Job inside: Fremdsprachenkorrespondent/in

"Man bekommt die Sprachen ganz anders vermittelt als in der Schule!"

Viviane hat vor Kurzem ihre Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin auf der F+U Academy of Languages in Heidelberg abgeschlossen. An ihrer Schule heißt die Ausbildung mit der von ihr gewählten Sprachkombination Europasekretär/in. Zu ihrer Ausbildung ist sie über einen kleinen Umweg gekommen.

Eine Fremdsprachenlehrerin macht mit einer Schulklasse Sprachübungen mithilfe einer weißen Tafel.
Als Fremdsprachenkorrespondent/in macht der Unterricht in den verschiedenen Sprachen einen Großteil des Ausbildungsalltags aus.
Viviane
Viviane hat in ihrer Ausbildung die Sprachkombination Englisch, Spanisch und Französisch gewählt.

planet-beruf.de: Wie hast du diese Ausbildung entdeckt?

Viviane: Über ein duales Studium, wo man einerseits in einem Unternehmen arbeitet und andererseits Vorlesungen an einer Hochschule besucht. Das Studium hat mir aber nicht gefallen, da es mehr in Richtung Wirtschaft ging. Der Job in der Sprachschule, also der praktische Teil meines Studiums, hat mir hingegen sehr gut gefallen. Mein Chef hat mich dann gefragt, ob ich nicht lieber eine Ausbildung dort machen möchte, wenn ich lieber mit Sprachen arbeite.

planet-beruf.de: Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Viviane: Zuerst lernt man die Grammatik und den Wortschatz seiner gewählten Fremdsprachen - bei mir Englisch, Spanisch und Französisch - danach Übersetzung und Korrespondenz. Dazu hat man Nebenfächer: EDV, Schreibtechnik, Wirtschaft, Handelskorrespondenz und Sozialkunde.

Kaufmännische Ausbildungen mit Fremdsprachen - verschiedene Abschlüsse

Je nach Bundesland und Berufsfachschule kannst du unterschiedliche Abschlüsse erwerben, wenn du eine kaufmännische Ausbildung in Kombination mit zwei, drei oder sogar vier Fremdsprachen machst. Die Abschlussbezeichnungen heißen z.B. Fremdsprachenkorrespondent/in, Fremdsprachensekretär/in, Europasekretär/in oder Welthandelskorrespondent/in.

planet-beruf.de: Was hat dir an der Ausbildung gefallen?

Viviane: Die vielen Sprachen und dass man Muttersprachler/innen als Lehrer/innen hat. Das ist eine besondere Erfahrung beim Lernen. Viele von den Lehrerinnen und Lehrern sind selbst als Übersetzer/innen tätig und konnten uns sagen, wie es später im Beruf abläuft.

Aufgeschlagene Seite eines Englisch-Wörterbuchs
Disziplin und nachhaltiges Lernen sind wichtige Säulen bei der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondent/in.

planet-beruf.de: Welche Stärken sollten Fremdsprachenkorrespondenten und Fremdsprachenkorrespondentinnen mitbringen?

Viviane: Für das Erlernen der Sprachen ist Disziplin wichtig, da man schnell viel vergisst und deshalb am Ball bleiben muss - und natürlich müssen sie auf jeden Fall sprachbegeistert sein!

planet-beruf.de: Wie ist es für dich weitergegangen nach der Ausbildung?

Viviane: Ich bin in der Sprachschule geblieben. Momentan mache ich ein Praktikum bei einer Übersetzerin und suche nebenbei nach einer Stelle als Team Assistant. Vielleicht mache ich später noch eine Weiterbildung als Übersetzerin.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Fremdsprachenkorrespondenten und -korrespondentinnen bearbeiten kaufmännische Vorgänge, die sich aus den Auslandskontakten von Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen ergeben.

Ausbildungsform: Die schulische Ausbildung findet an Berufsfachschulen statt.

Dauer: 2 bis 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss, es können zudem Vorkenntnisse in den gewählten Fremdsprachen gefordert werden.

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Stand: 08.08.2018