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Job inside: Informationselektroniker/in

Interesse an Technik von klein auf

Nach der Schule auf jeden Fall gleich in die Praxis - das stand für Annika fest. Sie macht eine Ausbildung zur Informationselektronikerin bei der GOEKE GmbH in Dortmund. Hier kann sie bereits im ersten Ausbildungsjahr sehr selbstständig arbeiten.

Annika arbeitet an einem Drucker.
GOEKE GmbH
Bei ihrer Ausbildung kann Annika ihre persönlichen Stärken einbringen.

planet-beruf.de: Wie bist du auf deine Ausbildung gekommen?

Annika: Ich komme aus dem landwirtschaftlichen Bereich und habe darum schon immer mit Maschinen gearbeitet. Mein Vater ist zudem Elektroniker und so habe ich viel mitbekommen. Ich habe im Internet recherchiert, da für mich von Anfang an klar war, dass ich etwas Praktisches nach der Schule machen möchte, und bin auf den Beruf Informationselektronikerin gestoßen. Dieser vereint mein technisches Interesse mit meinem handwerklichen Geschick und dazu kommt noch Informatik.

Eine Frau wartet einen Drucker.
Die Instandhaltung von Druck- und Kopiergeräten gehört auch zu den Aufgaben von Informationselektronikern und -elektronikerinnen.

planet-beruf.de: Hast du zuvor ein Praktikum gemacht?

Annika: Ich habe in den Sommerferien ein Praktikum in meinem Ausbildungsbetrieb gemacht und das hat mich in meiner Wahl nur bestärkt.

planet-beruf.de: Was sind die Aufgaben einer Informationselektronikerin?

Annika: Alle Auszubildenden hatten zuerst eine ausführliche Schulung zum Thema "Erkennen und kommunizieren", bei der wir erfahren haben, was beim Umgang mit Kunden zu beachten ist. Danach haben wir von Anfang an selbstständige Aufgaben bekommen, z.B. fahren wir zu Kunden vor Ort, um dort kleinere Reparaturen durchzuführen oder um Störungen zu beheben. Dazu haben wir  gerade ein Großprojekt im Unternehmen, bei dem wir vor allem Geräte wie Drucker oder Kopierer auspacken, zusammenschrauben und installieren. Dann drucken wir am Notebook beispielsweise auch Testseiten aus, um zu überprüfen, ob die
Geräte einwandfrei funktionieren.

Eine Person bei der Verkabelung.
Technisches Verständnis ist bei der Ausbildung sehr wichtig.

planet-beruf.de: Wie wichtig ist Teamarbeit?

Annika: Sehr wichtig. Gerade wenn wir an einem Großprojekt wie jetzt arbeiten, bekommt jeder seine Aufgaben und wir müssen uns auf den anderen verlassen können, denn so ein Großprojekt zu bewältigen, geht nur Hand in Hand.

planet-beruf.de: Welche Stärken benötigt man für diese Ausbildung?

Annika: Man muss kontaktfreudig, selbstständig und zuverlässig sein.  Technisches Verständnis und wegen des Kundenkontakts ein gepflegtes Erscheinungsbild sind zudem wichtig. Und Durchhaltevermögen – wenn etwas
nicht gleich richtig funktioniert, kann man nicht einfach aufgeben, sondern muss solange weitersuchen, bis man den Fehler findet.

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Informationselektronik im Alltag

Drucken, kopieren, faxen und scannen – ob in Schule oder in verschiedensten Unternehmen. Damit dies einwandfrei funktioniert, richten Informationselektroniker/innen z.B. Kopiersysteme ein und warten und reparieren diese auch.

Eine Frau arbeitet am Computer.
Am Computer passen Informationselektroniker/innen z.B. Software an.

Annika: Ich mag, dass ich sehr selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten kann. Und den Kontakt mit Kunden finde ich toll, da jeder anders ist und ich gerne mit Menschen zu tun habe.

planet-beruf.de: Was sagst du jemandem, der meint, dass du einen typischen
"Männer-Beruf" machst?

Annika: Das passiert zum Glück nicht häufig, auch wenn ich das einzige Mädchen in der Berufsschule bin, aber ich entgegne dann, dass alle Berufe jedem offenstehen.

planet-beruf.de: Warum ist diese Ausbildung auch etwas für Mädchen?

Annika: Ich bin als Mädchen sehr positiv aufgenommen worden. Auch wenn den Beruf überwiegend Männer ausüben, spricht nichts dagegen, dass Frauen das genauso gut können. Wenn wir ein großes, schweres Kopiersystem zum Kunden bringen müssen, arbeiten wir alle zusammen und helfen uns gegenseitig, egal ob Mann oder Frau.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: Der Beruf wird in der Regel dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Weiterbildungen: Wer beruflich aufsteigen möchte, kann z.B. eine Weiterbildung zum/zur Handwerksmeister/in machen. Eine Qualifizierung als Techniker/in ist ebenfalls möglich.

Stand: 28.01.2015
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Informationselektroniker/in

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Der Beruf "Informationselektroniker/in" im Filmportal der Bundesagentur für Arbeit:

Informationselektroniker/in im BERUFE.TV

 

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