Infotext: Mehr als Spielen und Basteln

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Erzieher*innen

Natürlich gehören malen, basteln und Spiele spielen zum Berufsalltag von Erzieher*innen. Aber sie leisten viel mehr. Was das ist, liest du hier.

Dre FRauen und ein Kleinkind sitzen gemeinsam an einem Tisch.
Gespräche mit Eltern und Erziehungsberechtigten gehören zum Berufsalltag von Erzieher*innen.
Zwei junge Männer stehen in einer Kindertageseinrichtung.
In Kindertageseinrichtungen schaffen Erzieher*innen Spielsituationen für Kinder und bereiten pädagogische Angebote vor.

Vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen

Wer bei dem Beruf Erzieher*in nur an Kindergarten denkt, liegt falsch. Erzieher*innen arbeiten häufig in Kindergärten, -krippen oder Horten, sie sind auch in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig. Sie betreuen also nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 27 Jahren. Erzieher*innen machen deshalb während ihrer schulischen Ausbildung Praktika in verschiedenen Berufsfeldern.

Thorben, angehender Erzieher an der Fachschule für Sozialpädagogik am Leo-Sympher-Berufskolleg in Minden

Im Moment mache ich ein Praktikum in einem Kindergarten. Ich beschäftige mich viel mit den Kindern, lerne zum Beispiel aber auch, pädagogische Angebote zu planen und Elterngespräche zu führen.

Mein nächstes Praktikum mache ich in einer Kinder-/Jugendwohngruppe. Hier leben Kinder und/oder Jugendliche, bei denen zum Beispiel eine Erziehung seitens der Herkunftsfamilie nicht mehr gewährleistet ist. Eine meiner Aufgaben dort wird sein, ein Projekt mit den Jugendlichen gestalten. Darauf freue ich mich besonders.

Gut beobachten und fördern

Zwei Männer und eine Frau sitzen gemeinsam an einem Tisch.
Erzieher*innen tauschen sich häufig aus, um die an sie gestellten Anforderungen erfüllen zu können.

Egal wie alt sie sind: Kinder und Jugendliche benötigen Betreuung, Zuneigung und Beschäftigung. Erzieher*innen beobachten ihr Verhalten und fördern gezielt ihre soziale, seelische oder körperliche Entwicklung.

Außerdem erstellen Erzieher*innen langfristige Erziehungspläne und bereiten Aktivitäten und pädagogische Angebote vor, die z.B. das Sozialverhalten unterstützen. Auch zu den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten oder Lehrkräften ihrer Schützlinge halten sie Kontakt und stehen ihnen bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Aufstiegsmöglichkeiten

Wer beruflich vorankommen und Führungspositionen erreichen möchte, kann sich weiter qualifizieren. Mögliche Weiterbildungen sind zum Beispiel Fachwirt/in für Erziehungswesen, Heilpädagoge/-pädagogin oder Sonderpädagoge/-pädagogin.

Systemrelevanter Beruf

In der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig die Arbeit von Erzieher*innen für Familien, Berufstätige und Alleinerziehende ist. Der Beruf gehört deshalb zu den sogenannten systemrelevanten Berufen. Damit sind die Tätigkeiten gemeint, die für unsere Gesellschaft eine tragende Säule darstellen.