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Job inside: Zweiradmechatroniker/in - Motorradtechnik

Die Mischung macht’s: Hightech und Schrauberromantik

Andrea (21) fährt leidenschaftlich gerne Motorrad, interessiert sich für Technik und hat handwerkliches Geschick. Kein Wunder also, dass sie sich für eine Ausbildung als Zweiradmechatronikerin der Fachrichtung Motorradtechnik entschieden hat.

Zwei Männer untersuchen ein Motorrad.
Zweiradmechatroniker/innen der Fachrichtung Motorradtechnik müssen auf vielen Gebieten fit sein: vom Schweißen über das Löten bis hin zu umfassendem Wissen in Elektronik, Elektrotechnik und Hydraulik.

Seitdem Andrea den Führerschein besitzt, war die junge Frau viel auf ihrem 600 Kubikzentimeter großen Motorrad unterwegs. Klar, dass da auch mal Reparaturen anstehen. "Weil ich nicht ständig nachfragen wollte, wie man das oder jenes macht, habe ich gedacht: Lern`das doch lieber selber". Ein Praktikum in ihrem späteren Ausbildungsbetrieb bestätigte sie in ihrem Wunsch, Zweiradmechatronikerin der Fachrichtung Motorradtechnik werden zu wollen. 

Worauf es ankommt

Interviewpartnerin Andrea
Andrea erinnert sich gerne an ihre erste Probefahrt mit dem Motorrad eines Kunden, die sie machen durfte. Immerhin sind das teure Maschinen, die man sicher wieder zurückbringen muss.

"Sehr gutes technisches Verständnis sollte man haben und handwerkliche Begabung sollte man mitbringen", zählt Andrea wie aus der Pistole geschossen auf. In der Berufsschule spielen die Fächer Mathe und Physik eine große Rolle, fügt die junge Frau noch dazu. Gerade auch, weil in Motorrädern der neueren Generation viel Elektronik z.B. für Motorsteuerung und Regelsysteme steckt. Ohne Laptop geht da gar nichts mehr - beispielsweise zum Auslesen des Fehlerspeichers. Aber bei der Aufbereitung gebrauchter Motorräder oder beim Durchführen von Kundendiensten kommen natürlich immer noch Ratschenschlüssel und Schraubenzieher zum Einsatz. "Da kommt man mit Öl, Fett und Schmiere in Berührung. Zimperlich sollte man also nicht sein", lacht die Auszubildende.

Wie es weitergehen soll

Andrea hofft, nach Ausbildungsende von ihrem Betrieb übernommen zu werden. Danach, so erzählt sie entschlossen, will sie sich zur Zweiradmechanikermeisterin weiterbilden. Schließlich hat sie ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf gemacht.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Zweiradmechatroniker/innen der Fachrichtung Motorradtechnik warten und reparieren motorisierte Zweiräder, stellen sie her und bauen sie nach Kundenwünschen um bzw. rüsten sie mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen aus.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.