Job inside: Justizfachangestellte/r

Akten, Fristen und Protokolle

Marc macht eine Ausbildung zum Justizfachangestellten in der Behörde für Justiz und Gleichstellung in Hamburg. Welche Aufgaben er hat und wie seine Ausbildung abläuft, das erklärt er im Interview.

Zwei Auszubildende besprechen etwas mit einer Anwältin.
Als Justizfachangestellte/r bespricht man verschiedene Dokumente mit Richterinnen und Richtern

planet-beruf.de: Wie bist du auf deinen Berufswunsch gekommen?

Marc: Ich habe ein dreiwöchiges Praktikum beim Amtsgericht Hamburg gemacht. Zuvor habe ich mich über Rechtsberufe informiert. Das Praktikum hat mir geholfen, mich zu entscheiden. Ich habe mit Menschen und am PC gearbeitet, das hat mir gefallen.

planet-beruf.de: Wie läuft deine Ausbildung ab?

Marc: Ich bin abwechselnd in den Gerichten in der Staatsanwaltschaft und in der Berufsschule. In der praktischen Ausbildung durchlaufe ich verschiedene Stationen, ich war bisher in den Abteilungen Grundbuch und Handelsregister. Momentan bin ich in der Zivilabteilung, und als nächstes kommt dann die Nachlassabteilung.

Eine Auszubildende stempelt Papiere ab.
Das Prüfen des Posteingangs gehört auch zu den Aufgaben von Justizfachangestellten.

planet-beruf.de: Was sind deine Hauptaufgaben?

Marc: In der Zivilabteilung sortiere ich z.B. Post und überwache Fristen. Wenn es Post zu einem bestimmten Fall gibt, suche ich die Akte heraus und lege sie der Rechtspflegerin/dem Rechtspfleger oder der Richterin/dem Richter vor. Ich habe auch schon Urteile auf Richteranweisung hin gefertigt, das Telefon betreut oder bei Verhandlungen Protokoll geschrieben.

planet-beruf.de: Was gefällt dir besonders gut an deiner Ausbildung?

Marc: Mir gefällt, dass alles sehr abwechslungsreich ist. Ich habe nette Kollegen und lerne viel über Recht, das macht Spaß.

planet-beruf.de: Welche Stärken braucht man in deinem Beruf?

Marc: Am Anfang fand ich die Rechtsbegriffe schwer. Da muss man fleißig sein, um sie schnell zu lernen. Außerdem sollte man ordentlich und sorgfältig sein, weil man auch viel mit Schriftverkehr zu tun hat. Konzentration ist auch wichtig, damit man keine falsche Auskunft gibt, und Freundlichkeit.

planet-beruf.de: Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Marc: Meine Übernahmechancen nach der Ausbildung sind sehr gut. Wenn ich dann einige Zeit als Justizfachangestellter gearbeitet und Geld verdient habe, kann ich mir vorstellen, noch eine Weiterbildung zu machen, z.B. zum Gerichtsvollzieher.

Das Wichtigste zu dem Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Justizfachangestellte erledigen Bürotätigkeiten, wie Akten zu Gerichtsvorgängen verwalten oder Fristen überwachen. Sie beaufsichtigen und erledigen den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Register vor, z.B. in das Grundbuch. Auch protokollieren sie u.a. Verhandlungen und Vernehmungen oder berechnen Gebühren für Gerichtsverfahren.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.

Nach der Ausbildung: Du kannst dich z.B. in einem Einsatzgebiet spezialisieren oder eine Weiterbildung zum/zur Gerichtsvollzieher/in oder Rechtspfleger/in machen.

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist die mittlere Reife vorgeschrieben. Im Jahr 2012 verfügten 57 Prozent der angehenden Justizfachangestellten über die Hochschulreife, 41 Prozent über einen mittleren Bildungsabschluss.

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Stand: 23.04.2014
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