Job inside: Informatikkaufmann/-frau

Die Lösung vor Augen

Viktoria ist im dritten Ausbildungsjahr zur Informatikkauffrau bei der REIFF-Gruppe in Reutlingen. An ihrer Arbeit schätzt die 20-Jährige vor allem die Vielseitigkeit und die täglichen Erfolgserlebnisse beim Lösen verschiedener Probleme.

Porträt von Viktoria.
REIFF-Gruppe
Besonders die Erfolgs- erlebnisse motivieren die angehende Informatikkauffrau
Viktoria bei ihrer Arbeit.

planet-beruf.de: Wie bist du auf deinen Ausbildungsberuf gekommen?

Viktoria: Meine Mutter hat mich während meiner Schulzeit mit einer Studentin der Wirtschaftsinformatik bekannt gemacht, die mit ihr arbeitete. Obwohl ich nicht die typische Computerschrauberin war, habe ich durch die Unterhaltungen mit ihr und ein einwöchiges Praktikum in der IT gemerkt, dass das mein Ding sein könnte. Nach der Realschule habe ich die fachgebundene Hochschulreife im Bereich Wirtschaftsinformatik erworben, was mir für meine Ausbildung viel gebracht hat.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du als Informatikkauffrau?

Viktoria: Das Berufsfeld ist breit gefächert. Der kaufmännische Teil ist ebenso wichtig wie der technische Teil. Programmieren gehört dazu, außerdem baut man Server ein und stellt Computer-Arbeitsplätze auf. Zuvor müssen Computer und Systeme aber beschafft werden. Hierbei ist die Kommunikation mit Kunden und Systembenutzern wichtig, damit die Anforderungen für die Anschaffungen bekannt sind und die richtigen Systeme und Geräte bestellt werden können. Ein großer Teil ist auch Projekt- und Prozessmanagement. Hierbei bespricht man mit anderen Abteilungen der Firma, was man z.B. in Programmen ändern und optimieren könnte. Man ist quasi eine Schnittstelle zwischen Technik und Anwendern. Und dann gibt es noch den kaufmännischen Teil in der Buchhaltung und in der Personalabteilung.

planet-beruf.de: Was macht dir besonders Spaß?

Viktoria: Zu mir passt die Arbeit in der IT besser. Hier machen mir besonders die Bereiche Projektmanagement und Prozessmodellieren Spaß. Man hat immer ein Erfolgserlebnis, wenn man es schafft, Probleme zu lösen und Kunden zufrieden zu stellen. Auch mag ich, dass jeder Tag anders ist: Im Moment arbeite ich an einem speziellen Diagramm für unser Rechenzentrum.

Eine junge Frau sitzt vor einem Computer.
Einen Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen Informatikkaufleute vor dem Computer.

planet-beruf.de: Welche Stärken sollte man für den Beruf mitbringen?

Viktoria: Man sollte sich für PCs und neue Technologien sowie für kaufmännische Themen begeistern. Wie ich jetzt gemerkt habe, muss man sich gut selbst organisieren können, teamfähig sein und offen auf Menschen zugehen können. Am Helpdesk rufen z.B. Mitarbeiter an, wenn sie Probleme mit ihrem PC haben - da telefoniert man viel und muss schnell Lösungen finden.

planet-beruf.de: Wie fühlst du dich als Frau in einer "Männerdomäne"?

Viktoria: Momentan bin ich die einzige Auszubildende zur Informatikkaufrau im Betrieb. Ab nächstem Ausbildungsjahr bekomme ich eine neue Kollegin, die auch den Ausbildungsberuf lernt. In meiner Berufsschulklasse sind wir bloß vier Mädchen. Aber ich habe nur gute Erfahrungen gemacht und darf richtig mit anpacken. Ich schleppe auch schon mal schwere PCs, und obwohl meine Kollegen immer hilfsbereit sind, finde ich es gut, dass niemand sagt:"Du bist ein Mädchen, ich trage dir den jetzt."

planet-beruf.de: Welche Tipps würdest du Mädchen geben, die sich für eine Ausbildung in diesem Bereich interessieren?

Viktoria: Man stellt sich am besten darauf ein, dass man als Frau möglicherweise in der Unterzahl sein wird. Außerdem sollte man sich durchsetzen können. Von Vorteil ist auch, vorher ein Praktikum zu machen, um das spätere Arbeitsumfeld kennenzulernen.

So kann es nach der Ausbildung weitergehen:

Je nachdem, wo du während deiner Ausbildung zur Informatikkauffrau deine Stärken festgestellt hast, kannst du eine Weiterbildung in Betracht ziehen, um dich zu spezialisieren. Gefällt dir vor allem der kaufmännische Aspekt, kannst du z.B. eine Weiterbildung als Betriebswirtin oder Fachwirtin machen. Ebenso ist eine Weiterbildungals IT-Vertriebsbeauftragte oder IT-Kundenbetreuerin möglich, falls du dich, wie Viktoria, in der IT besser aufgehoben fühlst.

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Stand: 06.02.2013
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