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Bericht: Rollenklischees von Mann und Frau im Beruf

Rosa und blaue Berufe

Mädchen wählen öfter einen Beruf im sozialen oder im Service-Bereich. Jungen entscheiden sich häufig für einen handwerklichen oder technischen Beruf. Dabei hast du so viel Auswahl, wenn du dich nicht nach Rollenbildern richtest.

Eine Frau untersucht die Technik in einem Flugzeug.
Typisch Frau, typisch Mann - Du hast mehr Auswahl, wenn du dir auch die untypischen Berufe anschaust.

Ein Blick zurück

Zwei Mädchen verlegen Kabel.
Orientiere dich bei der Berufswahl an deinen Stärken und Interessen.

In der Vergangenheit kümmerten sich Frauen meist um ihre Kinder, kochten und putzten. Männer arbeiteten z.B. als Handwerker, Kaufleute oder Soldaten. Wenn Frauen arbeiteten, waren sie meist als Reinigungskraft, Lehrerin, Erzieherin oder Köchin tätig. Weitere typische Berufsbereiche waren die Krankenpflege oder die Textilbranche. Bei Ehepaaren unterstützte die Frau oftmals ihren Mann in seinem Beruf. Sie verkaufte zum Beispiel die Gegenstände, die er herstellte, oder führte die Buchhaltung in seinem Betrieb.

Heutiger Stand

Pfleger begleitet Frau am Rollator.
Jungen sind in der Pflege gefragt.

Frauen und Männer dürfen in allen Berufen arbeiten. Allerdings orientieren sich viele noch immer an alten Rollenvorstellungen. Mädchen entscheiden sich häufig für einen Beruf in der Pflege oder im Service, zum Beispiel Medizinische/r Fachangestellte/r oder Verkäufer/in. Sie wählen außerdem oft Berufe, in denen sie assistieren, z.B. als Kauffrau für Büromanagement. Auch viele Jungen bleiben dem Klischee treu: Die beliebtesten Ausbildungsberufe unter jungen Männern sind Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Elektroniker/in und Fachinformatiker/in.

Dabei möchten männliche Patienten manchmal lieber von einem männlichen Pfleger versorgt werden. In Erziehungsberufen wird nach männlichen Vorbildern gesucht. Gleichzeitig entsteht vielleicht eine neue Teamdynamik, wenn auch Mädchen in technischen oder mathematischen Bereichen arbeiten.

3 Gründe, Klischees zu hinterfragen

  1. Auswahl: Wenn du dich auch über geschlechteruntypische Berufe informierst, hast du viel mehr Auswahl.
  2. Selbstverwirklichung: Orientiere dich bei der Berufswahl lieber an deinen Stärken, als an Rollenvorbildern. Sonst geht vielleicht ein Talent verloren.
  3. Offenheit: Wenn du Klischees kritisch hinterfragst, bist du offener für untypische Lebensweisen. Das ermutigt auch andere, ihren eigenen Weg zu gehen.
Stand: 19.02.2020