Themenheft MINT & SOZIAL for you 2014

Einblick in MINT- und soziale Berufe

Das Wendeheft "MINT&SOZIAL for you 2014" stellt Mädchen verschiedene Berufe aus dem Bereich MINT vor und gibt Jungen einen Einblick in soziale Berufe. Im Hinblick auf die Aktionstage "Boys’Day" und "Girls’Day", die am 27. März 2014 stattfinden, dient das Heft als gute Vorbereitung im Unterricht.

Eine junge Frau richtet einen Scheinwerfer aus.
Im Bereich MINT finden Mädchen attraktive Ausbildungsberufe.

Trotz vielfältiger Gleichstellungsbemühungen bleiben Männer und Frauen beruflich immer noch stark unter sich. Sowohl Jungen als auch Mädchen entscheiden sich bei ihrer Berufswahl überwiegend für Berufsgruppen, die stark von einem der Geschlechter dominiert sind. Laut dem Berufsbildungsbericht von 2013 fanden sich 2012 rund 75% aller weiblichen Ausbildungsanfängerinnen in nur 25 Berufen wieder. Die männlichen Ausbildungsanfänger konzentrierten sich zu ca. 60% auf 25 Berufe.  

Zu den beliebtesten der 25 von jungen Frauen gewählten Berufe zählen Dienstleistungsberufe (z.B. Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel) sowie Gesundheitsdienstberufe (Medizinische bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte). Unter den 25 Berufen finden sich nur zwei MINT-Berufe: Mediengestalterin Digital und Print (Rang 20) und Augenoptikerin (Rang 25). Junge Männer entscheiden sich vor allem für Fertigungsberufe des Handwerks (z.B. Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker). Auch kaufmännische Berufe finden sich unter den Top 25 (z.B. Kaufmann im Einzelhandel). Berufe, die dem sozialen, medizinischen, pflegerischen oder therapeutischen Bereich zuzuordnen sind, gehören bei den Jungen nicht zu den am häufigsten gewählten Berufen.

Die Statistik verdeutlicht, dass das Berufswahlspektrum von Jugendlichen begrenzt ist. Junge Frauen und Männer sollten deshalb ermutigt werden, ihre Berufsmöglichkeiten auszuschöpfen. Seien es technische, elektronische, soziale oder pflegerische Berufe - der Arbeitsmarkt steht beiden Geschlechtern gleich offen.

MINT-Berufe - Arbeitsmarkt

Im MINT-Bereich besteht eine große Nachfrage nach Fachkräften. Laut der Initiative "MINT Zukunft schaffen" lag die Fachkräftelücke im Dezember 2013 bei 130.500. Dabei fehlten auf dem Arbeitsmarkt 58.300 Akademiker/innen, 25.900 Meister/innen und Techniker/innen sowie 58.300 Fachkräfte, die eine MINT-Ausbildung absolviert haben.  Demzufolge haben Jugendliche, die eine Ausbildung im MINT-Bereich machen möchten, gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Jugendliche, die nach ihrer Ausbildung ein Studium in einem MINT-Fach oder eine Weiterbildung im Bereich MINT anstreben, haben ebenfalls gute berufliche Möglichkeiten. Aus diesem Grund soll das Themenheft "MINT for you" Mädchen, die einen mittleren Bildungsabschluss erreichen, für eine MINT-Ausbildung begeistern. Zudem werden sie auf MINT-Berufe aufmerksam gemacht, die mit Hauptschulabschluss oder vergleichbarem Schulabschluss möglich sind.

Einem Patienten wird der Arm verbunden.
Jungen finden im sozialen Bereich vielfältige Aufgaben.

Soziale Berufe - Arbeitsmarkt

In unserer Gesellschaft steigt die Zahl der älteren Menschen und damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen stark an. Aufgrund des demografischen Wandels werden in Zukunft verstärkt ausgebildete Fachkräfte im Pflegebereich benötigt. Hochrechnungen des Bundesministeriums für Gesundheit zeigen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen im Jahr 2030 von 2,5 Millionen auf 3,2 Millionen ansteigen wird.  Gerade im Bereich der Altenpflege weisen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit auf einen deutlichen Mangel an Altenpflegefachkräften hin. Im März 2012 gab es in der Altenpflege 9.970 offene Stellen.  

Diese Zahlen zeigen, dass in sozialen Berufen dringend Fachkräfte benötigt werden und gute berufliche Ein- und Aufstiegschancen vorherrschen. Das Themenheft "SOZIAL for you" soll aus diesem Grund Jungen motivieren, bei ihrer Berufswahl auch eine Ausbildung im sozialen Bereich in Betracht zu ziehen.

MINT-Teil für Mädchen

Ziel dieser Ausgabe ist es, Mädchen auf MINT-Berufe aufmerksam zu machen. So werden MINT-Berufe vorgestellt, die in einem Kontext ausgeübt werden, der Mädchen anspricht und bei denen auch kommunikative und soziale Fähigkeiten gefragt sind.

  • Auszubildende oder junge Berufstätige stellen ihre Aufgaben in folgenden MINT-Berufen vor: Anlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Fachkraft - Veranstaltungstechnik und Feinwerkmechaniker/in
  • In dem Beitrag "Ganz nah an Forschung und Technik" erzählt eine Schülerin, wie ein Praktikum sie bestärkt hat, eine MINT-Ausbildung zu machen.
  • Der Beitrag "Mit Zeit und Disziplin zum Erfolg" zeigt Mädchen, dass im MINT-Bereich gute Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen.
  • In dem Beitrag "Girls’Day - bist du bereit für MINT" werden Mädchen auf die Angebote des Aktionstages aufmerksam gemacht.

SOZIAL-Teil für Jungs

Ziel dieser Ausgabe ist es, Jungen für soziale Berufe zu begeistern. Es werden Berufe vorgestellt, die für Jungen ansprechend sind und die auch in der Zukunft eine große Rolle in der Gesellschaft spielen.

  • Auszubildende oder junge Berufstätige stellen ihre Aufgaben in folgenden sozialen Berufen vor: Erzieher/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Haus- und Familienpfleger/in und Medizinische/r Fachangestellte/r
  • In dem Beitrag "Persönlich und vertrauensvoll" berichtet ein Jugendlicher von seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Pflegeheim.
  • Der Beitrag "Sozial von Anfang an" zeigt Jungen, dass es im sozialen Bereich gute Karrieremöglichkeiten gibt.

  • In dem Beitrag "Boys’Day - ein Tag für engagierte Jungs" werden Jungen auf den Aktionstag hingewiesen.

Arbeitsblatt: MINT & SOZIAL for you

Mit dem Arbeitsblatt können sich Ihre Schüler/innen parallel zur Lektüre des Magazins wesentliche Inhalte eigenständig erarbeiten und für ihre weitere Berufswahl verwenden.

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Stand: 29.01.2014
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Inhaltsübersichten:

MINT for you 2014

SOZIAL for you 2014

Tipp

Am Tag des Girls'Day und Boys'Day sollten wenn möglich keine allgemeinen Leistungskontrollen durchgeführt werden. So können Ihre Schülerinnen und Schüler sich unbeschwert auf die berufliche Orientierung konzentrieren.