Logo der Bundesagentur für Arbeit

Interview: Mein Umzug für die Ausbildung

Ausbildung weit weg von zu Hause

Saskia (18) macht bei SEETELHOTELS Usedom eine Ausbildung zur Hotelfachfrau - an sich nichts Ungewöhnliches. Ihr Ausbildungsplatz liegt allerdings drei Stunden von zu Hause entfernt. Warum sie ihren Wohnort für die Ausbildung gewechselt hat, erzählt Saskia hier.

Eine Frau packt ihren Koffer
Bei einem Umzug für die Ausbildung muss man entscheiden, was man mitnimmt und was man zurücklässt.
Eine Frau lächelt in die Kamera
privat
Saskia macht ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau auf Usedom.

planet-beruf.de: Wie hat es sich ergeben, dass du für deine Ausbildung umgezogen bist?

Saskia: Ich war bereits bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau aus persönlichen Gründen bereit, den Wohnort zu wechseln.

planet-beruf.de: Wie hast du nach einer Wohnung gesucht und wo wohnst du jetzt?

Saskia: Ich musste zum Glück gar nicht nach einer Unterkunft suchen. Schon bei meiner Bewerbung bei SEETELHOTELS war klar, dass mir mein Arbeitgeber eine günstige Wohnung stellen würde. Jetzt wohne ich mit einer anderen Auszubildenden des Hotels in einer WG. Große Anschaffungen musste ich nicht tätigen. Bis auf eine Kaffeemaschine und Mikrowelle war alles da.

planet-beruf.de: Wie organisierst du das Alleinleben, z.B. den Haushalt?

Saskia: Meine Mitbewohnerin und ich haben einen Haushaltsplan aufgestellt. Hier schreiben wir unsere gemeinsamen Aufgaben auf, die wir erledigen müssen. Ich schätze, dass ich pro Tag eine gute halbe Stunde mit der Hausarbeit beschäftigt bin. Außerdem habe ich noch einen Plan, in den ich meine persönlichen Ausgaben eintrage.

Eine Frau benutzt einen Laptop am Schreibtisch
Die Wohnungsrecherche sollte frühzeitig beginnen und funktioniert wunderbar online.

planet-beruf.de: Was hast du getan, um neue soziale Kontakte zu knüpfen?

Saskia: Mein Ausbildungsbetrieb hat in den ersten Arbeitstagen einen Kennenlerntag mit allen Azubis organisiert. Dabei konnte ich viele Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und neue Freundschaften schließen.

planet-beruf.de: Wie oft siehst du deine Familie und Freunde?

Saskia: Ich fahre alle 2-3 Wochen mit dem Bus nach Hause, um meinen Freund und meine Familie zu besuchen. Sie kommen aber auch gerne zu Besuch. Schließlich arbeite ich da, wo andere Urlaub machen.

planet-beruf.de: Hast du einen Tipp, worauf angehende Azubis unbedingt achten sollten, wenn sie für die Ausbildung umziehen?

Saskia: Erstens sollten sie sich wirklich sicher sein, dass sie umziehen wollen. Zweitens sollten sie rechtzeitig im Voraus nach einer Wohnung bzw. einem WG-Zimmer in der Umgebung suchen. Erst 1-2 Monate vor Ausbildungsbeginn mit der Suche anzufangen, kann schwierig werden. Nicht jeder hat Glück und bekommt vom Ausbildungsbetrieb eine Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Finanzielle Hürden überwinden

Wer für eine Ausbildung umziehen will, muss auch finanziell auf eigenen Beinen stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt dich die Bundesagentur für Arbeit (BA) dabei mit einem Zuschuss, der sogenannten Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

Stand: 14.10.2020