Logo der Bundesagentur für Arbeit

FAQ: Von Zuhause ausziehen

Fragen und Antworten rund um den Auszug von Zuhause

Wenn du in deiner näheren Umgebung keine Ausbildungsstelle gefunden hast, kann es sein, dass du für einen Ausbildungsplatz in deinem Wunschberuf umziehen musst. Antworten auf einige wichtige Fragen dazu findest du hier.

Ein Mann steht gebeugt über einem Koffer.
Du kannst für deine Ausbildung auch in eine andere Stadt ziehen.

Wo kann ich während meiner Ausbildung wohnen?

Eine Frau packt ihren Koffer.
Vor dem Umzug musst du noch auf viele Dinge achten.

Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen:

  • einer eigenen Wohnung
  • einem Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG)
  • einem Azubi- oder Jugendwohnheim

Für welche dieser Varianten du dich entscheidest, hängt zum Beispiel davon ab, wie viel Geld du zur Verfügung hast oder ob du eher ein Einzelgänger bist oder gerne andere um dich hast.

 Wie finanziere ich meine Wohnung?

Endlich eigenes Geld verdienen – das ist toll. Aber Vorsicht: Viel bleibt am Ende des Monats von deiner Ausbildungsvergütung in der Regel nicht übrig. Doch daran muss dein Plan nicht unbedingt scheitern. Unter bestimmten Voraussetzungen:

  • erhältst du einen finanziellen Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit, die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
  • kannst du BAföG und Wohngeld beantragen. Das sind staatliche Unterstützungsleistungen

Sprich auch mit deinen Eltern, ob und wie sie dich unterstützen können. Vielleicht kannst du mit ihnen vereinbaren, dass du das Kindergeld nutzen darfst, das deine Eltern für dich bekommen.

 Wie finde ich eine Wohnung?

Die Wohnungssuche läuft meist online auf Immobilienportalen ab. Es lohnt sich aber auch, bei Wohnungs- und Bauvereinen bzw. Wohnungsbaugenossenschaften nach günstigen Wohnungen zu suchen. Such im Internet nach diesen Begriffen zusammen mit deinem Ausbildungsort.

 Worauf muss ich bei der Wohnungssuche achten?

Wichtig sind der Mietpreis und die Nebenkosten. Die Miete setzt sich aus der Kaltmiete für die Nutzung der Wohnung und den Nebenkosten zusammen. Das nennt man auch Warmmiete. Zu den Nebenkosten der Wohnung zählen unter anderem die Kosten für Wasser, Heizung und Müllabfuhr. Die musst du also immer noch dazu rechnen, wenn du ein Wohnungsangebot siehst.


Denk auch daran, dass du in der Regel eine Kaution hinterlegen musst. Die liegt normalerweise bei zwei Kaltmieten. Ziehst du wieder aus, bekommst du das Geld zurück, solange du die Wohnung unbeschädigt hinterlässt.


Manche Vermieter verlangen auch eine Bürgschaft. Solltest du die Miete irgendwann nicht mehr zahlen können, verpflichten sich zum Beispiel deine Eltern schriftlich dazu, im Notfall einzuspringen.

Was musst du sonst noch bezahlen?

Deine Warmmiete ist leider noch nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen laufende Kosten. Zusätzlich wirst du dir einen Stromanbieter suchen müssen. Vom Stromanbieter wird ein Stromverbrauch anhand deiner Wohnungsgröße und der Personenanzahl geschätzt, die sich in der Wohnung befinden. Am Ende des Jahres wird dann dein eigentlicher Stromverbrauch mit dem zu Beginn des Jahres geschätzten Wert verglichen. Hast du weniger verbraucht, bekommst du Geld zurück. Hast du allerdings mehr Strom verbraucht, als zuvor geschätzt wurde, musst du eine Nachzahlung leisten.

Dann kommen noch die Kosten für Internet, Telefon und TV hinzu. Auch den Rundfunkbeitrag - GEZ  genannt - musst du mit einkalkulieren.

Ein Mann stellt einen Karton in den Kofferraum eines Autos.
Für den Anfang nimmst du die wichtigsten Sachen mit.

Wo gibt es Einsparmöglichkeiten, z.B. bei der Erstausstattung der Wohnung?

Mach dir am besten eine Checkliste für die Wohnungseinrichtung. Eine komplette Ausstattung ist aber erst einmal nicht nötig. Aus deinem alten Zimmer kannst du dir bestimmt das ein oder andere Möbelstück mitnehmen. Schränke oder auch ein Sofa kannst du sicherlich gut gebraucht kaufen. Falls du handwerklich begabt bist, besteht sogar die Möglichkeit, einige Möbel selbst zu bauen. Professionelles Arbeitsgerät wie eine Stichsäge gibt es in vielen Baumärkten auf Leihbasis.


Wichtig sind der Kühlschrank und die Waschmaschine. Diese beiden Geräte solltest du als Erstes in die Wohnung holen. Um Geld zu sparen, kannst du auch hier gebrauchte Geräte kaufen.

 

Woran du nach dem Umzug noch denken musst?

Du musst deinen neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden. Das machst du ganz einfach mit deinem Personalausweis und der Wohnungsgeberbescheinigung, die du von deinem Vermieter erhältst. Die Ummeldung muss innerhalb einer bestimmten Frist nach deinem Umzug erfolgt sein.

Stand: 14.10.2020