Bericht: Die neue Pflegeausbildung

Tag und Nacht für andere im Einsatz

Seit kurzem gibt es einen neuen Ausbildungsberuf: Die Pflegefachfrau/den Pflegefachmann. In der dreijährigen Ausbildung wirst du Expertin oder Expertin in der Pflege von Menschen aller Altersgruppen.

Eine Pflegefachfrau legt einem Mädchen eine Manschette zum Blutdruckmessen an.
Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann kümmerst du dich um Erwachsene, aber auch um Kinder.
Eine Pflegefachfrau und eine Patientin mit Essensgeschirr.
Pflegefachleute unterstützen Patienten bei der Nahrungsaufnahme.

Was machen Pflegefachleute?

Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann arbeitest du beispielsweise im Krankenhaus, im Pflegeheim oder bei einem ambulanten Pflegedienst. Du betreust und versorgst kranke und hilfsbedürftige Menschen. Du unterstützt sie bei der Körperpflege und beim Essen, verabreichst Medikamente und verbindest Wunden. Außerdem dokumentierst du die Pflegemaßnahmen.

Im Krankenhaus oder im Heim werden die Patienten bzw. Bewohner/innen rund um die Uhr versorgt. Pflegefachleute müssen also flexibel sein und in mehreren Schichten arbeiten: Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht. Auch an Wochenenden und Feiertagen hast du manchmal Dienst.

Ein Pflegefachmann unterstützt eine Frau, die mit einem Rollator läuft.
Im dritten Ausbildungsjahr kannst du deinen Schwerpunkt auf die Betreuung alter Menschen legen.

Generalistische Pflegeausbildung

Bis 2019 gab es drei verschiedene Pflegeausbildungen: Altenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in. Die neue Ausbildung umfasst die Pflege von Menschen aller Altersgruppen. Deshalb wird sie als "generalistisch" bezeichnet.

Im dritten Jahr der Ausbildung ist aber eine Schwerpunktsetzung auf die Pflege von Kindern oder älteren Menschen möglich.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Ausbildung?

In diesem Beruf arbeitest du ganz viel mit Menschen: mit den Pflegebedürftigen und mit ihren Angehörigen. Daher ist es wichtig, dass du offen auf andere zugehst, einfühlsam und verantwortungsbewusst bist und gerne kommunizierst. Ob dir das liegt, kannst du am besten feststellen, wenn du ein Schülerpraktikum in einem Altenheim oder einem Krankenhaus machst. Zudem benötigst du für die Ausbildung einen mittleren Schulabschluss oder eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige Schulbildung (z.B. einen erweiterten Hauptschulabschluss).

Einstieg mit Hauptschulabschluss

Mit dem Hauptschulabschluss kannst du nicht direkt nach der Schule die Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann beginnen. Du hast aber die Möglichkeit, eine Ausbildung als Altenpflegehelfer/in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in zu machen und dann im Anschluss Pflegefachfrau/Pflegefachmann zu werden.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildungen in der Pflegehilfe sind in jedem Bundesland unterschiedlich, daher informierst du dich darüber am besten bei deiner Berufsberatung oder in einer Ausbildungseinrichtung in deiner Stadt.

Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?

Die Ausbildung findet an mehreren Lernorten statt: Du hast Praxiseinsätze in verschiedenen Pflegeeinrichtungen (z.B. Krankenhaus, Pflegeheim, ambulanter Pflegedienst, Kinderkrankenhaus) und Unterricht an der Berufsfachschule. Für die Ausbildung bewirbst du dich bei einer Pflegeeinrichtung bzw. bei der Berufsfachschule.

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Stand: 10.06.2020
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Corona-Hinweis

Wir empfehlen dir, vor der Ausbildung ein Schülerpraktikum in einer Pflegeeinrichtung zu machen. Es kann aber sein, dass dies aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich ist.

Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz sind trotz der Pandemie möglich. Bei deinen Praxiseinsätzen trägst du eine Schutzausrüstung, bestehend aus Atemmaske, Handschuhen und ggf. auch Brille und Schutzanzug.

Video

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Der Beruf "Pflegefachmann/-frau" im Filmportal der Bundesagentur für Arbeit:

Pflegefachmann/-frau im BERUFE.TV