwierigkeiten hat. Überlegen Sie gemeinsam, ob z.B. eine Klassenkameradin oder ein Klassenkamerad aus der Berufsschule weiterhelfen kann. Sie können Ihrem Kind auch anbieten, den Lernstoff am Ende abzufragen.

Mut zusprechen

Ihr Kind wirkt niedergeschlagen oder gestresst? Fragen Sie vorsichtig nach, ob Sie ihm helfen können. Vermeiden Sie es jedoch, Probleme Ihres Kindes selbst zu regeln und beispielsweise einfach im Ausbildungsbetrieb anzurufen. Gerade zu Beginn einer Ausbildung ist es ganz normal, dass Ihr Kind auf der Arbeitsstelle auch mal Fehler macht. Das wissen auch die Ausbilderinnen und Ausbilder. Vermitteln Sie Ihrem Kind also, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind. Und wenn es einmal nicht so gut läuft, ermutigen Sie Ihr Kind, dranzubleiben.

Problem-Management

Handelt es sich um ein ernsthaftes Problem, ist es hilfreich, dieses mit Ihrem Kind sachlich zu besprechen. Es sollte überlegen, ob es mit einer einzelnen Person nicht zurechtkommt oder ob es sich allgemein in der Ausbildung unwohl fühlt. Dann gilt es zu klären, ob sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn mit der Situation arrangieren kann oder ob etwas getan werden muss. Verhindern Sie durch ein ausführliches Gespräch, dass Ihr Kind überstürzt reagiert und sofort an einen Ausbildungsabbruch denkt. Denn häufig interpretieren Auszubildende Konflikte schlimmer als ihre Vorgesetzten. Bei größeren Problemen kann sich Ihr Kind z.B. an eine Kollegin, einen Kollegen oder den Betriebsrat wenden.

Hilfe bei Problemen in der Ausbildung

Um Probleme in der Ausbildung zu lösen und einen Ausbildungsabbruch zu verhindern, gibt es verschiedene Angebote. Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit kann schauen, ob die Voraussetzungen für eine Assistierte Ausbildung (AsA) gegeben sind oder die Initiative VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen) unterstützt.

Die Ausbildungsberatung der Kammern (z.B. IHK, HWK) sollte eingeschaltet werden, wenn der Ausbildungsbetrieb gegen Rechte des Kindes verstößt.

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