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Weiterbildung in der Elektrobranche

"Elektrotechnik ist so vielfältig, dass man nie auslernt."

Als Mechatronikerin qualifizierte sich Okka zur Elektrotechnikermeisterin weiter. Weil sie auch die kaufmännische Seite ihres Berufs vertiefen wollte, entschied sie sich für eine zweite Weiterbildung zur Geprüften Betriebswirtin.

Ein Elektrotechnikermeister ist bei der Arbeit.
Als Elektrotechnikermeister/in überblickst du das große Ganze.
Porträt von Okka.
Privat
Okka macht bereits die zweite Weiterbildung.

Okkas Vater ist selbstständiger Tischler. Okka schnupperte deshalb schon früh Handwerksluft und wusste, dass sie auch ins Handwerk wollte. Als sie mit der Schule fertig war, informierte sie sich über Berufe in diesem Bereich. Beim Tag der offenen Tür ihres Ausbildungsbetriebes entdeckte sie den Beruf der Mechatronikerin für sich. Denn der ist vielseitig: Es stecken Mechanik, Elektrotechnik und auch etwas Programmierung darin.

Als Meisterin Maschinen programmieren

Nach ihrer Ausbildung zur Mechatronikerin arbeitete Okka zwei Jahre in einem Industriebetrieb. Dort reparierte sie hauptsächlich Maschinen. "Das war mir auf Dauer etwas zu einseitig", erzählt Okka. Also absolvierte sie eine Weiterbildung zur Elektrotechnikermeisterin mit dem Schwerpunkt Systemelektronik am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg. Der Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung  umfasste theoretische und praktische Inhalte. Okka lernte, wie sie Maschinen und Anlagen programmiert, zum Beispiel eine Einbruchmeldeanlage oder eine Telefonanlage. "Ich finde es total spannend, eine Maschine nicht nur zu bauen, sondern auch zu programmieren. Ich bin also dafür verantwortlich, was die Maschine kann", berichtet sie.

Eine Elektrotechnikerin überprüft die Stromversorgung.
Die Stromversorgung zu überprüfen gehört in der Elektrotechnik zum Alltag.

Zahlen bitte!

Während der Meisterweiterbildung werden auch kaufmännische Inhalte vermittelt. So entdeckte Okka die Zahlen wieder für sich und sie wollte noch tiefer in das kaufmännische Thema einsteigen. Nun macht sie eine Weiterbildung zur Geprüften Betriebswirtin nach der Handwerksordnung, ebenfalls am BFE. Hier beschäftigt sie sich mit der strategischen Ausrichtung und Planung von Unternehmen. Sie lernt rechtliche Hintergründe kennen und bekommt Einblicke in die Personalführung. Ein großer Bestandteil der Weiterbildung ist das Rechnungswesen, darunter zum Beispiel Buchführung oder Bilanzierung.

Chefin oder Ausbilderin - viele Wege durch Weiterbildung

Durch ihre Weiterbildungen stehen Okka viele Türen offen. Mit ihren neuen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen möchte sie Planungs- und Kalkulationsaufgaben übernehmen. Sie kann sich auch vorstellen, später eine Führungsposition einzunehmen oder selbst auszubilden. Okka empfiehlt allen, die Interesse und Freude an fachlichen Themen haben, sich weiterzubilden. "Man muss es aber wirklich wollen", fügt sie hinzu, "es kann nämlich sehr anstrengend werden." Für Okka geht das Lernen auch nach der zweiten Weiterbildung weiter: "Die Elektrotechnik ist extrem vielfältig. Ich lerne immer wieder Neues kennen. Das mag ich an meinem Beruf am meisten."

Weiterbildung in der Elektrobranche

Nach einer handwerklichen Ausbildung kannst du eine Meisterprüfung ablegen. Arbeitest du in der Industrie, ist vielleicht die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in etwas für dich. Du hast außerdem die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum/ zur Techniker/in zu machen. Wenn du, wie Okka, deine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vertiefen möchtest, gibt es Weiterqualifizierungen zum/zur Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau oder Betriebswirt/in. Mit einer Weiterbildung kannst du beruflich aufsteigen, dich selbstständig machen oder auch studieren.

Stand: 06.05.2020
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