Schule ist nicht gleich Schule

Schule mal anders

Maximilian hat nach der Wirtschaftsschule eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen, Jahna wird Mediengestalterin Digital und Print. Die Schulbank drücken beide trotzdem noch, jetzt aber an der Berufsschule.

Ein junges Mädchen schreibt an eine Tafel.
Zur Ausbildung gehört auch Theorieunterricht an der Berufsschule.
Portrait von Maximilian
Privat
Für Maximilian waren die wirtschaftlichen Fächer an der Berufsschule kein Neuland.

Maximilian, angehender Industriekaufmann im 2. Ausbildungsjahr bei der TONI DRESS DAMENMODEN GmbH in Forchheim

"In meinem zweiten Ausbildungsjahr zum Industriekaufmann bin ich zweimal pro Woche in der Berufsschule, montags und donnerstags. Ich habe jeweils von 8:15 Uhr bis 16:00 Uhr bzw. 15:30 Uhr Unterricht. An den verbleibenden drei Tagen bin ich im Büro meines Ausbildungsbetriebs. Meine Berufsschule ist in derselben Stadt wie mein Ausbildungsbetrieb, da muss ich glücklicherweise nicht viel pendeln. Neben der Berufsschule erhalten wir im Betrieb auch noch Azubi-Unterricht. Dabei werden Themen aus den verschiedenen Abteilungen erklärt.

Unterrichtet werden neben Deutsch, Englisch und Religion vor allem wirtschaftliche Fächer wie BWL (Betriebswirtschaftslehre), KSK (Kaufmännische Steuerung und Kontrolle), d.h. Controlling und Buchhaltung, und betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse, z.B. Produktion. Außerdem habe ich noch Sozialkundeunterricht.

Die wirtschaftlichen Inhalte kannte ich zum Teil schon von der Wirtschaftsschule. Auch wenn die Unterrichtsstunden genauso lange dauern wie an der Wirtschaftsschule, 45 Minuten, ist der Schulbesuch in der Ausbildung anders. An der Berufsschule sind die Tage länger und an den Arbeitstag angelehnt, ich habe vormittags 15 Minuten Pause und mittags 45 Minuten. Außerdem sind meine Mitschüler/innen unterschiedlich alt, einige sind so alt wie ich, andere haben zuvor eine Fachoberschule besucht und drei Mitschüler/innen haben zuvor sogar schon eine andere Berufsausbildung gemacht."

Portrait von Jahna
red pepper Gesellschaft für neurowissenschaftliche Markenverankerung mbH
Jahna hat sich schon immer für kreative Tätigkeiten interessiert.

Jahna, Mediengestalterin Digital und Print mit der Fachrichtung Gestaltung und Technik im 3. Ausbildungsjahr bei der red pepper Gesellschaft für neurowissenschaftliche Markenverankerung mbH in Bremen

"Die Ausbildung habe ich in Bremerhaven begonnen. Nach eineinhalb Jahren habe ich meine Ausbildung bei einer Agentur in Bremen fortgesetzt. So kommt es, dass ich zwei Berufsschulen kennengelernt habe: In Bremerhaven musste ich eineinhalb Tage pro Woche in die Berufsschule, jetzt habe ich Blockunterricht. Alle zwei Monate für zwei Wochen. Dreimal wöchentlich habe ich acht Stunden Unterricht, zweimal habe ich früher frei und komme nachmittags noch in die Agentur. Das geht aber nur, weil Berufsschule und Agentur in Bremen sind. Ich kann also alles mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Die Fächerauswahl ist groß: z.B. Bildbearbeitung, Gestaltungsgrundlagen, Kameratechnik, Datenbankpflege, Hardware und Software, aber auch Kosten- und Leistungsrechnung. Darüber hinaus auch Politik, Deutsch und Englisch. Die Spezialisierung auf eine Fachrichtung kommt im dritten Ausbildungsjahr. Dann gibt es ungefähr vier Stunden in der Woche differenzierten Unterricht.

Meiner Meinung nach ist es nicht sehr viel anders als in einer normalen Schule. Man bekommt allerdings eher praktische Aufgabenstellungen, wie beispielsweise die Gestaltung einer Website. Sie orientieren sich eher am Berufsleben."

 

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Stand: 24.09.2014