Job inside: Elektroniker/in - Automatisierungstechnik (Handwerk)

Digitale Zukunft Elektrohandwerk: Tüfteln mit System

Benjamin ist im dritten Ausbildungsjahr zum Elektroniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik bei der Kliewe GmbH in Hamburg. Er berichtet von seinem abwechslungsreichen Arbeitsalltag und neuen digitalen Techniken.

Zwei Jugendliche stehen an einem Schaltkasten, um ihn einzustellen.
Durch digitale Techniken entstehen neue Möglichkeiten, Anlagen zu verdrahten.
Ein Porträt von Benjamin.
Kliewe GmbH
Benjamin findet seine Ausbildung sehr vielseitig.

planet-beruf.de: Wie bist du auf den Beruf gekommen?

Benjamin: Ich habe schon als Kind Geräte auseinandergebaut, weil ich die Technik verstehen wollte. In der Schule fand ich in Physik vor allem den Bereich Elektronik interessant. Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich bei meinem Ausbildungsbetrieb ein Praktikum gemacht und anschließend dort die Ausbildung begonnen.

planet-beruf.de: Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Benjamin: Mein Arbeitstag beginnt zwischen 6 und 7 Uhr. Wenn ich Schaltschränke baue, prüfe ich zuerst anhand des Schaltplans und der technischen Zeichnungen, wo zum Beispiel Löcher für Kabel gebohrt werden. Anschließend schraube ich die Montageschienen auf die Montageplatte und verbinde die Kabel. Danach prüfe ich, ob alles funktioniert. Zum Schluss baue ich die Montageplatte in den Schaltkasten und schließe die restlichen Kabel an.

Ein Junger Mann sitzt an einem Computer.
Elektroniker/innen der Fachrichtung Automatisierungstechnik programmieren Systeme und nehmen sie in Betrieb.

planet-beruf.de: Gibt es neue digitale Techniken, mit denen du arbeitest?

Benjamin: Ja, besonders im Bereich der speicherbaren Programmierung. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, die Anlagen zu verdrahten und einfacher zu gestalten. Zuerst habe ich dabei nur zugeguckt, aber inzwischen habe ich die eine oder andere Anlage selbst programmiert.

planet-beruf.de: Wie sind die Perspektiven für deine berufliche Zukunft?

Benjamin: Gut, denn Automatisierungslösungen werden aufgrund der Digitalisierung künftig noch mehr benötigt. Ich möchte mich nach meiner Ausbildung zum Techniker oder Meister weiterbilden, damit ich meine eigenen Ideen verstärkt einbringen kann.

Das Wichtigste zum Beruf

Tätigkeiten: Elektroniker/innen der Fachrichtung Automatisierungstechnik planen und installieren Anlagen und Maschinen, zum Beispiel Anlagen der Gebäudetechnik. Sie programmieren die Systeme und nehmen sie in Betrieb.

Ausbildungsform: dual in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Von der Elektromobilität bis zum Smart Home - Ausbildungsberufe mit Zukunft

Elektronik spielt in unserem Alltag aufgrund der Digitalisierung eine immer größere Rolle, z.B. bei der Elektromobilität. Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, werden die Berufe im Bereich Elektronik neu geordnet. Zudem gibt es künftig mit der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration einen neuen Beruf, der den Ansprüchen der Digitalisierung gerecht wird.