Einblick in SOZIAL

Über soziales Engagement zur Ausbildung

Neben der Schule ein paar Stunden in einer sozialen Einrichtung mithelfen und Erfahrungen sammeln? Sascha hat es in der 9. Klasse gewagt und seine Entscheidung nicht bereut. Letztendlich hat es ihn in seinem Berufswunsch "Erzieher" bestärkt.

Eine Gruppe von Schülern ist draußen vor einem Gebäude unterwegs.
Soziale Projekte findest du bestimmt auch über deine Schule.

planet-beruf.de: Sascha, an welchem Projekt hast du teilgenommen?

Sascha: In der 9. Klasse habe ich im Projekt "mach mit!" der Caritas Neustadt/Aisch ein Freiwilliges Soziales Schuljahr absolviert.

planet-beruf.de:
Was ist ein Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ)?

Sascha:
FSSJ bedeutet, ein Schuljahr lang in einer sozialen Einrichtung mitzuarbeiten. Das können Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Sportvereine und vieles mehr sein. Ich habe acht Stunden im Monat in einem Tierheim mitgeholfen, immer am Wochenende. Dort gab es ein Hundehaus und ein Katzenhaus. Unter anderem habe ich die Tiere gepflegt, Käfige gereinigt und Futter verteilt.

Porträt von Sascha
privat
Sascha hat über sein Engagement zu seinem Wunschberuf gefunden.

planet-beruf.de: Was war deine Motivation?

Sascha: Ich wollte das Arbeiten im sozialen Bereich kennenlernen. Vorbild war meine Schwester. Sie hat ein FSSJ genutzt und ist noch heute im sozialen Bereich aktiv. Die Ausbildung als Erzieher hat mich damals schon interessiert. Da fand ich, ein FSSJ ist eine gute Vorbereitung. So konnte ich ins Arbeitsleben reinschnuppern. Außerdem ist es natürlich ein Pluspunkt in der Bewerbung, ein Zertifikat und eine Bemerkung im Zeugnis vorweisen zu können.

planet-beruf.de: Wie kommt es, dass du als angehender Erzieher jetzt mit Menschen statt mit Tieren arbeitest?

Sascha: Der Kontakt mit Menschen interessiert mich schon immer sehr. Ich bin Betreuer in einer kirchlichen Jugendgruppe und war zusätzlich Tutor für jüngere Jahrgänge an unserer Schule. Das FSSJ im Tierheim hat mir gezeigt: Ich kann zuverlässig und engagiert sein sowie einfühlsam agieren. Damit war die Sache klar: Die Ausbildung als Erzieher passt.

planet-beruf.de: Was hat dir die freiwillige Arbeit persönlich gebracht?

Sascha: Das hat enorm mein Selbstbewusstsein gestärkt. Ich habe gelernt, selbstständig die anfallende Arbeit in einem laufenden Betrieb zu erkennen und zu erledigen. Auch den Umgang mit Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, fand ich sehr wertvoll.

planet-beruf.de:
Was sagst du Jungs, die überlegen, etwas Ähnliches zu machen und noch zögern?

Sascha: Einfach ausprobieren und sich trauen. Es ist vielleicht mal anstrengend, aber es macht Spaß und bringt dich weiter. Für mich hat es sich gelohnt!