Job inside: Servicefahrer/in

Bis zu 100 Stopps pro Tag - für Stefan kein Problem

Stefan (19) wird Servicefahrer. Die zweijährige Ausbildung absolviert er bei der Jürgen Semmelmann Transport GmbH. Dort hat er auch seinen Führerschein erworben. Nun kann er seine Leidenschaft fürs Autofahren und seinen Beruf miteinander verbinden.

Porträt eines Servicefahrers
Immer unterwegs - für Servicefahrer/innen ist das Berufsalltag.
Portrait von Stefan
Stefan scannt die Pakete, die er heute ausliefert.

Stefans Arbeitstag beginnt früh: "Meist bin ich um halb 6 oder 6 Uhr hier im Betrieb und arbeite bis 17 Uhr. Dafür habe ich eine 4-Tage-Woche - also einen Tag frei pro Woche." Sein Ausbildungsbetrieb ist Transportdienstleister für Pakete, Waren und Stückgut. Stefan liefert mit seinem Transporter die Waren aus. "Das können z.B. Fernseher, Bildschirme, verschiedene Produkte großer Online-Versandhändler sein. Morgens scanne ich zunächst die Pakete. Meine Tour stelle ich selbst zusammen und entsprechend lade ich die Waren auch in den Transporter", erzählt Stefan.

Sicher und konzentriert unterwegs

Die Ladung muss Stefan immer mit einem Netz sichern. "Falls ein Unfall passiert, muss die Ladung fest sein." Den Führerschein der Klasse B hat Stefan mit Beginn der Ausbildung absolviert. Sein Ausbildungsbetrieb übernimmt für alle Azubis die Kosten. Ist ein Azubi noch nicht volljährig, kann er/sie ab einem Alter von 16 Jahren den Führerschein der Klasse AM machen und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h fahren.

Stefan ist inzwischen alleine unterwegs. "Als ich meinen Führerschein bekam, hatte ich noch für etwa drei Wochen einen Beifahrer, der mir Tipps gab und geholfen hat. Danach habe ich mir zugetraut, alleine zu fahren. Sich den ganzen Tag auf den Verkehr zu konzentrieren, war anfangs natürlich nicht ganz einfach, aber inzwischen geht es sehr gut." Während seiner Tour steht Stefan immer in Kontakt mit der Firmenzentrale. Über sein Arbeitshandy ist er jederzeit erreichbar.

Ein Servicefahrer im Fahrerhaus eines Transporters
Ausdauer und Konzentration sind in diesem Beruf wichtig.

Stets freundlich und zuvorkommend

"Bei dem Kontakt mit Kunden kommt es auf Freundlichkeit und Zuverlässigkeit an", erklärt Stefan. Wenn z.B. Stau ist, meldet der Auszubildende das an die Zentrale. Der Kunde wird dann telefonisch oder per E-Mail über die Verzögerung informiert.

Stefan erledigt pro Tag etwa 80 bis 100 Stopps. "Mir war von Anfang an bewusst, dass ich als Servicefahrer eigenverantwortlich handeln muss und auf mich alleine gestellt bin. Am Anfang ist das schwer, aber nach einiger Zeit alleine unterwegs fällt es leichter. Eine sehr gute Ausdauer sollte man für die Ausbildung auf jeden Fall mitbringen. Die Arbeitstage sind lang", weiß Stefan.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Servicefahrer/innen liefern Waren aus. Sie planen ihrer Routen, nehmen die auszuliefernden Waren an, beladen ihre Fahrzeuge und beliefern ihre Kunden.
Ausbildungsform: Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt.
Dauer: 2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein. Zum Teil wird von den Betrieben die Fahrerlaubnis Klasse B und ein Mindestalter von 18 Jahren als Zulassungsvoraussetzung angegeben.

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Stand: 20.04.2016
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