Unterrichtsidee: Handwerksausstellung

Mit Hammer, Säge, Nadel und zwei flinken Händen

Ziele

  • Die Jugendlichen lernen Handwerksberufe anhand verwendeter Werkzeuge und Arbeitsgegenstände kennen.
  • Sie setzen sich mit Handwerksberufen auseinander und recherchieren im BERUFENET und auf www.planet-beruf.de Arbeitsmittel der Berufe.
  • Die Schülerinnen und Schüler bereiten eine Ausstellung zu Handwerksgegenständen vor und beschäftigen sich mit ihrer Funktionsweise.

Beschreibung

Berufe im Handwerk lassen sich mit typischen Arbeitsgegenständen und -mitteln charakterisieren. Die Schülerinnen und Schüler bereiten in Gruppen eine Ausstellung mit Ständen zu Handwerksberufen vor. Dazu recherchieren sie typische Gegenstände und Werkzeuge des Ausbildungsberufs auf den Portalen planet-beruf.de und im BERUFENET. Die Werkzeuge werden über Bildmaterial vorgestellt. Eine Person der Gruppe betreut im Wechsel die eigene Station, die anderen lernen an den übrigen Ständen weitere Handwerksberufe kennen.

Vorbereitung

  • Für die Recherche benötigen Sie mit der Klasse Zugang zum BERUFENET und planet-beruf.de. Reservieren dazu gegebenenfalls einen Computerraum in ihrer Schule.
  • Vorschläge für Berufe im Handwerk bietet das Arbeitsblatt "Auswahlpool Handwerksberufe". Dieses können sie z.B. ausdrucken und in Zettel zerschneiden, die gezogen werden. Sie können die Liste auch erweitern.

Die Schüler/innen bilden Dreiergruppen. Aus dem Pool an Handwerksberufen ziehen oder wählen sie den Ausbildungsberuf, den sie anhand von Arbeitsgegenständen und -mitteln vorstellen.

Im Internet recherchieren die Gruppen typisches Werkzeug und Material für den Beruf. Im BERUFENET finden sich eine Bildergalerie mit Arbeitssituationen sowie unter: Tätigkeit » Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel eine Übersicht über verwendete Werkzeuge und Materialien Die Tagesabläufe auf dem Portal planet-beruf.de zeigen auch typische Arbeitsmittel.

Die Jugendlichen entscheiden, welche Gegenstände sie vorstellen. Zu unbekannten Werkzeugen recherchieren sie. Da Werkzeuge, Elektrogeräte oder Arbeitsmittel z.T. mit Verletzungsgefahr verbunden sind, werden sie über Bildmaterial vorgestellt. In Vorbereitung auf die Ausstellung in der darauffolgenden Stunde beschaffen die Schülerinnen und Schüler Fotografien und Anschauungsmaterial, z.B. durch Ausdrucke oder Zeichnungen. Sie bereiten Gebrauchsanweisungen auf Etiketten vor, die beschreiben, wie und wozu der Arbeitsgegenstand bzw. das Arbeitsmittel eingesetzt wird. Wenn gewünscht, kann auch ein Plakat zum Beruf mit weiteren Informationen (Arbeitsbereiche, Anforderungen usw.) erstellt werden.

Variante: Nutzung der schuleigenen Werkräume

  • Falls möglich, kann die Ausstellung in den schuleigenen Werkräumen mit dort vorhandenem realem Werkzeug stattfinden.
  • Da Werkzeuge immer eine Sicherheitsgefahr darstellen, muss die Handwerksausstellung dann mit der Schulleitung und dem Fachbereich abgesprochen werden.
  • Sprechen Sie mit den Schülerinnen und Schülern zur Vorbereitung über fachgerechten und sicheren Umgang mit Werkzeugen.
  • Für entliehenes Material aus den Werkräumen (in Absprache mit dem Fachbereich) wird eine Liste angelegt, die ausleihenden Schüler zeichnen für jeden Gegenstand mit ihrem Namen ab. So wird Verlusten vorgebeugt.

Ausstellung zu Handwerksberufen

Kopieren Sie für den Rundlauf durch die Handwerksausstellung für alle Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt "Handwerksausstellung".

Teilen Sie den Klassenraum für die Dauer der Ausstellung in Stationen ein. Die Stühle werden an die Seite gestellt und Tische zu Ausstellungsständen zusammengerückt. Je nach Ausstattung können auch Pinnwände, Magnettafeln, Tafeln oder Beamer für selbstgestaltete Plakate oder Bildmaterial von Arbeitsgegenständen und -mitteln genutzt werden. Für den Umlauf durch die Stationen wird eine zeitliche Vorgabe vereinbart (Beispiel: 8 Ausbildungsberufe, Wechsel alle 5 Minuten). Eine Numerierung der Stände dient der Orientierung. Die Jugendlichen sollen möglichst alle Stationen besuchen, eine Person der Gruppe betreut im Wechsel die eigene Station. Der Ausbildungsberuf wird kurz vorgestellt und der Einsatzzweck der Arbeitsgegenstände und -mittel erklärt. Eine Variante ist, Bezeichnungen, Gegenstände und Gebrauchsanweisungen durch die Besucher zuordnen zu lassen oder ein Quiz vorzubereiten.

Anhand des Arbeitsblattes halten die Schülerinnen und Schüler fest, welche Ausbildungen sowie Arbeitsgegenstände und -mittel sie kennengelernt haben. Sie können eine erste Abschätzung treffen, ob sie Interesse an diesem Handwerksberuf haben. Das kann Grundlage für weiterführende Berufsinformation sein.

Die Unterrichtsidee auf einen Blick

ArbeitsaufträgeErgebnisse / Zuwachs an HandlungskompetenzenMedien / Material
  • Arbeitsgegenstände und -mittel für Handwerksberuf recherchieren
  • Eine Station mit Info- und Bildmaterial zu Werkzeugen, die den Beruf charakterisieren, planen und organisieren
  • Den Stand auf der Ausstellung präsentieren und betreuen
  • Informationen zu Ausbildungsberufen im Handwerk an anderen Ständen sammeln
  • Recherche zu Ausbildungen auf den Portalen planet-beruf.de und im BERUFENET
  • Einblick in Ausbildungsberufe im Handwerk
  • Präsentieren und Organisieren eines Infostandes
  • Falls die Ausstellung in den Werkräumen mit Werkzeug stattfindet: Verantwortung für Arbeitsgegenstände und -mittel und sicherer Umgang mit Werkzeug (Kein Werkzeugschein!)
  • Computerraum mit Zugang zum Internet
  • Blatt "Auswahlpool Handwerksberufe"
  • Arbeitsblatt "Handwerksausstellung"
  • Plakate und Stifte
  • Drucker
  • Beamer
  • evtl.: Werkraum mit Werkzeugen und Ausstattung

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Stand: 02.12.2015
Berufe Entdecker
BWT

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Handwerksausstellung