Job inside: Zahntechniker/in

"Ich habe die richtige Wahl getroffen!"

Franka ist im 3. Ausbildungsjahr zur Zahntechnikerin. Zu Beginn hat ihr vor allem die Arbeit im Labor gefallen. Mittlerweile begeistern sie auch die technischen Möglichkeiten in diesem Beruf.

Ein junger Mann arbeitet im Labor.
Als angehende/r Zahntechniker/in brauchst du handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen.
Die Interviewpartnerin Franka.
Privat
Franka findet neben den Arbeitsabläufen vor allem die technischen Entwicklungen im Beruf spannend.

planet-beruf.de: Welche besonderen Stärken brauchst du für deine Ausbildung? 

Franka: Handwerkliches Geschick sollte man auf jeden Fall haben. Außerdem brauche ich auch räumliches Vorstellungsvermögen, um z.B. dreidimensionale Zahnmodelle anfertigen zu können.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du in deiner Ausbildung?

Franka: Ich fertige vor allem Zahnersatz an. Dabei arbeiten wir eng mit den Zahnärztinnen und Zahnärzten zusammen. Sie geben uns das Behandlungsblatt, auf dem steht, welchen Zahnersatz der Patient benötigt und welche individuellen Maße und Einstellungen wir beachten müssen. Die Modelle werden dann in einen sogenannten Kieferbewegungssimulator eingesetzt. So können wir den jeweiligen Kiefer des Patienten "nachstellen" und den angeforderten Zahnersatz zuerst aus Wachs modellieren. Der Zahnersatz wird dann aus unterschiedlichen Materialien wie Keramik, Kunststoff oder Metall hergestellt.

In der Ausbildung lerne ich die Modellherstellung, den Umgang mit den Modellen und den Werkstoffen kennen.

Eine Zahnprothese
Die Zahnprothese wird über computergestützte Technologie angefertigt.

planet-beruf.de: Mit welchen Techniken arbeitet ihr im Labor?

Franka: Mithilfe der CAD/CAM-Technologie, einer computergesteuerten Technik für das Design, scanne ich die Modelle am Computer ein und übertrage sie in ein spezielles Designprogramm. Das Programm gestaltet einen Entwurf für den Zahnersatz, den ich dann ausarbeite und anpasse. Das erstellte Modell mit den genauen Maßen und Daten wird an eine Fräsmaschine übertragen. Der Fräsroboter wählt dann das passende Fräswerkzeug aus, das in die Maschine eingespannt wird, um das Rohmaterial, den sogenannten Rohling, passend zu bearbeiten. Dabei wird das gewählte Material soweit ausgefräst bis man die Prothese erkennen kann.

Die Arbeit der Zahntechnikerin bzw. des Zahntechnikers besteht anschließend darin, die Prothese aus dem ausgefrästen Rohling abzutrennen und gegebenenfalls nachzubessern. Wir geben der Prothese sozusagen den Feinschliff. Außerdem kontrollieren wir, ob alle Angaben der Zahnärztin oder des Zahnarztes genau umgesetzt wurden.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Zahntechniker/innen fertigen und reparieren festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz sowie zahn- und kieferregulierende Geräte.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.

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Stand: 19.09.2018