Einsatz im Bundesfreiwilligendienst

Engagement gefragt

Der Bundesfreiwilligendienst kommt an! Viele junge Schulabgänger/innen entscheiden sich, mitzumachen. Vom betreuten Fahrdienst bis zum Umweltschutz - es gibt vielfältige Möglichkeiten. Drei Bufdis berichten über ihre Erfahrungen …

Ein Jugendlicher versorgt einen Mann im Rollstuhl.
Als Bundesfreiwilligendienstler im Altenheim versorgt man Senioren mit Essen und Trinken.

Das sind die Rahmenbedingungen:

  • Du kannst dich im Bundesfreiwilligendienst engagieren, wenn du die Vollzeitschulpflicht erfüllt hast.
  • Der Freiwilligendienst wird in der Regel in Vollzeit geleistet.
  • Auch Teilzeit von mindestens 20 Std./Woche ist möglich, wenn du z.B. gesundheitliche Beeinträchtigungen hast, ein Kind betreust oder älter bist als 27 Jahre.
  • Der Dienst wird in der Regel für einen Zeitraum von 12 Monaten, mindestens aber für 6 und höchstens 24 Monate vereinbart.
Porträt von Julia.
Privat
Julia ist als Bufdi im Seniorenzentrum tätig.

Julia, 17 Jahre; Bundesfreiwilligendienstlerin (Bufdi) im Seniorenzentrum des Kreisverbands Deggendorf, Bayerisches Rotes Kreuz:

"Über eine Freundin, die den Bundesfreiwilligendienst gemacht hat und sehr begeistert davon war, bin ich auf die Idee gekommen, das auch mal zu versuchen. Deshalb habe ich mich im Internet informiert. Dort bin ich auf den Kreisverband Deggendorf gestoßen. Ich arbeite nun seit Januar im Seniorenzentrum. Ich wasche und ziehe die Bewohner an, begleite sie zu Therapiestunden und helfe ihnen beim Essen.

Durch meine Tätigkeit habe ich gelernt, offener auf Menschen zuzugehen.

Wer als Bufdi im sozialen Bereich arbeiten möchte, braucht viel Geduld und sollte keine Berührungsängste haben."

Julia, 20 Jahre; Bufdi bei der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg:

"Zu meinen Tätigkeiten als Bufdi gehören Aufgaben im Labor wie das Filtrieren. Ich bin auch unterwegs, um Proben vom Abwasser, Trinkwasser oder Boden zu nehmen, d.h. wir prüfen z.B. das Wasser in Schwimmbädern oder das Trinkwasser in den Kindergärten.

Ich bin sehr glücklich über meine Entscheidung, denn als Bufdi hat man einen direkten Einblick ins Berufsleben.

Zum Bundesfreiwilligendienst gehören auch Seminare. Dort lernt man andere Bufdis kennen und kann sich über die Einsatzgebiete austauschen."

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Porträt von Maximilian.
Privat
Maximilian ist Betreuer des Fahrdienstes im Kreisverband Deggendorf.

Maximilian, 20 Jahre; Betreuter Fahrdienst beim Kreisverband Deggendorf, Bayerisches Rotes Kreuz:

"Ich bin durch meinen Opa auf den Fahrdienst gestoßen, weil er diesen genutzt hat. Ich fahre ältere Menschen zum Seniorenzentrum oder hole Patienteninnen und Patienten ab bzw. fahre sie.

Die Arbeit macht mir richtig Spaß.

Ich habe vorher eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gemacht. Das hat mir nicht so gut gefallen. Mit dem Bundesfreiwilligendienst habe ich einen Einblick in soziale Berufe bekommen und gelernt, wie man mit Menschen umgeht. Die Arbeit hier hat meinen Wunsch, im sozialen Bereich tätig zu werden, verstärkt."

Viele Einsatzfelder:

Hier findest du die verschiedenen Einsatzfelder im Bundesfreiwilligendienst:

  • Im sozialen Bereich, z.B. in der Kindertagesstätte, beim Rettungsdienst oder im Seniorenheim,
  • im ökologischen Bereich, z.B. in Zoos, Landwirtschaftsämtern oder Umweltschutzverbänden,
  • im Kulturbereich, z.B. bei Theatern, Museen oder Behörden,
  • im Sportbereich, z.B. an Schulen oder in Sportvereinen,
  • im Bereich Integrationsarbeit, z.B. in Vereinen, Verbänden oder lokalen Integrationsprojekten,
  • im Bereich der Forschung, z.B. im Labor von Forschungszentren,
  • im Verwaltungsbereich, z.B. bei Kirchen und Verbänden,
  • im Zivil- und Katastrophenschutz, z.B. bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk (THW)
  • im Bereich Integration, z.B. in Flüchtlingsunterkünften (auch für Asylberechtigte und Asylbewerber/innen).

Freiwillige vor!

Weitere Beiträge:

Freiwillig bei der Bundeswehr