Burger menu navigation

Topstory Leeroy Matata

Mit Zielstrebigkeit kommst du zum Erfolg

Mit seinen Videos erreicht YouTube-Star Leeroy Millionen. Dabei geht’s auch um schwierige Themen und außergewöhnliche Geschichten. Im Interview mit planet-beruf.de spricht
der 24-Jährige über Offenheit und warum es wichtig ist, für seine Ziele zu kämpfen.

YouTube-Star:

Leeroy Matata

planet-beruf.de: Was fällt dir ein, wenn du an deine Schulzeit denkst?

Leeroy: Ich habe dabei ein ziemlich gutes Gefühl. Ich war auf einer Gesamtschule. Dort hatten wir eine ganz bunte Schülerschaft. Auch ich als „Mensch mit Handicap“ war Teil dieser Gemeinschaft. Mein Schwerpunkt lag während meiner Schulzeit eher in Fächern wie Sport. In den höheren Klassen hat sich herausgestellt, dass ich für Sprachen ein gewisses Talent habe.

planet-beruf.de: Hattest du einen Wunschberuf?

Leeroy: Da ich auf einer Gesamtschule war, war Berufsorientierung schon früh ein Thema, damit wir nach der Schulzeit nicht ohne Vision dastehen. Ich hätte mir vorstellen können, Sportjournalist zu werden. Mein Plan war, mein Hobby zum Beruf zu machen und das mit Sprachen zu kombinieren. Aber am Ende ist es doch etwas anderes geworden.

planet-beruf.de: Damals warst du Rollstuhlbasketballer und hast in der Bundesliga und der U22-Nationalmannschaft gespielt. Gleichzeitig hast du das Abitur gemacht. Wie hast du alles unter einen Hut bekommen?

Leeroy: Das war natürlich eine Doppelbelastung, aber es war meine freie Entscheidung. Während meine Freunde feiern waren oder am Wochenende draußen das Wetter genossen haben, war ich in den Turnhallen Deutschlands oder in aller Welt unterwegs. Sicherlich haben meine Noten darunter gelitten. Dennoch hat es am Ende für ein sehr gutes Abitur gereicht.

planet-beruf.de: Welche Stärken haben dir zum Erfolg verholfen?

"Ich glaube, dass meine Zielstrebigkeit daher kommt, dass ich für Ziele kämpfe, die mir sehr wichtig sind."

Leeroy: Es fällt mir immer schwer, über mich selbst zu reden. Aber ich glaube, dass meine Zielstrebigkeit daher kommt, dass ich für Ziele kämpfe, die mir sehr wichtig sind. Dafür brauchst du auch ein unglaubliches Durchhaltevermögen. Ich bin zum Beispiel von Turnieren zurückgekommen und einige Lehrerinnen und Lehrer hatten kein Verständnis, wenn ich die Hausaufgabe nicht gemacht hatte. Ich musste lernen, damit umzugehen und auch manchmal "einstecken" zu können.

planet-beruf.de: Auch in den sozialen Netzwerken gibt es Kritik. Wie gehst du damit um?

Leeroy: Ich versuche immer herauszufiltern: Was kann ich daraus lernen? Was bringt mich weiter? Für konstruktive Kritik bin ich super dankbar. Umgekehrt gibt es auch Kritik von sogenannten "Hatern". Die versuche ich auszublenden.

planet-beruf.de: Du thematisierst in deinen Videos auch deine Knochenkrankheit. Bist du immer so offen damit umgegangen?

Leeroy: Ja, auf jeden Fall. Das hat mir meine Mutter mit auf den Weg gegeben. Darüber aufzuklären war mir sehr wichtig, ob in meiner Klasse, in neuen Gruppen oder Mannschaften. Deshalb war es für mich kein großer Akt, auf YouTube darüber zu sprechen.

planet-beruf.de: Was rätst du Jugendlichen in ähnlichen Situationen?  

Leeroy: Es gibt viele Anlaufstellen, die einen unterstützen, auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ich selbst hatte auch eine solche Unterstützung. Wenn es um den Arbeitsmarkt geht, kann ein Handicap für manche Menschen natürlich eine Hürde sein. Aber Hürden gibt es im Alltag oft. Ich würde deshalb raten, sich nicht davon einschüchtern zu lassen, sondern offen und ehrlich damit umzugehen.

planet-beruf.de: In deinen Videos sprichst du offen über schwierige Themen. Wie wählst du diese aus?

Leeroy: Die Menschen, die sich bei mir melden, sind daran interessiert, sich mitzuteilen und aufzuklären. Die Vorbereitung für das Gespräch läuft zu einem sehr großen Teil durch mein Team. Dementsprechend stelle ich meine Fragen auch unvoreingenommen. Dadurch entstehen viele magische Momente.

planet-beruf.de: Viele Jugendliche möchten ebenfalls YouTube-Star werden. Was rätst du ihnen?

Leeroy: Ich würde zuerst fragen, warum sie das machen wollen. Häufig argumentieren sie, dass sie damit viel Geld verdienen oder berühmt werden können. Aber ich kenne niemanden, der deshalb erfolgreich ist. Du musst Spaß an dem haben, was du machst. Und das müssen die Leute, die dir zuschauen, auch merken.

planet-beruf.de: Hast du noch andere Projekte und gibt’s weitere Pläne?

Leeroy: Ich hatte vorher schon mal mit Podcasts experimentiert und wahnsinnig gutes Feedback bekommen. Vor kurzem durfte ich meinen eigenen großen Podcast starten, der mir im Moment super viel Spaß macht.

Ich habe noch viele Ideen, die wir nicht alle umsetzen können. Aber ich bin ziemlich zufrieden mit der Arbeit, die wir derzeit machen. Ich merke, dass mein Team und ich viel bewegen können. Das macht sehr viel Spaß!

Mehr zu Leeroy

Seine Videos, Podcasts und Posts findest du unter:

Steckbrief

Name: Leeroy Matata

Geschwister: David

Geburtstag: Dezember

Tätigkeiten:
Creator, Moderator, Journalist, YouTuber

Hobbys:
Basketball (früherer U19- und U22- Nationalspieler der Deutschen Rollstuhlbasketball Nationalmannschaft)

Seite bewerten:

Stand: