Arbeiten mit Wasser und Luft

Hier bin ich in meinem Element

Wasserbauer Christian verbringt einen Großteil seiner Arbeitszeit auf dem Wattenmeer. Florian hingegen baut Segelflugzeuge, die ihn und die Kunden seines Betriebs hoch in die Lüfte tragen. Hier berichten die beiden über ihre Aufgaben.

Drei Männer überprüfen ein Leichtflugzeug.
Bevor ein Flugzeug die Produktionswerkstatt verlässt, muss es noch einmal überprüft werden.

Wasser im Blick

Norden in Ostfriesland ist eine Stadt, in der Menschen gerne ihren Urlaub verbringen. Hier macht Christian seine Ausbildung. Der angehende Wasserbauer arbeitet beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und steht kurz vor seiner Abschlussprüfung. "Ich bin an der Küste aufgewachsen, der Blick aufs Wasser gehört einfach zu meinem Leben dazu", erklärt der 20-Jährige. Auch seine Hobbys Schwimmen und Surfen zeugen von der Vorliebe für das nasse Element. "Als ich im Internet auf die Seite des NLWKN gestoßen bin, wusste ich: das möchte ich machen", erinnert er sich.

Christian beim Vermessen.
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Christian benutzt spezielle Vermessungsgeräte wie z.B. ein Nivelliergerät.

Arbeiten mit den Gezeiten

"Meistens fahren wir zwei Stunden nach Hochwasser hinaus und arbeiten, solange das Wasser wieder da ist", erläutert der Azubi.

Oft arbeitet Christian auf den Lahnungsfeldern. Sie bestehen aus mehreren Reihen von Holzpfählen, die mit Sträuchern (Busch) gefüllt sind. "Die Lahnungen schützen den Uferbereich und stellen sicher, dass das Wasser ruhiger an die Küste gelangt." Christian überprüft, ob die Pfähle in Ordnung sind, legt neue Buschreihen an und befestigt das Material.

Wer diesen Beruf ergreift, sollte gut zupacken können, teamfähig und ein guter Schwimmer sein, empfiehlt Christian.

Vom Modell zum Segelflugzeug

Florians Leidenschaft ist die Luftfahrt. Schon als Schüler hat er Modellflugzeuge gebaut. Für ihn war es deshalb naheliegend, eine Ausbildung zum Leichtflugzeugbauer zu machen. Schließlich hat die Alexander Schleicher GmbH & Co., die Segelflugzeuge herstellt, ihren Sitz in seinem Heimatort Poppenhausen (Wasserkuppe) in Hessen.

Florian ist im dritten Ausbildungsjahr und hat schon alle Abteilungen seines Betriebs kennengelernt. Besonders gerne mag er die Endmontage. "Dort wird das fertig lackierte Flugzeug zusammengesetzt und die Avionik - d.h. alle elektrischen und elektronischen Geräte und Fluginstrumente - eingebaut. Es ist ein schöner Moment, auf ein komplett fertiges Segelflugzeug zu blicken."

Endlich selbst abheben

Florian steht neben einem Segelflugzeug.
Alexander Schleicher GmbH & Co
Der Blick auf ein fertiggestelltes Segelflugzeug macht Florian stolz.

"Für meinen Beruf braucht man technisches Verständnis und handwerkliches Geschick", sagt Florian und fügt hinzu: "Wer sich mit physikalischen Themen wie Strömungslehre, Auftrieb oder Hebelgesetzen auskennt, versteht, worauf es beim Fliegen ankommt. Hilfreich ist auch eine Fluglizenz."

Diese möchte der Azubi auch bald in den Händen halten. Er nimmt bereits Flugstunden. "In einem Flieger zu sitzen, macht großen Spaß", sagt er begeistert. Wenn alles gut läuft, kann er bald selbstständig in einem Segelflugzeug abheben.

Feuer, Wasser, Luft und Erde - Arbeiten mit den vier Elementen

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