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Job inside: Mediengestalter/in - Bild und Ton

Rauschen verboten

Vom Tatort bis zum Zeichentrickfilm – im SoundVision Tonstudio in Köln werden TV- und Filmproduktionen abgemischt und bearbeitet. Im Interview erklärt Steffen, frisch gebackener Mediengestalter Bild und Ton, worauf es dabei ankommt.

Ein junger Mann mit Kopfhörern.
Kreativität und Interesse an Technik - das braucht man als Mediengestalter/in.

planet-beruf.de: Wie bist du auf deinen Beruf gekommen?

Steffen: Ich habe schon immer nebenbei Musik am Computer komponiert und bearbeitet. Daher wollte ich auch mal ein Tonstudio von innen sehen. Nach etlichen Telefonaten und vielen Absagen hat mir ein Freund dieses Tonstudio empfohlen. Hier hat es dann auch geklappt. Ich habe mit einem dreimonatigen Praktikum angefangen und dieses dann um sieben Monate verlängert. Dann konnte ich meine Ausbildung beginnen.

planet-beruf.de: Woran arbeitest du gerade?

Steffen: Ich stelle die internationale Fassung eines Kinofilms her. Das ist eine zusätzliche Fassung, in welcher die Dialoge aus der Mischung herausgenommen und die anderen Geräusche erhalten werden. Ich muss dann darauf achten, dass es kein Rauschen gibt, dass keine Geräusche abbrechen und die Töne erhalten bleiben. Die von mir bearbeitete Fassung wird von der Produktionsfirma auf dem internationalen Markt angeboten und im Ausland synchronisiert.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du darüber hinaus?

Steffen: Wir machen viele Dokumentationen. Dafür nehme ich Sprechertexte auf. Außerdem synchronisieren wir z.B. Zeichentrickfilme. Ich beschäftige mich auch mit Sounddesign: Aus Archivtönen suche ich die richtigen Töne aus und bearbeite diese so, dass sie zum Bild passen. Ich nehme auch Geräusche von einem Foley artist (= Geräuschemacher) auf, etwa Schritte oder Bewegungsgeräusche.

planet-beruf.de: Hast du auch schon gefilmt?

Steffen: In meinem Ausbildungsbetrieb werden hauptsächlich Tonbearbeitungen gemacht. Um Bereiche abzudecken, die hier nicht angeboten werden, mache ich Praktika in anderen Unternehmen, um z.B. die Arbeit mit der Kamera zu lernen.

Ein Mann bedient eine Kamera.
Ob Bild- oder Tonaufnahme - Konzentration und Genauigkeit sind gefragt.

planet- beruf.de: Was sollte man für deine Ausbildung mitbringen?

Steffen: Ein gewisses Vorwissen ist nicht schlecht, wenn man die Ausbildung anfängt. Was gibt es für Kabel? Woraus setzt sich ein Mischpult zusammen? Es ist wichtig, sich schnell Wissen aneignen zu können und mit Begeisterung an die Aufgaben heranzugehen. Kreativität und Interesse an Technik sollte man mitbringen. Da man in dem Beruf viel Kundenkontakt hat, ist soziale Kompetenz Voraussetzung. Wichtig ist es auch, unter Zeitdruck arbeiten zu können.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Mediengestalter/innen Bild und Ton planen Medienproduktionen und sind an deren Durchführung beteiligt. Sie richten medienspezifische Produktionssysteme ein, stellen Bild- bzw. Tonaufnahmen her und bearbeiten sie. Dabei berücksichtigen sie redaktionelle und gestalterische Gesichtspunkte.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Dauer: Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen allerdings überwiegend Bewerber/innen mit Hochschulreife ein.

Nach der Ausbildung: Du kannst z.B. den Abschluss zum/zur Meister/in für Medienproduktion Bild und Ton machen oder dich zum/zur Medienfachwirt/in weiterbilden.

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Stand: 02.07.2014