Sozialer Ausbildungsberuf: Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Zwischen Intensivstation und OP

Im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger hat Michael schon einiges gelernt und erlebt. planet-beruf.de erzählt er vom Klinikalltag und seinen Aufgaben.

Michael am Bett eines Patienten.
Michael wird Gesundheits- und Krankenpfleger.

Geduldig und körperlich fit

Um 6 Uhr beginnt die Frühschicht im Krankenhaus, und Michael weckt zunächst die Patienten, bevor er deren Blutdruck, Puls und Temperatur misst. Nach dem Bettenmachen heißt es körperlich anpacken, denn manchen Menschen im Krankenhaus muss beim Waschen und Anziehen geholfen werden - und das kann dauern. "Außerdem muss man viel Geduld mitbringen. Wenn Patienten, die sich etwas gebrochen haben, aufstehen, geht das auf jeden Fall nur langsam", stellt Michael fest.

Michael mit Schutzhandschuhen.
Michael muss die Hygienevorschriften einhalten.
Michael beim Blutdruckmessen.
Hier misst er bei einem Patienten den Blutdruck.
Michael mit SchutzhandschuheMichael trägt etwas in eine Patienakte ein.
In der Patientenakte muss Michael alles genau dokumentieren.

Über ein FSJ in den Klinikalltag

Michael hängt eine Infusionsflasche ein.
Auch Infusionen einzustellen gehört zu Michaels Aufgaben.

Michael war sich eine Zeit lang nicht sicher, wohin ihn sein beruflicher Weg führen sollte. Deshalb absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem Krankenhaus. Das gefiel ihm so gut, dass er beschloss, eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg zu machen. In der Ausbildung wechseln sich theoretische Blöcke mit der praktischen Arbeit in der Klinik ab. Dort durchläuft Michael verschiedene Einsatzbereiche, von der Chirurgie über die Kinderheilkunde bis hin zur Intensivstation. Manchmal ist er mit auf Visite, ein anderes Mal im Operationssaal. Unterstützt und angeleitet wird er dabei von ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern und -pflegerinnen. Gut zusammenzuarbeiten ist im Krankenhaus ohnehin besonders wichtig. "Man muss auf jeden Fall ein Teamplayer sein und sich auf den anderen verlassen können", beschreibt Michael eine der Stärken, die er in seinem Beruf benötigt.

Arbeitsorte - hier werden Gesundheits- und Krankenpfleger eingesetzt

Als Gesundheits- und Krankenpfleger gibt es viele Einsatzbereiche für dich. Du kannst z.B. in Krankenhäusern, Universitäts-, Vorsorge- oder Rehabilitationskliniken arbeiten. Oder du entscheidest dich für eine Tätigkeit in einem Alten- oder Pflegeheim. Auch ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung kommt hierbei infrage.

So kann es nach der Ausbildung weitergehen

Wenn du dich nach der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beruflich weiterentwickeln willst, kannst du eine Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger oder zum Fachwirt, z.B. in der Alten- und Krankenpflege, absolvieren. Für Gesundheits- und Krankenpfleger mit Hochschulzugangsberechtigung besteht die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen. Auch ohne Hochschulzugangsberechtigung ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium möglich (siehe auch Beitrag "Sozial von Anfang an").

Mehr Infos unter www.berufenet.arbeitsagentur.de > Beruf eingeben > Perspektiven.

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Stand: 29.01.2014