Job inside: Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

Bezugsperson für Patienten

Ali ist 18 Jahre alt und hat die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer gemacht. Durch seine Mutter und verschiedene Praktika kam er auf seinen Wunschberuf im Pflegebereich.

Ein Krankenpflegehelfer spricht mit einer Patientin, die im Krankenhausbett liegt.
Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/innen betreuen Patienten vor allem im Krankenhaus.
Porträt von Ali
Privat
Ali hat in der Pflege seinen Wunschberuf gefunden.

Die kaufmännische Richtung, die Ali während seiner Schulzeit eingeschlagen hatte, hat ihn irgendwann nicht mehr interessiert. Seine Mutter schlug ihm vor, in den sozialen Bereich hineinzuschnuppern. Sie hat in ihrem Heimatland als Altenpflegerin gearbeitet. In Deutschland holt sie nun die Ausbildung nach, da ihr Abschluss hier nicht anerkannt wird. Sie konnte Ali daher aus erster Hand von ihrer Arbeit berichten. Daraufhin hat Ali viele Praktika absolviert, z.B. in einer orthopädischen Praxis, in einem Altenheim und in einem Krankenhaus. "Mir hat die Arbeit mit den Patienten richtig Spaß gemacht!"

Nach den Praktika wusste Ali, dass er am liebsten im Krankenhaus arbeiten möchte. "Im Krankenhaus herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Jeder Tag ist anders. Das hat mir sehr gut gefallen und deshalb habe ich mich für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer entschieden."

Theorie und Praxis

Alis Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer dauerte ein Jahr. Dabei wechseln sich Unterrichtsblöcke mit Praxisblöcken ab. "Meistens lief es so, dass ich nach zwei Monaten in der Schule für einen Monat im Praktikum war. So konnte ich das, was ich theoretisch gelernt hatte, gleich praktisch anwenden."

Ali findet, wenn man die Ausbildung machen möchte, hilft es, ein freundlicher Mensch zu sein. "Das Wichtigste ist Kommunikation, ohne sie kann man den Beruf nicht ausüben. Außerdem braucht man Mitgefühl für die Patienten und die Fähigkeit, sie als Menschen mit ihrer Lebensgeschichte wahrzunehmen. Das hilft sehr bei der Arbeit!"

Wichtiger Ansprechpartner sein

Ein Krankenpflegehelfer bespricht mit einer Patientin im Patientenzimmer eine Akte.
Bei Berufen in der Pflege spielt Kommunikation eine wichtige Rolle.

"Mir gefällt es einfach, zu sehen, wie glücklich die Patienten sind, wenn sie eine gute Versorgung bekommen. Wenn sie entlassen werden, ist es manchmal so, als wären sie neue Menschen. Das liegt auch an der Pflege!" Ali freut sich, dass er für viele Patienten eine Bezugsperson ist.

Natürlich hat man in diesem Beruf auch manchmal Zeitdruck. "Die Kunst dabei ist es, sich den Stress nicht anmerken zu lassen und trotzdem freundlich zu bleiben. Wenn man sich Zeit für die Patienten nimmt und sich mit ihnen unterhält, dann fühlen sie sich nicht so alleine."

Es geht weiter

Ali hat jetzt mit der dreijährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begonnen, denn er möchte eigenständiger arbeiten. Nachdem er in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer nur Früh- und Spätschicht gearbeitet hat, kommt jetzt, da er volljährig ist, auch die Nachtschicht dazu. "Die Frühschicht gefällt mir am besten, denn hier lernt man die Patienten besser kennen. Ich habe mehr pflegerische Aufgaben als in der Spätschicht. Außerdem habe ich so noch was vom Tag", sagt Ali und lächelt.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 1-2 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Für die Ausbildung wird i.d.R. ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Je nach Bundesland können weitere Zugangsvoraussetzungen gefordert werden, z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung oder ein Führungszeugnis.

Ausbildungsalternativen z.B.:

  • Altenpflegehelfer/Altenpflegehelferin
  • Fachkraft für Pflegeassistenz

So kann es nach der Ausbildung weitergehen

Ali setzt die Ausbildung fort und wird Gesundheits- und Krankenpfleger. Möglich ist auch eine Weiterbildung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen.

Mehr Infos zu den verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten findest du auf

www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Perspektiven » Aufstiegsweiterbildung

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Stand: 30.01.2019
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