Weiterbildung: Techniker/in für Umweltschutztechnik und regenerative Energien

Weiterbildung für die Umwelt

Andreas hat zunächst eine Ausbildung zum Packmitteltechnologen gemacht. Dann entschied er sich für eine Weiterbildung. Als Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien setzt er sich jetzt für die richtige Entsorgung von Sonderabfällen ein.

Eine Frau testet mit einem Abstrich eine Flüssigkeit aus einer Flasche.
Je nach Inhaltsstoffen wird der Müll einer Abfallgruppe zugeordnet.
Ein Portrait von Andreas.
privat
Andreas hat sich mit seiner Weiterbildung beruflich neu orientiert.

Während und nach seiner Ausbildung bediente Andreas Verpackungsmaschinen. Dann wollte er etwas völlig Neues machen und sich beruflich weiterentwickeln. Besonders reizte ihn der Umweltschutz. Also begann er die Weiterbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Ansbach-Triesdorf.

Ziele setzen

"Man sollte sich seine Schwerpunkte und beruflichen Ziele überlegen", rät Andreas. Er hat sich in seiner zweijährigen Weiterbildung in Vollzeit auf Gewässerschutz, Abwassertechnik und Abfallwirtschaft spezialisiert. Nun arbeitet Andreas bei ELZI, der EntsorgungsLogistik Zimmermann GmbH in Rednitzhembach. Dort kümmert er sich um die Abfallwirtschaft und kann es sich nicht mehr anders vorstellen.

Abfall richtig entsorgen

Mittlerweile ist Andreas Betriebsleiter. Im Unternehmen kümmert er sich um die richtige Entsorgung von Sonderabfall, zum Beispiel Chemikalien. Möchte ein Farbhersteller etwa alte Farben und Lacke wegwerfen, ruft das Unternehmen bei Andreas an. Andreas dokumentiert, um wie viel Müll es sich handelt und fragt nach bestimmten Inhaltsstoffen. Es gibt beispielsweise Farben auf Wasser- und Lösemittelbasis. Sie gehören zu unterschiedlichen Abfallgruppen und müssen auf verschiedene Weise entsorgt werden. Andreas bestimmt den Entsorgungsweg, lässt den Abfall von einem Fahrer abholen und in das Zwischenlager des Entsorgungsbetriebs bringen. Dort überprüfen er und sein Team die Sonderabfälle und sortieren sie. Anschließend werden die verschiedenen Abfälle in spezielle Verwertungsanlagen gebracht. Bei ihrer Arbeit tragen alle Mitarbeitenden spezielle Arbeitskleidung zu ihrem Schutz.

Ein Mann sortiert Farben in verschiedene Behälter.
privat
Für den Transport verstaut Andreas die Abfälle in speziellen Behältern.

Überall im Einsatz

Andreas gefällt die Abwechslung in seinem Beruf. Besonders gerne fährt er in Schulen. Von dort holt er z.B. Reste von Säuren und Laugen aus dem Chemieunterricht ab. Manchmal betreut er auch Baustellen und entsorgt deren Abfälle fachgerecht. Ende des Jahres erstellt Andreas eine Abfallbilanz für das Umweltamt. Darin listet er auf, wie viel Abfall sein Betrieb abgeholt und der Entwertung zugeführt hat. Bis heute ist Andreas froh, dass er sich nach seiner Ausbildung neu orientiert hat. Denn ohne die Weiterbildung könnte er seinen aktuellen Job nicht machen.

So kann es weitergehen

Für die Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik braucht man eine abgeschlossene Berufsausbildung und in der Regel ein Jahr Berufserfahrung. Je nach Bundesland und Schule gibt es unterschiedliche Schwerpunkte und Voraussetzungen. Mit der Technikerweiterbildung ist ein Studium möglich. Andreas empfiehlt die Weiterbildung allen, die sich für das Thema Umweltschutz interessieren und technisches Verständnis mitbringen. In den zwei Jahren hat er sich noch zusätzlich qualifiziert: Er erwarb die Fachhochschulreife und die Berechtigung, in seinem Fachgebiet junge Nachwuchskräfte auszubilden. Damit hat er gute Zukunftsaussichten.

Mehr Infos ...

… über Weiterbildungsmöglichkeiten findest du im BERUFENET: » Beruf eingeben » Perspektiven » Weiterbildung » Aufstiegsweiterbildung.

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Stand: 06.11.2019
Berufe Entdecker
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Bericht: Grüne Weiterbildung