Tipps: Nach der zweijährigen Ausbildung

Aus zwei mach drei: Was ist zu tun?

Wer sich während seiner zweijährigen Ausbildung überlegt, doch noch ein drittes Ausbildungsjahr und einen weiteren Abschluss zu machen, muss einige Dinge beachten.

Eine Frau arbeitet an einer Nähmaschine.
Polster- und Dekorationsnäher/innen können eine Ausbildung zum/zur Textil- und Modeschneider/in oder Raumausstatter/in draufsatteln.
  • Ganz wichtig: Es muss für diesen zweijährigen Beruf überhaupt eine Fortsetzungsmöglichkeit geben. Das solltest du schon zu Beginn deiner Ausbildung wissen.
  • Einige zweijährige Ausbildungen haben mehrere Fortsetzungsmöglichkeiten: z.B. kannst du beim Beruf "Ausbaufacharbeiter/in" aus sechs verschiedenen Ausbildungen wählen. Du musst dich also für eine Aufbau-Ausbildung entscheiden. Hier kann es darauf ankommen, welchen Schwerpunkt du in deiner zweijährigen Ausbildung gewählt hast.
  • Überleg dir, ob du die Ausbildung in deinem Betrieb weitermachen möchtest oder ob du dich woanders bewirbst. Das hängt auch von dem Ausbildungsberuf ab, für den du dich entscheidest.
  • Natürlich hat dein Ausbildungsbetrieb da ebenso ein Wörtchen mitzureden: Es muss Bedarf bestehen und der Betrieb muss mit deinen Leistungen zufrieden sein. Er hatte dann ja schon fast zwei Jahre Zeit, dich kennenzulernen.
  • Sprich mit deiner Ausbilderin bzw. deinem Ausbilder so früh wie möglich über deine Überlegungen. Die können dir sagen, was du genau machen musst, wenn du eine weitere Ausbildung im gleichen Betrieb machen möchtest, z.B. ob du eine komplette neue schriftliche Bewerbung abgeben sollst.
  • Lass dich bei deiner zuständigen Handwerkskammer (HWK), Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Agentur für Arbeit vor Ort beraten.
  • Wenn die gewünschte anschließende Ausbildung nicht in deinem Ausbildungsbetrieb möglich ist, musst du dich neu bewerben. Das heißt: deine Bewerbungsunterlagen auf den aktuellen Stand bringen, den Lebenslauf ergänzen, neue Fotos machen … Damit der Übergang von der einen in die andere Ausbildung möglichst ohne Zeitverlust abläuft, solltest du damit früh genug beginnen - wenigstens ein halbes Jahr vor Beginn der neuen Ausbildung.
  • Für die neue Ausbildung wird dann ein neuer Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Der Betrieb erstellt einen Ausbildungslehrplan und händigt ihn dir mit dem Ausbildungsvertrag aus.
  • Alle weiteren Formalitäten werden vom Betrieb erledigt: Die Bescheinigung über deine erste erfolgreich abgeschlossene Ausbildung schickt er an die zuständige HWK bzw. IHK. Und er meldet dich bei der Berufsschule an.
  • Übrigens: Du kannst nach Abschluss deiner zweijährigen Ausbildung auch erstmal in deinem erlernten Beruf arbeiten und dann immer noch eine zweite Ausbildung innerhalb eines Jahres draufsatteln.

Ausbildungsplatz finden mit der JOBBÖRSE

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Wenn du dich für eine "Aufbau-Ausbildung" entschieden hast und einen neuen Ausbildungsbetrieb suchst, dann gib deinen Wunschberuf auf der Seite der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit im Internet ein.

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Stand: 25.02.2009