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MINT-Ausbildungsberuf: Technische/r Produktdesigner/in - Maschinen- und Anlagenkonstruktion

Maschinenbauteile und Schokolade vermessen

Zu ihrem Beruf Technische Produktdesignerin ist Elisa auf Umwegen gekommen. Mittlerweile ist sie im dritten Ausbildungsjahr und mit ihrer Wahl sehr zufrieden. Warum sie ihre Arbeit so begeistert, erfahrt ihr hier.

Elisa fertigt eine Skizze an.

Technische Produktdesignerin - Maschinen- und Anlagenkonstruktion:

Elisa

"Mathe, Bio, Physik und Chemie - ich hatte schon immer in den naturwissenschaftlichen Fächern die besten Noten", sagt Elisa lachend. Trotzdem hat sie sich zunächst für den betriebswirtschaftlichen Zweig ihrer Realschule entschieden und ein Praktikum als Industriekauffrau bei der Loesch Verpackungstechnik GmbH in Altendorf gemacht. Dann entdeckte sie, dass in diesem Betrieb auch der Beruf Technische/r Produktdesigner/in der Fachrichtung Maschinen und Anlagenkonstruktion ausgebildet wird. "Ich bin in die Abteilung gegangen und war sofort von der Arbeit begeistert", erinnert sich die 18-Jährige.

Bemaßen und Tolerieren

In Elisas Ausbildungsbetrieb werden Maschinen hergestellt, an denen später Süßigkeiten wie Schokolade, Kaugummi oder Kekse verpackt werden. Elisa fertigt am Computer Zeichnungen von 3-D-Modellen an, die ein Konstrukteur erstellt hat. "Ich stelle sie von vorne, von der Seite und von unten dar. Anschließend bemaße und toleriere ich sie.

Beim Bemaßen geht es darum, die Abstände der Bohrungen, die Breite, Höhe und Länge des Bauteils anzugeben, so dass es später in der Werkstatt gefertigt werden kann. Da man ein Teil nicht ganz genau auf z.B. 35 mm fräsen kann, bleiben immer ein paar Hundertstel Millimeter übrig. Das ist die sogenannte Toleranz, die ich berücksichtigen muss, damit die Maschine schließlich funktioniert."

"Ich musste aber auch schon Kaugummis, Kekse und Schokolade vermessen, damit die Maschinen später die richtige Verpackungsgröße herstellen. Das macht mir besonders viel Spaß. Manchmal darf ich mir neue Verpackungen ausdenken, z.B. eine neue Falttechnik oder dass Kaugummis senkrecht statt waagrecht verpackt werden."

Räumliches Vorstellungsvermögen und Sorgfalt

Elisa hat inzwischen auch 3-D-Modelle selbst erstellt. "Dazu sollte man unbedingt räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen, empfiehlt sie.

"Sorgfalt ist bei uns überaus wichtig."

"Sorgfalt ist bei uns überaus wichtig", fügt sie hinzu. "Berechnet man nur einen Millimeter falsch, kann es sein, dass die Maschine am Ende nicht funktioniert. Die meisten Zeichnungen entstehen am Computer. "Es kann aber vorkommen, dass man selbst etwas mit der Hand skizzieren muss. Da kann zeichnerisches Talent nicht schaden", sagt Elisa. Täglich berechnet sie Längen, Maßstäbe oder Winkel und beschäftigt sich in der Berufsschule mit Volumenrechnen - wer gut in Mathematik ist, hat es hier leichter.

In ihrer Berufsschulklasse gibt es übrigens genauso viele Mädchen wie Jungen. Auch in Elisas Firma gab es immer schon weibliche Auszubildende in diesem Beruf. "Das liegt daran, dass er zwar technisch anspruchsvoll ist, man aber nicht schwer körperlich arbeiten muss", glaubt Elisa. Sie freut sich darauf, später auch mit Kunden in Kontakt zu treten und zu verhandeln. In ihrem Beruf ist Teamarbeit ebenso wichtig wie selbstständiges Arbeiten an technischen Zeichnungen. Es ist genau diese Mischung, die sie schätzt.

So kann es nach der Ausbildung weitergehen:

So kann es nach der Ausbildung weitergehen:

Man kann sich z.B. zum Techniker/zur Technikerin der Fachrichtung Maschinentechnik weiterbilden.

Elisa hat nach ihrer Ausbildung noch einiges vor: Sie möchte ihre Fachhochschulreife nachholen und anschließend studieren, und zwar Maschinenbau oder Technische Konstruktion.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: Die Ausbildung findet meist dual in Berufsschule und Betrieb statt. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Ausbildungsalternativen:

 

  • Technische/r Produktdesigner/in - Produktgestaltung und -konstruktion
  • Technische/r Systemplaner/in
  • Bauzeichner/in
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Stand: 28.01.2015