Bericht: Arbeiten, wo andere Urlaub machen - Ausbildung im Ausland

Ich bin dann mal weg

Strand und Meer oder lieber Berge und Felder? Wo andere Urlaub machen, würdest du gerne arbeiten? Gerade für Auszubildende im Tourismus und Gastgewerbe bietet ein Aufenthalt im Ausland viele Vorteile.

Eine Frau sitzt im Strandkorb
Im Ausland kannst du wertvolle Erfahrungen für deine Ausbildung sammeln.

Beim Auslandsaufenthalt während der Ausbildung könnt ihr eure Sprachkenntnisse verbessern, fremde Kulturen kennenlernen und euch wichtige Kompetenzen für euren späteren Beruf aneignen.

Ausbildung in Deutschland und der Welt

Das Berufsbildungsgesetz ermöglicht es, ein Viertel der Ausbildungszeit im Ausland zu verbringen. Wer eine Ausbildung im Tourismus macht, z.B. zum/zur Hotelkaufmann/-frau oder zum Touristikassistenten bzw. zur Touristikassistentin, kann beispielsweise für ein Praktikum in einem Hotel oder bei einem Reiseveranstalter ins Ausland gehen. Auch Köche und Köchinnen oder Restaurantfachleute können im Ausland wertvolle Erfahrungen sammeln.

Komplette Ausbildung im Ausland

Ein Koch steht in einer Küche.
Köche/Köchinnen lernen im Ausland neue Rezepte und Zutaten kennen.

Falls du für länger im Ausland leben willst, ist auch eine komplette Ausbildung im Ausland nach dem Recht des jeweiligen Landes möglich. Aber Vorsicht! Oft unterscheiden sich die Ausbildungssysteme, daher werden im Ausland erworbene Abschlüsse bei einer Rückkehr nicht immer anerkannt. Dann ist eine Anerkennungsprüfung notwendig.

Es gibt vereinzelte Angebote, über deutsche Firmen mit Niederlassung im Ausland oder über die Auslandshandelskammern (AHK) eine nach deutschem Recht anerkannte Berufsausbildung zu absolvieren. Die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer AHK Portugal bietet beispielsweise Ausbildungen zum/zur Hotelfachmann/-frau oder Koch/Köchin in Portugal an.

Beratung und Unterstützung

Deinen Auslandsaufenthalt musst du mit deinem Ausbildungsbetrieb und deiner Berufsschule abklären. Außerdem solltest du dich vorher umfassend informieren: Förderprogramme wie "Erasmus+" bieten finanzielle Unterstützung.

Beratung erhältst du z.B. bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) oder bei der Mobilitätsberatung der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Du kannst dich auch an die Beratungs- und Informationsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung wenden, diese vermittelt Praktikumsplätze ins Ausland.

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Stand: 10.08.2016