Interview: Wir verpacken plastikfrei

Verpacken für den Klimaschutz

Patricia ist vor Kurzem in die Ausbildung zur Packmitteltechnologin bei colordruck Baiersbronn, einem Verpackungsdienstleister, gestartet. Bei ihrer Entscheidung für die Ausbildung war ihr auch Nachhaltigkeit wichtig. Sie erzählt, wie sie in ihrem Ausbildungsbetrieb umgesetzt wird.

Ein Mädchen ordnet Schablonen für Packmittel ein.
Als Packmitteltechnologe/-technologin lernst du nachhaltig zu verpacken.
Ein Portrait einer jungen Frau am Arbeitsplatz.
colordruck Baiersbronn
Durch den Nebenjob bei colordruck hat Patricia ihre Ausbildung gefunden.

planet-beruf.de: Wie bist du auf diesen Ausbildungsberuf gekommen?

Patricia: Ich hatte bei colordruck Baiersbronn einen Nebenjob. Dabei wurde ich von einem Maschinenführer angesprochen, ob ich nicht Interesse an einer Ausbildung hätte. Nachdem ich mich über den Beruf Packmitteltechnologe/-technologin informiert hatte, konnte ich in einem Praktikum nähere Einblicke in den Beruf erhalten. Nach dieser Erfahrung aus erster Hand, wusste ich, dass ich die Ausbildung machen möchte.

planet-beruf.de: Was hat dich an der Ausbildung gereizt?

Patricia: Ich finde es gut, dass wir hier hauptsächlich mit Pappe und Karton arbeiten. Privat versuche ich so gut wie möglich auf Plastik zu verzichten. Außerdem ist die Tätigkeit abwechslungsreich und Sorgfalt spielt eine große Rolle. Das liegt mir.

planet-beruf.de: Wie äußert sich Nachhaltigkeit in deinem Ausbildungsbetrieb?

Ein Computerbildschirm welcher eine Verpackung zeigt.
Patricias Ausbildungsbetrieb achtet besonders auf Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Verpackungen.

Patricia: Bei uns wird sehr vieles nachhaltig gelöst. All unsere Produktionsmaschinen sind klimaneutral gestellt, das bedeutet, dass wir mehr Geld für die Anlagen zahlen, das dann wiederum in Aufforstungsprojekte oder Ähnliches fließt. Alle Lichter und Lampen haben LEDs, die energiesparender sind als normale Glühbirnen. Außerdem haben wir eine Hackschnitzelanlage. Damit werden Einwegpaletten, auf denen unser Karton angeliefert wird, zerhäckselt. Mit den Hackschnitzeln heizen wir dann die Firmenräume und sparen so richtig viel Heizöl ein. Das sind allerdings nur ein paar Beispiele. Wir machen noch einiges mehr.

planet-beruf.de: Und wie zeigt sich die Nachhaltigkeit bei der Verpackung, die ihr herstellt?

Patricia: Wir stellen die Verpackung zu einem sehr großen Teil aus Altpapier her. Sie kann dann immer noch fünf bis sieben Mal wiederverwendet werden. Außerdem bieten wir unseren Kunden an, sich für zwei bestimmte Umweltschutz-Siegel auf der Verpackung zu entscheiden. Dank dieser Siegel fließt ein Teil des Erlöses für die Verpackung in regionale oder internationale Klimaschutzprojekte. Außerdem sagen die Siegel aus, dass das Holz für die Herstellung der Verpackung aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Klimaschutz wird also bei uns gelebt und steht auf der Tagesordnung!