Reportage: Ich werde Techniker/in

Mehr Verantwortung durch beruflichen Aufstieg

Wenke ist ausgebildete Mikrotechnologin  und will mehr in ihrem Beruf erreichen. Die Techniker-Aufstiegsfortbildung bietet ihr genau das. Wie die Aufstiegsfortbildung abläuft und welche Vorteile sie mit sich bringt, liest du hier.

Eine junge Frau geht eine Treppe hinauf.
Eine Fortbildung ermöglicht dir den beruflichen Aufstieg.

Nicht irgendein Beruf

Porträtfoto von Wenke
Wenke Flessau (privat)
Wenke macht eine Aufstiegsfortbildung zur Technikerin für Mikrotechnologie.

Wenke wusste schnell, dass sie nach ihrem Realschulabschluss Mikrotechnologin bei Vishay Siliconix in Itzehoe werden möchte. Auch ihr Vater ist in diesem Unternehmen beschäftigt. "Als Kind war ich mit ihm bei den Firmenfesten. Später war ich dort beim Girls'Day." Heute ist Wenke im zweiten Jahr ihrer Aufstiegsfortbildung zur Technikerin für Mikrotechnologie.

Wenke will mehr

Gegen Ende ihrer Ausbildung merkte sie, dass sie sich beruflich weiterentwickeln will. "Damals war ich erst 19. Ich wollte noch mehr über den Beruf lernen und mein Wissen vertiefen." Nach zwei Jahren Berufspraxis begann sie mit der berufsbegleitenden Aufstiegsfortbildung an der Technikerschule für Mikrotechnologien in Itzehoe.

Eine junge Frau sitzt an einem Schreibtisch, auf dem ein Stapel Bücher steht.
Während der Aufstiegsfortbildung zum/zur Techniker/in musst du viel lernen.

Die Aufstiegsfortbildung dauert insgesamt drei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss erwirbt man die Berufsbezeichnung Staatlich geprüfte/r Techniker/in und den Titel Bachelor Professional. In jedem Halbjahr stehen zwei Unterrichtsblöcke von je vier Wochen an. Beispielsweise in Fächern wie Prozesstechnologien, Mathe und Englisch. Auch praktische Übungen, z.B. im Reinraum und Lötlabor, stehen auf dem Lehrplan. Normalerweise findet der Unterricht vor Ort statt. Doch zurzeit wird vieles online gelehrt, erzählt Wenke.

Was danach kommt

Am meisten freut sich Wenke darauf, als Technikerin mehr Verantwortung zu tragen. Dass sie etwas mehr Geld verdient, ist für sie eher ein positiver Nebeneffekt. Gut findet sie auch, dass sie gleichzeitig ihre Fachhochschulreife erhält. "Ob ich noch studieren werde, weiß ich noch nicht. Aber es ist gut zu wissen, dass ich es machen könnte."

Studium ohne Hochschulreife

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung kannst du auch ohne Hochschulreife studieren. Die genauen Voraussetzungen erfährst du an der jeweiligen Hochschule.

Mit Meisterabschluss oder dem Abschluss in einigen technischen und kaufmännischen Aufstiegsfortbildungen erwirbst du gleichzeitig den Titel "Bachelor Professional". Dieser Titel stellt dich mit Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen gleich.

Finanzierungsmöglichkeiten

Du willst eine Aufstiegsfortbildung machen und suchst nach Finanzierungsmöglichkeiten?

Informiere dich unter www.arbeitsagentur.de.