Unterrichtsidee: Vom Hobby zum Beruf

Wer ein Hobby hat, hat vielleicht schon seinen Beruf gefunden

Ziele:

  • Die Schüler/innen werden über die Beschäftigung mit persönlichen Hobbys und Vorlieben an die Berufswahl herangeführt; dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen privaten und beruflichen Zielen.
  • Die Auseinandersetzung mit Berufsfeldern hilft den Schülerinnen und Schülern einen "intuitiven", orientierenden Zugang und schnellen Überblick über die vielen Berufe zu erlangen bzw. die Perspektive zu erweitern; dabei bauen die Schüler/innen ihr berufskundliches Wissen aus.
  • Die Schüler/innen trainieren durch Internetrecherche ihre Methoden- und Medienkompetenz.

Beschreibung:

Die Schüler/innen lernen in einem ersten Schritt in BERUFENET Berufsfelder als Möglichkeit kennen, sich in der Berufewelt zu orientieren. Diese Zugangsmöglichkeit wird anschließend mit den persönlichen Hobbys und Vorlieben verknüpft. Von dieser Zwischenebene ausgehend suchen sie in BERUFENET nach passenden Ausbildungsberufen. Abschließend setzen sich die Schüler/innen mit den Tätigkeitsbeschreibungen auseinander und überprüfen, ob die Ausbildungsinhalte den Wunschvorstellungen entsprechen.

1. Vorbereitung

  • Kopieren Sie das Arbeitsblatt "Das Hobby zum Beruf machen!" in ausreichender Anzahl für Ihre Klasse.
  • Reservieren Sie den Computerraum, der idealerweise auch mit einem interaktiven Whiteboard ausgestattet ist, und stellen Sie sicher, dass zur Durchführung der Unterrichtsstunde genügend PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang zur Verfügung stehen.
  • Bilden Sie für die Recherche im Internet Zweier- bzw. Dreiergruppen.

2. Durchführung

2.1 Berufsfelder als möglichen Zugang zu Berufen vorstellen

Erklären Sie Ihren Schülerinnen und Schülern - z.B. mithilfe eines interaktiven Whiteboards - den Suchweg "Berufsfelder" in BERUFENET und dessen dreistufigen Aufbau. Dabei setzen sie sich mit ausgewählten Berufsfeldern auseinander. Welche Inhalte/Themen werden hinter Begriffen der obersten Suchebene wie "Gesundheit" oder "Dienstleistung" vermutet und welche verbergen sich tatsächlich dahinter? Im Laufe der Recherchen und Diskussionen beschäftigt sich die Klasse auf der zweiten Suchebene mit Teilmengen von Berufsfeldern, z.B. "Berufe rund um Kosmetik, Körperpflege und Wellness" oder "Berufe mit Tieren". Dabei werden Analogien zu den Hobbys/Vorlieben der Schüler/innen sichtbar.
Von den o.g. Teilmengen der Berufsfelder ausgehend, können sich die Schüler/innen auf der dritten Suchebene passende Einzelberufe anzeigen lassen. Weisen Sie die Klasse darauf hin, dass die Berufeliste nach "Ausbildungsberufen" gefiltert werden kann.

2.2 Arbeitsblatt "Das Hobby zum Beruf machen!" bearbeiten

Sie erklären den weiteren Ablauf der Unterrichtsidee und verteilen die Arbeitsblätter. Die Schüler/innen werden aufgefordert, in Form von Einzelarbeit Spalte A "Was tue ich gerne in der Freizeit" des Arbeitsblattes auszufüllen. Weisen Sie die Schüler/innen darauf hin, dass Erfahrungen und Tätigkeiten aus unterschiedlichen privaten Lebensbereichen wichtige Anregungen sein können: Familie, Haushalt, Freunde, Gemeinschaft, Gruppen, Sport, Engagement/Ehrenamt u.a.

2.3 Hobbys und dazu passende Berufe recherchieren

Im Computerraum teilen Sie die Klasse in Zweier- bzw. Dreiergruppen ein und erklären den Arbeitsauftrag. Die Gruppenmitglieder sollen für die in den Arbeitsblättern genannten Hobbys passende Berufsfelder und mögliche Ausbildungsberufe in BERUFENET recherchieren. Im ersten Arbeitsschritt diskutieren die Gruppenmitglieder mithilfe der Berufsfelder-Übersicht bzw. nach der weiteren Eingrenzung auf Unterthemen darüber, in welche Berufsbereiche sich die Hobbys einordnen lassen. Pferdeliebhaber/innen z.B. finden sich im Berufsfeld "Landwirtschaft, Natur, Umwelt" genauso wieder wie Pflanzenfreunde bzw. Pflanzenfreundinnen oder Jugendliche, die im Umwelt- und Naturschutz engagiert sind.
Ggf. lassen sich auch durch freie Assoziationen "begriffliche" Brücken zwischen Hobbys und Berufsfeldern bauen. Fußballspieler/innen oder Schwimmer/innen bewegen sich nicht nur gerne, sondern tun auch etwas für ihre Gesundheit. Für sie lohnt sich ein Blick in das Berufsfeld "Gesundheit", dem die Berufe rund um Sport und Bewegung zugeordnet sind. Zeichnet ein Schüler bzw. eine Schülerin gerne, ist das Berufsfeld "Kunst, Kultur, Gestaltung" interessant, hütet er/sie in seiner/ihrer Freizeit Kinder oder leitet eine Jugendgruppe, kommen evtl. Berufe mit Kindern und Jugendlichen im Berufsfeld "Soziales, Pädagogik" in Frage. Am Ende der Recherchen notieren die Schüler/innen das passende Berufsfeld in Spalte B des Arbeitsblattes.
Um zu erfahren, welche Berufe dem entsprechenden Berufsfeld zugeordnet sind, öffnen die Schüler/innen das gewünschte Berufsfeld in BERUFENET durch Mausklick. Die Ergebnisliste kann durch Setzen eines Filters auf Ausbildungsberufe reduziert werden. In Spalte C des Arbeitsblattes tragen die Schüler/innen den/die spezifischen Beruf(e) ein, die für sie von Interesse sind.

2.4. Tätigkeitsbeschreibungen mit Wunschvorstellungen abgleichen

Die Schüler/innen gleichen die Tätigkeitsbeschreibungen der ausgewählten Berufe in BERUFENET mit den persönlichen Hobbys ab und tragen sie in Spalte D des Arbeitsblattes ein (auch als Hausaufgabe denkbar). Die Ergebnisse werden im Klassenverband besprochen.

Hinweise

Die Unterrichtsidee auf einen Blick:

ArbeitsaufträgeErgebnisse/Zuwachs an HandlungskompetenzenMedien/Material
  • Berufewelt von Hobbys ausgehend erkunden
  • Recherche über den Suchweg "Berufsfelder" in BERUFENET
  • Abgleich der Tätigkeitsbeschreibungen mit den Hobbys
  • Eingrenzung der Berufemenge auf bestimmte Aspekte
  • Erweiterung der Perspektiven bei der Berufswahl
  • Training der Medienkompetenz
  • Arbeitsblatt "Das Hobby zum Beruf machen!"
  • PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang
  • BERUFENET

Seite bewerten

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 2.6 von 5. 35 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Stand: 14.01.2015
Berufe Entdecker
BWT

Download

Die komplette Unterrichtsidee als Word-Datei herunterladen:

Vom Hobby zum Beruf