Job inside: Automobilkaufmann/-frau

Auf Menschen zugehen

Eda ist im 2. Ausbildungsjahr zur Automobilkauffrau beim Autohaus Pillenstein in Fürth. Hier gefällt ihr die familiäre Atmosphäre besonders gut. Sie fühlt sich nicht einfach als "irgendein" Azubi, sondern als wichtiger Teil des Unternehmens.

Ein Automobilkaufmann berät einen Kunden, der in einem Auto sitzt.
Kommunikative Fähigkeiten sind wichtig, um auf die Wünsche und Fragen von Kunden eingehen und ihnen weiterhelfen zu können.
Porträt von Eda.
Volkswagen Zentrum Fürth Pillenstein GmbH
Eda und Autos - das passt einfach zusammen.

planet-beruf.de: Warum hast du dich für die Ausbildung zur Automobilkauffrau entschieden?

Eda: Ich habe mich schon immer leidenschaftlich für Autos interessiert. Diese Leidenschaft möchte ich gerne weitergeben. So stand für mich der Beruf Automobilkauffrau früh fest. 

planet-beruf.de: Wie bist du bei der Ausbildungsplatzsuche vorgegangen?

Eda: Also, zuerst habe ich mich im Internet über den Ausbildungsberuf informiert. Dann habe ich hierzu passende Firmen herausgesucht und Bewerbungen geschrieben. Beim Autohaus Pillenstein hat es dann mit der Bewerbung geklappt.  Gut war, dass ich die Möglichkeit hatte, dort vor Ausbildungsbeginn sechs Monate lang zu arbeiten. Das half mir dabei, festzustellen, dass der Beruf Automobilkauffrau das Richtige für mich ist. In dieser Zeit habe ich viele Einblicke erhalten. Gleichzeitig konnte ich mich dem Unternehmen gut präsentieren und ein Netzwerk aufbauen.  

planet-beruf.de: Welche Rolle nimmt Netzwerken in der Ausbildung ein?

Eda: In meiner Ausbildung finde ich es wichtig, mich mit meinen Azubikolleginnen und -kollegen auszu- tauschen. So kann ich mich beispielsweise über andere Abteilungen informieren. Wenn ich dann die Abteilung wechsle, fällt mir der Einstieg in der neuen Abteilung  leichter, da ich schon viel darüber gehört habe. 

planet-beruf.de: Welche Abteilungen hast du denn während deiner Ausbildung schon durchlaufen?

Eda: Ich war bereits in der Werkstatt, im Service und im Lager. Jetzt bin ich gerade im Neuwagenverkauf. Danach komme ich noch in die Buchhaltung und die Disposition. Das ist die Stelle im Unternehmen, die dafür sorgt, dass alle Kundenaufträge zur richtigen Zeit und in der vereinbarten Qualität fertiggestellt werden. So durchlaufe ich alle wichtigen Abteilungen.

Ein Automobilkaufmann berät einen Kunden im Autohaus.
Beim Neuwagenverkauf kommt es darauf an, die Leidenschaft für Autos weiterzugeben.

planet-beruf.de: Was waren bisher typische Aufgaben während deiner Ausbildung?

Eda: In der Werkstatt konnte ich bei Inspektionen und Reparaturen den Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatronikern über die Schulter schauen, um die Technik der Autos kennenzulernen. Im Lager habe ich bei der Herausgabe von Ersatzteilen mitgearbeitet. Die Service-Abteilung ist der Ort, wo unsere Kunden ihre Autos zur Inspektion bringen. Hier vereinbarte ich Termine, nahm die Autos entgegen und besprach mit den Kunden, was während der Inspektion gemacht werden muss. Im Neuwagenverkauf höre ich zuerst bei Verkaufsgesprächen zu, bevor ich selbst welche führen darf. Wenn Autos angeliefert werden, überprüfe ich ihren Zustand und lasse sie reinigen, wenn ich Flecken o.Ä. entdecke, die beim Transport entstanden sein könnten. Da wir auch Taxis verkaufen, fahre ich die neuen Fahrzeuge zum Eichamt. Dort werden die Taxameter geeicht. Das sind die Messgeräte für die Fahrstrecke. Sie werden geprüft, denn das ist gesetzlich vorgeschrieben.

planet-beruf.de: Welche Stärken sind für die Tätigkeit als Automobilkauffrau oder -kaufmann wichtig?

Eda: Das Wichtigste sind meiner Meinung nach kommunikative Fähigkeiten. Ich muss auf die Menschen, die zu uns ins Autohaus kommen, zugehen und ihnen weiterhelfen können. Ich brauche aber auch Belastbarkeit und Flexibilität, damit ich alle Aufgaben gut unter einen Hut bekomme. 

planet-beruf.de: Denkst du, dass das Netzwerken für dich auch weiterhin wichtig sein wird?

Eda: Ja definitiv. Die Automobilbranche ändert sich ja ständig. Hier ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das schafft man zum Teil auch durch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen oder mit Mitschülerinnen und Mitschülern in der Berufsschule. Aber natürlich sind auch Weiterbildungen sehr wichtig. Nach meiner Ausbildung habe ich da noch einiges vor, da ich mich vor allem im Service weiterentwickeln will. 

Fakten zum Beruf

Tätigkeiten: Als Automobilkaufmann/-frau berätst du Kunden und verkaufst Fahrzeuge, bereitest Unterlagen für den Verkauf vor oder bearbeitest Aufträge. Außerdem wirkst du bei Marketingmaßnahmen mit.

Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Möglichkeiten nach der Ausbildung: Weiterbildung z.B. als Betriebswirt/in im Kraftfahrzeuggewerbe oder Fachwirt/in im Handel.