Bericht: Konfliktmanagement in der Schule

Zusammensetzen statt Auseinandersetzen

Eine Schule ohne Streit gibt es nicht. Deshalb gibt es an vielen Schulen in Deutschland inzwischen Streitschlichter/innen. Das sind Schüler/innen, die eingreifen, wenn ihre Mitschüler/innen sich in die Haare kriegen. Doch Streitschlichten muss man lernen.

Drei jugendliche Schüler im Gespräch
Streitschlichter/innen helfen, Gewalt zu vermeiden und sorgen für ein friedliches Miteinander in der Schule.

Wie funktioniert Streitschlichten?

Streitschlichtung - auch Mediation genannt - ist ein Verfahren, bei dem streitende Mitschüler/innen versuchen, ihren Streit ohne Einsatz von Gewalt gemeinsam zu lösen. Dabei werden sie von einem neutralen Dritten, dem bzw. der Streitschlichter/in, unterstützt. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die beide Seiten zufrieden stellt. Die Streitschlichter/innen machen dabei keine Lösungsvorschläge und halten zu keinem der Streitenden. Ihre Aufgabe ist es, das Gespräch zwischen den Streithähnen zu moderieren, d.h. zu lenken. Sie achten z.B. darauf, dass zuvor gemeinsam festgelegte Gesprächsregeln (nicht beleidigen, ausreden lassen etc.) eingehalten werden. Außerdem verpflichten sie sich, niemandem etwas von der Schlichtung zu erzählen.

Besonders wichtig ist auch der Vertrag, den die Streitschlichter/innen zusammen mit den Streitenden ausfüllen. Er beschreibt den Hergang des Streits und auch die Lösung, auf die alle sich geeinigt haben.

Wie wird man Streitschlichter/in?

Eine Gruppe gehender Schülerinnen und Schüler
An vielen Schulen in Deutschland gibt es inzwischen Streitschlichter/innen. Das sind Schüler/innen, die eingreifen, wenn ihre Mitschüler/innen sich in die Haare kriegen.

Streitschlichter/in zu werden ist eine tolle Sache. So hilft man Gewalt zu vermeiden und sorgt für ein friedliches Miteinander in der Schule. Streitschlichter/innen wissen genau, wie sie auf die streitenden Mitschüler/innen zugehen müssen. Außerdem haben sie gelernt, was sie sagen können, damit sich erhitzte Gemüter wieder abkühlen. Sie werden oft in speziellen Workshops oder Programmen geschult. Hier lernen sie viel über das Zusammenleben, wie sie besser miteinander umgehen können und wie sie Konflikte ohne Gewalt lösen.
Und ganz nebenbei bringt so eine Ausbildung zum/zur Streitschlichter/in auch Vorteile für später. Zum Beispiel, wenn es mal darum geht, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

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Stand: 03.05.2017
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Weitere Infos im Netz

Faustlos - Präventionsprogramm des Heidelberger Präventionszentrums (HPZ) vor Gewalt an Schulen