Perspektiven in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie

Gute Zukunftsaussichten in der Süßwarenindustrie

Gegessen wird immer - davon ist Ralf Hengels, Mitglied im Vorstand der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) überzeugt. Außerdem stellt keine andere Branche so leckere Produkte her. Es spricht also einiges für eine Ausbildung in diesem Bereich.

Mann prüft im Labor die Maße eines fertigen Schokoladenprodukts.
Egal ob Schokolade, Bonbons, Kekse, Knabberzeug oder Speiseeis: Wichtig bei der Herstellung ist die regelmäßige Kontrolle von Stichproben in Laboren.
Verschiedene Arten von Süßwaren
Produkte herzustellen, die die Menschen und einen selbst begeistern - das macht eine Berufsausbildung in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie aus.
Porträt des Interviewpartners Ralf Hengels
Ralf Hengels ist Vorstandsmitglied der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) und Personalvorstand der Nestlé Deutschland AG.

planet-beruf.de: Welche Ausbildungsberufe gibt es in der Süßwarenindustrie und welche Möglichkeiten hat man nach der Ausbildung, beruflich weiterzukommen?

Ralf Hengels: Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie bietet eine breite Palette von technischen und kaufmännischen Berufsausbildungen an. Besonders sind aber sicherlich die "eigenen" Ausbildungsberufe Fachkraft für Lebensmitteltechnik und Süßwarentechnologe/-technologin. Für alle, die nach der Ausbildung weiterkommen wollen, bietet sich eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik oder Industriemeister/in der Fachrichtung Süßwaren an.

planet-beruf.de: Wohin entwickelt sich die Branche und welche aktuellen Themen beschäftigen sie?

Ralf Hengels: Die Süßwarenindustrie lebt von der Entwicklung und Einführung neuer Produkte, die Menschen begeistern. Dabei geht der Trend immer mehr in Richtung personalisierte Produkte, beispielsweise gestalten Kunden die Verpackung ihrer Schokoriegel selbst. Das wiederum ist ohne Digitalisierung nicht möglich. Der digitale Wandel verändert auch die Produktion, unter anderem nehmen Roboter Mitarbeitern körperlich schwere Arbeiten ab. Eine große Rolle spielt zudem das Thema Nachhaltigkeit. Noch weniger oder sogar gar kein Plastik in den Verpackungen zu nutzen ist dabei eine große Aufgabe.

planet-beruf.de: Was spricht aus Ihrer Sicht für eine Berufsausbildung in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie?

Ralf Hengels: Erstens ist die Ausbildung ein solides Fundament, auf die man aufbauen kann. Zweitens ist die Süßwarenindustrie eine krisensichere Branche mit viel Zukunft und Perspektive: Über 50.000 Mitarbeiter deutschlandweit, eine hohen Exportquote - da mache ich mir keine Sorgen. Drittens beweist derjenige, der sich für die Süßwarenindustrie entscheidet, eines ganz sicher, nämlich Geschmack!

Was Ausbildungsbetriebe in der Süßwarenindustrie von dir als Azubi erwarten

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein: Du arbeitest mit Lebensmitteln.
  • Technisches Verständnis: Du wartest Produktionsanlagen.
  • Aufmerksamkeit und Entscheidungsfähigkeit: Du überwachst Produktionsprozesse und greifst bei Problemen ein.

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Stand: 26.06.2019