Job inside: Notfallsanitäter/in

Unterwegs fürs Patientenwohl

Tanja ist im ersten Ausbildungsjahr als Notfallsanitäterin, kennt aber die Arbeit im Rettungsdienst schon lange. Welche Erfahrungen sie im Rettungswagen gesammelt hat und warum man manchmal ein dickes Fell braucht, liest du hier.

Notfallsanitäter/innen vor dem Rettungswagen
Wie man mit den Patienten umgeht und mit ihnen spricht, lernt man in der Berufsfachschule.

planet-beruf.de: Wie bist du zu deiner Ausbildung gekommen?

Tanja: Im Rettungsdienst zu arbeiten, war von Anfang an mein Ziel. Schon in der Realschule war ich Schulsanitäterin. In einem mehrwöchigen Lehrgang habe ich mich nach der Schulzeit zur Rettungshelferin ausbilden lassen und konnte anschließend ehrenamtlich in der Notfallversorgung helfen. In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) war ich ebenfalls beim Rettungsdienst.

planet-beruf.de: Wie ist die Ausbildung als Notfallsanitäter/in aufgebaut?

Tanja: Jeweils 6 bis 8 Wochen Blockunterricht wechseln sich mit dem Einsatz in der Rettungswache ab. Dazu kommen Klinikpraktika auf verschiedenen Stationen.

Die angehende Notfallsanitäterin Tanja
Bayerisches Rotes Kreuz K.d.ö.R.
Tanja hat schon viel im Rettungsdienst erlebt.

planet-beruf.de: Für welche Aufgaben bist du zuständig?

Tanja: Bei Einsätzen prüfe ich z.B. den Puls und messe den Blutdruck der Patienten. Wenn notwendig, lege ich das EKG an. Damit wird die Herzaktivität erfasst. Auf der Wache - das ist unsere Dienststelle - sorge ich dafür, dass das Materiallager immer gut bestückt ist. Außerdem bin ich für den Fahrzeugcheck zuständig: Ich prüfe, ob alle Geräte da sind und funktionieren. Auch die Fahrzeuge zu reinigen gehört zu meinen Aufgaben.

planet-beruf.de: Welche Stärken brauchst du für deinen Beruf?

Tanja: Um sich das notwendige Hintergrundwissen anzueignen, ist viel Interesse und Disziplin nötig. Außerdem sollte man ein dickes Fell mitbringen. Das braucht man manchmal im Umgang mit den Patienten und um z.B. Eindrücke von schweren Verletzungen zu verarbeiten. Im Team darüber zu sprechen, hilft sehr.

planet-beruf.de: Was macht dir am meisten Spaß in deiner Ausbildung?

Tanja: Man kommt mit sehr vielen, sehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Es ist spannend, herauszufinden, was den Patienten fehlt. Da kann man ein bisschen Detektiv spielen. Und jeder Fall ist anders.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Notfallsanitäter/innen führen medizinische Maßnahmen der Erstversorgung durch bzw. assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten.
Ausbildungsform: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung
Die Betriebe stellen überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

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Stand: 09.03.2017
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