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Bericht: In diesen Berufen arbeitest du zu ungewöhnlichen Zeiten

Mal früh, mal spät

In vielen Branchen und Berufen sind Nacht-, Wochenend- und Schichtarbeit normal. In diesem Beitrag stellen wir dir einige Berufe und Berufsbereiche vor, in denen du zu ungewöhnlichen Zeiten arbeitest.

Eine junge Frau wiegt Mehl in einer Backstube ab.
Für Bäckerinnen und Bäcker beginnt die Arbeit bereits in den frühen Morgenstunden, wenn andere noch schlafen.
Ein Pflegefachmann misst den Blutdruck einer Patientin.
Pflegefachleute arbeiten in wechselnden Diensten - auch nachts und am Wochenende.

Rund um die Uhr im Einsatz

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle, wenn dringend Hilfe benötigt wird. Auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind Mitarbeiter/innen rund um die Uhr für Patienten und Pflegebedürftige da. Als Pflegefachmann/-frau kennst du dich bestens mit der Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger Menschen jedes Alters aus. In Absprache mit den Ärztinnen und Ärzten versorgst du z.B. Wunden oder verabreichst Medikamente. Älteren Menschen hilfst du beim Waschen oder bei der Nahrungsaufnahme.

Kein Stillstand in der Produktion

In vielen Fabriken laufen Maschinen und Anlagen 24 Stunden am Tag durch, um sie bestmöglich auszulasten. Daher wird in Produktionsbetrieben häufig im Schichtdienst gearbeitet. In Produktionshallen mit automatisierten Maschinen und Anlagen sind z.B. Fachkräfte für Lebensmitteltechnik tätig. In diesem Beruf bist du für die industrielle Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken zuständig. Nach festgelegten Rezepturen gibst du Zutaten für Produkte wie Tiefkühlpizzen, Instantsuppen oder Fischgerichte in die Anlagen ein. Du überwachst die Produktion und kontrollierst die Qualität der Produkte.

Ein junger Mann schiebt einen Speisewagen in einer Küche der Systemgastronomie.
An Wochenenden und an Feiertagen herrscht in der Gastronomie Hochbetrieb.

Der Kunde ist König - auch am Sonntag

An Wochenenden und Feiertagen sowie abends und nachts gibt es in der Gastronomie besonders viel zu tun. Zu diesen Zeiten sind Restaurants immer gut besucht. Als Koch/Köchin solltest du auch bei viel Betrieb einen kühlen Kopf bewahren. Oft bereitest du verschiedene Speisen gleichzeitig zu. Damit die Gäste nicht so lange auf ihre Bestellung warten müssen, ist es wichtig, die Arbeitsabläufe in der Küche gut zu organisieren. Schon früh morgens am Werk sind Bäcker/innen. In Backstuben oder Großbäckereien stellen sie Backwaren her und sorgen so dafür, dass ihre Kunden mit frischen Brötchen in den Tag starten können.

Vorteile ungewöhnlicher Arbeitszeiten

Wenn du zu ungewöhnlichen Zeiten arbeitest, hast du ab und zu frei, wenn andere arbeiten. So lassen sich z.B. Einkäufe in der Stadt oder Behördengänge entspannt erledigen. Im Schichtdienst zu arbeiten, kann sich auch finanziell lohnen: Du erhältst eine Schichtzulage.

Darfst du nachts oder am Wochenende arbeiten, wenn du noch unter 18 bist?  

Laut Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen unter 18-Jährige nicht zwischen 20 und 8 Uhr arbeiten. Außerdem gilt die Fünf-Tage-Woche. In der Regel arbeiten Jugendliche von Montag bis Freitag. Sollten sie doch einmal an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag arbeiten, steht ihnen ein anderer freier Tag in derselben Woche zu.

Welche gesundheitlichen Risiken gibt es, wenn du zu ungewöhnlichen und wechselnden Zeiten arbeiten musst?

Arbeit zu wechselnden oder dauerhaft ungewöhnlichen Zeiten kann (muss aber nicht) zu erhöhten gesundheitlichen Belastungen wie Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

Stand: 10.06.2020