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Job inside: Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Stahlumformung

Aus Stahl Schrauben formen

Adrian ist im vierten Jahr seiner Ausbildung zum Verfahrenstechnologen Metall der Fachrichtung Stahlumformung bei fischerwerke GmbH & Co. KG. Im Interview erklärt er, warum in diesem Beruf vor allem technisches Verständnis nötig ist. 

Ein Arbeiter hebt eine Rolle Metalldraht mithilfe eines Krans.
fischerwerke GmbH & Co. KG
Für den Ausbildungsberuf ist technisches Verständnis eine Grundvoraussetzung, um zum Beispiel die Maschinen richtig einzustellen.
Porträt von Adrian
fischerwerke GmbH & Co. KG
Adrian formt Stahl mit schweren Pressen und Gewindewalzen.

planet-beruf.de: Wie bist du auf den Beruf gekommen?

Adrian: Ich habe zuerst eine Ausbildung zum Forstwirt absolviert und anschließend drei Jahre Berufserfahrung als Geselle gesammelt. Danach habe ich mich für eine weitere Ausbildung entschieden, die mir breitere berufliche Möglichkeiten eröffnet. Ich habe den Beruf des Verfahrenstechnologen Metall gewählt, weil ich ein sehr gutes technisches Verständnis besitze und mir die Arbeit mit Metall Spaß macht.

planet-beruf.de: Welche Interessen und Fähigkeiten sollte man mitbringen?

Adrian: Da in diesem Beruf auch mit wuchtigen Gegenständen, wie dem Deckenkran gearbeitet wird, sollten schwere Arbeiten nicht gescheut werden. Für den Verfahrenstechnologen Metall wird aber auch handwerkliches Geschick benötigt. Sorgfalt und Genauigkeit sind ebenfalls wichtig, zum Beispiel beim Einhalten der Maße. Ein gutes technisches Verständnis ist eine Grundvoraussetzung für den Beruf.

planet-beruf.de: Warum ist technisches Verständnis so wichtig?

Adrian: Weil die Produkte wie Schrauben oder Befestigungsanker mithilfe von technischen Zeichnungen angefertigt werden. Für das Verstehen und Umsetzen der Zeichnungen und für das Einstellen der Maschinen etwa wird dieses technische Verständnis benötigt. Sind beispielsweise die Schrauben zu lang, muss ich die Maschine entsprechend einstellen.

planet-beruf.de: Was gehört zu deinen Aufgaben?

Adrian: Als Stahlumformer bin ich im Stahlbereich tätig. Ich arbeite hauptsächlich mit verschiedenen Pressen und Gewindewalzen. Damit stelle ich zum Beispiel Holzbauschrauben oder Schwerlastanker her, die auf Großbaustellen, im Tunnelbau oder im Hochhausbau verwendet werden.

planet-beruf.de: Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Adrian: Mein Ausbilder teilt mich für die wöchentlichen Aufgaben ein und bespricht diese mit mir. Wenn ich zum Beispiel einen Schwerlastanker herstelle, lade ich den Stahldraht mit einem Deckenkran auf die Maschine. Danach spule ich den Draht auf die Presse auf und richte ihn aus. Wenn ich die Spannung aus dem Stahl herausgenommen habe, stelle ich das Produkt anhand einer technischen Zeichnung her.

planet-beruf.de: Was gefällt dir besonders gut an dem Material "Metall"?

Adrian: Es ist sehr vielfältig. Und obwohl Stahl ein sehr stabiler Werkstoff ist, kann man ihn durch Pressen und Wärme gut umformen. Das begeistert mich. Außerdem gibt es in diesem Bereich viele berufliche Perspektiven.

Fakten zur Ausbildung:

Das Wichtigste zum Beruf

Tätigkeiten: Verfahrenstechnologen und ‑technologinnen Metall der Fachrichtung Stahlumformung verarbeiten mithilfe von Maschinen Stahl, etwa zu Blechen oder zu Schmiedestücken, die beispielsweise für die Automobilindustrie genutzt werden.

Ausbildungsform: dual in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die meisten Ausbildungsanfänger/innen bringen einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss mit.

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Stand: 24.06.2020