Infotext: Unterschiedliche Arten der Bewerbung

Bewerbung - so geht's

Heute gibt es viele Wege, sich bei einem Betrieb zu bewerben. Meist wird die gewünschte Form vorgegeben. Da du wahrscheinlich mehr als eine Bewerbung verschickst, lohnt es sich, alle Arten zu kennen.

Porträt von Carolin.
Stadt Essen/Moritz Leick
Carolin hat für ihre Ausbildungsstelle bei der Stadt Essen per Video Fragen beantwortet. Das war ein Teil des Auswahlverfahrens.

Videointerview: Tipps aus erster Hand

"Mein Interview war kein Livegespräch. Ich sollte auf drei vorgegebene Fragen Videoantworten aufnehmen. Datum, Ort und Tageszeit des Videointerviews konnte ich bestimmen. Ich habe einen Zeitpunkt gewählt, an dem ich fit und gut vorbereitet war. Außerdem eine ruhige Umgebung, in der ich mich wohlfühle. So konnte ich mich gut konzentrieren und mich überzeugend darstellen.

Zunächst gab es Probefragen. Meine aufgenommenen Antworten konnte ich anschauen und wiederholen. Dann wurde es ernst, für die Beantwortung der richtigen Fragen war nur eine Aufnahme möglich. Mit etwas technischem Verständnis ist die Vorbereitung kein Problem. Grundausstattung ist ein PC mit Kamera und ein Mikrofon in guter Qualität, besser noch ein Headset. Auf die gestellten Fragen spontan zu reagieren, wirkt natürlich und ungezwungen."

Bewerbungsunterlagen per Mail

Die Grafik zeigt ein E-Mail Icon.

Die Bewerbung als E-Mail zu versenden hat Vorteile. Es geht schnell, das Porto entfällt und die Betriebe können Bewerber/innen digital verwalten. Achtung: Formal muss trotzdem alles stimmen. Stelle deine digitalen Unterlagen genauso sorgfältig zusammen wie eine gedruckte Bewerbungsmappe. Seriöse E-Mail-Adresse und höflicher E-Mail-Text sind Pflicht.

Bewerben über Onlineformulare

Ein grafisches Monitorzeichen.

Große Firmen organisieren die Bewerbung oft über Onlineformulare. Bereite deine Bewerbungsunterlagen sorgfältig in digitaler Form vor. Dann kannst du in Ruhe deine Angaben in den Formularen eintragen. Noch die richtigen Anhänge auswählen, hochladen, fertig!

Bewerbung per Video

Ein grafisches Videozeichen.

Unternehmen führen Vorstellungsgespräche in manchen Fällen über einen Videoanruf, beispielsweise wenn die Anreise aufwendig ist. Achte hier neben funktionierender Technik auf alle Tipps, die für ein reguläres Bewerbungsgespräch gelten, bezüglich Kleidung, Pünktlichkeit und Vorbereitung.

In einigen Stellenbörsen präsentierst du dich gegenüber den Unternehmen mit einem selbst aufgenommenen Video. Ein solches Video solltest du gut planen und überlegt aufnehmen. Lade es nur hoch, wenn es allen erforderlichen Kriterien entspricht. Tut es das nicht, verzichte darauf und konzentriere dich auf dein restliches Profil.

Bewerbung per Post

Ein grafisches Postzeichen.

Die Bewerbung auf Papier ist bei einigen Unternehmen und Behörden immer noch erwünscht. Außerdem hat es viele Vorteile, wenn du deine Bewerbungsunterlagen ausdruckst. Du kannst sie so besser auf Fehler prüfen und hast sie gleich zur Hand, falls du sie im Vorstellungsgespräch brauchst.

Ausbildungsmessen und Speedrecruiting

Ein grafisches Uhrzeichen.

Manche Ausbildungsmessen werden von Firmen für sogenanntes "Speedrecruiting" genutzt. Das bedeutet, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber den Betrieben in kurzen Gesprächen vorstellen. Auch ohne offizielles Speedrecruiting sind Messen eine Gelegenheit für dich, mit Betrieben ins Gespräch zu kommen. Bereite den Messebesuch so gut wie möglich vor, suche gezielt für dich interessante Stände auf und stelle dort den Kontakt zum Unternehmen her.

Lieber nicht: Bewerbung über Messenger

Ein grafisches Chatzeichen.

Wir tragen alle ein Smartphone mit schnellem Zugriff auf Messengerdienste in der Tasche. Theoretisch könnte man sich darüber per Chat bewerben. Das ist aber nicht empfehlenswert, denn deine persönlichen Daten sind hier nicht sicher. Möglich ist, dass die Kommunikation nach einem Bewerbungsgespräch per Messenger läuft. Überlege dann vorher gut, ob du diesen Kontaktweg mit deinem späteren Arbeitgeber wirklich möchtest.