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Bericht: Diese Möglichkeiten gibt es in der Reinigungs- und Hygienebranche

Wenn es blitzt und blinkt: Ausbildungen in der Reinigungs- und Hygienebranche

Hygiene- und Reinigungsfachkräfte sind gefragt, ob in Privathaushalten, Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Schwimmbädern. Schülerinnen und Schülern bietet die Branche verschiedene Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Ein junger Mann mit einer Reinigungsmaschine.
In der Reinigungs- und Hygienebranche gibt es viele verschiedene Berufe.

Fachkräfte gesucht

Ein junger Mann putzt den Boden.
Durch das Wachstum der Branche werden in vielen Einrichtungen Fachkräfte immer wichtiger.

Die Gründe für das Wachstum der Branche sind unterschiedlich. Immer häufiger lagern Kommunen Reinigungsaufgaben aus und vollzeitbeschäftigte Eltern sowie ältere Menschen brauchen im Haushalt Unterstützung. Inzwischen ist rund um die Branche ein umfangreiches Dienstleistungsangebot entstanden, für das unterschiedliche Fachkräfte benötigt werden.

Wegen der niedrigen Einstiegshürden sind Ausbildungsberufe in diesem Bereich für Schüler/innen mit Hauptschulabschluss interessant. Auch Jugendlichen oder jungen Geflüchteten mit geringeren Qualifikationen bietet die Branche berufliche Perspektiven.

Berufe in der Reinigungs- und Hygienebranche

Für die professionelle Reinigung und Einhaltung der Hygiene ist Fachwissen erforderlich. Deshalb gibt es zum Beispiel folgende Ausbildungen für Jugendliche, die gerne mit den Händen arbeiten oder für Ordnung sorgen:

  • Gebäudereiniger/innen sind für die Innen- und Außenreinigung von Gebäuden  zuständig. Dafür setzen sie spezielle Maschinen ein und gehen mit verschiedenen Reinigungsmitteln um.

    Kenntnisse und Interessen: Mathematisches und chemisches Verständnis sind wichtig, um etwa die Menge der Reinigungsmittel zu berechnen und zu dosieren.

    Weiterbildung: Im Anschluss an die dreijährige Ausbildung ist beispielsweise eine Weiterbildung zum/zur Gebäudereinigermeister/in möglich.

  • Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice kontrollieren Abwasserkanäle und beheben eventuelle Schäden. Sie entfernen und entsorgen Ablagerungen oder warten Anlagen.

    Kenntnisse und Interessen: Wer diesen Beruf ergreift, benötigt mathematische Kenntnisse, um zum Beispiel den Sauerstoffbedarf im Klärbecken auszurechnen. Außerdem sollte man handwerklich geschickt sein, um Anlagen zu reparieren.

    Weiterbildung: Nach der dreijährigen Ausbildung können sich die Fachkräfte etwa zum/zur Umweltschutzfachwirt/in weiterbilden.

Schwämme und Putzmittel in einem Eimer.
Professionelle Reinigung ist in vielen Bereichen gefragt.

  • Textilreiniger/innen befreien Textilien von Schmutz und Flecken. Dafür benutzen sie entsprechende Maschinen. Anschließend glätten sie die Textilien mithilfe von Bügeleisen oder Dampfgeräten.

    Kenntnisse und Interessen: Für diese Tätigkeit ist Sorgfalt nötig. Chemische Kenntnisse sind hilfreich, um Wasch- und Lösungsmittel entsprechend zu mischen.

    Weiterbildung: Nach der dreijährigen Ausbildung ist es möglich, sich zum/zur Textilreinigermeister/in weiterzubilden. 

  • Schädlingsbekämpfer/innen: Sie schützen Menschen oder die Umwelt vor Schädlingen. Wenn nötig, legen sie bei Befall Giftköder oder Fallen aus. Anschließend protokollieren sie ihr Vorgehen und kontrollieren das Ergebnis.

Kenntnisse und Interessen: Kommunikationsfähigkeit ist hilfreich, um Kunden zu beraten. Interesse für Physik, Chemie und Biologie wird benötigt, um zu verstehen, wie die eingesetzten Stoffe wirken.

Weiterbildung: Nach der dreijährigen Ausbildung bietet sich beispielsweise eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Reinigungs- und Hygienetechnik an.

Stand: 05.02.2020