Job inside: Gärtner/in - Gemüsebau

Als Gärtner den Umweltschutz im Blick

Dorian ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau in der Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH. Er sorgt dafür, dass das Gemüse ohne Chemie beim Kunden im Einkaufskorb landet.

Dorian erntet auf dem Feld Gemüse.
Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH
Dorian mag besonders, wenn er den Erfolg seiner Arbeit sprichwörtlich ernten kann.
Zwei Personen bei der Gemüseernte.
Ab Ende Frühjahr beginnt mit dem Ernten die wesentliche Arbeit.

planet-beruf.de: Warum hast du diese Ausbildung gewählt?

Dorian: Mir ist es sehr wichtig, draußen zu arbeiten. Ich erlebe dadurch die Jahreszeiten aktiv mit und es gibt mir ein Gefühl der Verbundenheit mit der Natur. Zudem kann ich das Leben der Pflanzen vom Anfang, also der Aussaat, bis zum Ende, der Ernte, beobachten. Es ist schön, mit etwas Lebendigem zu arbeiten.

planet-beruf.de: Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Dorian:  Die Arbeit ist abwechslungsreich und richtet sich nach der Jahreszeit. Im Übergang von Winter zum Frühling beginnt die Aussaat für das Jahr. Die Jungpflanzenanzucht spielt hier eine große Rolle. Wenn die ersten Pflanzen groß genug sind, werden diese verpflanzt. Dann folgen die ersten Pflegemaßnahmen wie das manuelle Hacken oder Unkraut ziehen. Ab Ende des Frühjahres bis zum Herbst ist die Ernte sämtlicher Kulturen die wesentliche Arbeit. Im Winter werden Reinigungs- und Aufräumarbeiten erledigt.

planet-beruf.de: Inwieweit ist dein Betrieb ökologisch?

Dorian: Der Betrieb richtet sich nach den Vorgaben des Bioland Verbandes. Es werden keine chemisch-synthetischen Dünger und Pflanzenschutzmittel verwendet. Der natürliche Kreislauf und das Bodenleben werden gefördert.  Die für die Jungpflanzenanzucht benötigte Wärme wird von der Biogasanlage des Nachbarbetriebes erzeugt. Eine Photovoltaikanlage liefert einen Teil des benötigten Stroms.

Zwei Gärtner begutachten eine Pflanzung.
Bio-Gärtnereien achten auf die Bodenqualität und verzichten auf chemische Düngemittel.

planet-beruf.de: Du arbeitest viel im Freien. Was sind die Vor- und Nachteile?

Dorian: Für mich gibt es keine Nachteile an der Arbeit im Freien. Man muss wetterfest sein und die Eigenarten jeder Jahreszeit zu schätzen wissen.

planet-beruf.de: Welche Herausforderungen gibt es?

Dorian: Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Viele Arbeitsschritte werden per Hand erledigt. Man sollte Ausdauer mitbringen und kein Problem damit haben zu schwitzen. Auch ein Verständnis für sinnvolle, logische Abläufe und mathematische Grundkenntnisse sind sehr wichtig.

planet-beruf.de: Würdest du den Beruf anderen empfehlen?

Dorian: Ich kann den Beruf jedem empfehlen, der gerne draußen ist, lieber etwas anpackt, als im Büro zu sitzen und am Ende des Tages sein Arbeitsergebnis essen möchte. Auch wer sich für Landmaschinen und Technik begeistert, ist im Gemüsebau gut aufgehoben.

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Gärtner/innen der Fachrichtung Gemüsebau bauen auf Feldern und in Gewächshäusern Gemüsesorten und Kräuter an. Anschließend vermarkten, lagern oder verkaufen sie diese.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.

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Stand: 30.10.2019
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