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Verhalten im Krankheitsfall

Krank in der Ausbildung - was nun?

Fieber, Übelkeit oder eine fiese Erkältung - wenn du während deiner Berufsausbildung krank wirst, gibt es ein paar Dinge zu beachten. planet-beruf.de zeigt dir, wie du dich im Krankheitsfall richtig verhältst.

Eine junge Frau wird beim Arzt untersucht.
Eine Krankmeldung ist nur dann gültig, wenn sie von einer Ärztin/einem Arzt ausgestellt wurde.

Sich richtig krank melden

Wirst du über Nacht krank und kannst nicht arbeiten, musst du unverzüglich deinen Ausbildungsbetrieb telefonisch, per E-Mail oder Fax informieren und dort mitteilen, wie lange du voraussichtlich fehlen wirst. An welcher Krankheit du leidest, musst du nicht angeben.
Bist du länger als drei Tage krank, musst du deinem Betrieb spätestens am vierten Kalendertag eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Diese stellt dir deine Ärztin oder dein Arzt aus, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kannst. Darauf ist angegeben, wie lange du krankgeschrieben bist.
Unter Umständen hat dein Ausbildungsbetrieb eine andere Regelung mit dir vereinbart. Informiere dich, ob du das ärztliche Attest eventuell schon am ersten Krankheitstag abgeben musst.

So informierst du die Berufsschule

Kannst du wegen Krankheit nicht am Berufsschulunterricht teilnehmen, musst du dich vor Schulbeginn telefonisch abmelden. Informiere dich bei deiner Lehrkraft, wann ein ärztliches Attest notwendig ist. Auch deinen Ausbildungsbetrieb solltest du unverzüglich informieren, wenn du dich krankheitsbedingt vom Unterricht befreien lässt.

Was bei einer Erkrankung (nicht) erlaubt ist …

Detailaufnahme von Medikamenten.
Konsultiere bei einer Erkrankung sobald wie möglich eine Ärztin oder einen Arzt, damit du rechtzeitig eine Krankmeldung in deinem Ausbildungsbetrieb abgeben kannst.

In dieser Zeit darfst du nichts tun, was deine Genesung behindert. Hat dir deine Ärztin/dein Arzt empfohlen, viel zu schlafen und auf andere Aktivitäten zu verzichten, solltest du dich daran halten. Natürlich darfst du trotzdem rausgehen, um frische Luft zu tanken oder Lebensmittel einzukaufen. Erfährt dein Ausbildungsbetrieb jedoch, dass du trotz Krankmeldung in den Urlaub fährst oder abends feiern gehst, gefährdest du damit dein Ausbildungsverhältnis.

Solltest du einmal längere Zeit wegen einer Erkrankung ausfallen, brauchst du dir keine Sorgen machen, denn das ist keineswegs ein Kündigungsgrund. Fehlst du aber mehrmals unentschuldigt oder es kommt raus, dass du eine Krankheit nur vorgetäuscht hast, riskierst du eine Abmahnung oder sogar die Kündigung.

Wenn ich während der Arbeitszeit krank werde …

Kannst du deine Arbeit aus Krankheitsgründen nicht fortsetzen, musst du dich bei deiner/deinem Ausbilder/in abmelden. Du darfst nach Hause oder direkt zum Arzt gehen. Bist du länger als drei Tage krank, musst du dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen lassen.

Wenn ich im Urlaub krank werde …

Wenn du das Pech hast, in deiner Urlaubszeit krank zu werden, solltest du deine/n Ausbilder/in unverzüglich informieren. Gehe gleich zu einer Ärztin oder einem Arzt und lasse dir die Krankheit schriftlich bestätigen. Dann werden die Tage, an denen du krankgeschrieben bist, nicht von deinem Urlaub abgezogen.

Stand: 23.04.2014