Berufswahlmagazin 03/14 - Hintergrund

Schwerpunktthema "Nach der Schule? In die Schule!"

In der Ausgabe 03/14 des Berufswahlmagazins geht es um die Möglichkeiten, nach der regulären Schulzeit, weiterhin zur Schule zu gehen, um beispielsweise einen Schulabschluss nachzuholen oder eine schulische Ausbildung zu absolvieren.

Ein junger Lehrer unterrichtet seine Klasse.
Jugendliche haben nach der regulären Schulzeit verschiedene Möglichkeiten, weiter in die Schule zu gehen.

Mindestens neun Jahre müssen Kinder und Jugendliche zur Schule gehen. Es gibt jedoch auch Schularten, an denen man den Schulabschluss erst später macht. Realschulen beispielsweise enden nach der 10. Klasse und ans Gymnasium geht man bis zur 12. oder 13. Klasse.  Im Schuljahr 2012/2013 gab es in Deutschland 3.416 Hauptschulen, 2.525 Realschulen und 3.122 Gymnasien. Im Bereich der weiterführenden Schulen gab es 1.957 Schularten mit mehreren Bildungsgängen und 320 Abendschulen und Kollegs.

Wege zu weiteren Schulabschlüssen

Im Jahr 2012 befanden sich 59,9 % der Menschen in Deutschland im Alter von 15 bis 19 Jahren noch in der schulischen Ausbildung. Im Schuljahr 2013/2014 gab es insgesamt 11.104.477 Schülerinnen und Schüler. Davon waren rund 76 % an allgemeinbildenden Schulen und rund 23 % an beruflichen Schulen.

Nach ihrer Schulzeit entscheiden sich einige Schulabgänger/innen für ein Studium, andere absolvieren eine betriebliche Ausbildung. Darüber hinaus gibt es Jugendliche, die sich nach ihrem Schulabschluss für eine rein schulische Berufsausbildung interessieren. Wiederum andere streben einen höheren Schulabschluss an. In Deutschland kann jeder Schulabschluss nachgeholt werden.  Außerdem gibt es unter anderem für junge Menschen, die z.B. keinen Hauptschulabschluss haben, Möglichkeiten wie die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB).
Bei einer rein schulischen Berufsausbildung besuchen die Auszubildenden eine Berufsfachschule, bei denen der (fach-)theoretische Unterricht durch Pflichtpraktika ergänzt wird. Bei einer Ausbildung zur/zum Physiotherapeutin/Physiotherapeuten beispielsweise sind Praktika Pflicht, z.B. in einem Krankenhaus oder in einer Praxis.

Finanzielle und rechtliche Aspekte

Neben staatlichen gibt es auch private Schulen, wo es teilweise zu großen Unterschieden kommt, was Dauer, Aufbau und Inhalt der Ausbildung angeht. Auch bei der Vergütung bzw. den Kosten unterscheiden sich staatliche und private Berufsfachschulen voneinander. Bei einer rein schulischen Berufsausbildung wird dem/r Auszubildenden generell keine Vergütung bezahlt. An privaten Schulen entstehen häufig Kosten für die Schülerinnen und Schüler, da dort oft ein Schulgeld gezahlt werden muss. Ausnahmen gibt es in der Gesundheitsbranche, hier wird meist ein Ausbildungsentgelt gezahlt. Im Schuljahr 2013/2014 gab es 148.493 Schülerinnen und Schüler an Schulen des Gesundheitswesens.

Besonders wichtig bei der Wahl für eine Berufsfachschule ist, ob der gewünschte Beruf mit einem staatlichen bzw. staatlich anerkannten Abschluss endet. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nur in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden.

Berufswahlmagazin 03/14

In dieser Ausgabe dreht sich alles um die Möglichkeit, nach der regulären Schulzeit weiter eine Schule zu besuchen. Es wird aufgezeigt, welche Stärken notwendig sind, und die Schüler/innen erhalten Tipps, wie sie am besten lernen können.

  • In dem Beitrag "Verschiedene Wege zum Schulabschluss" werden die unterschiedlichen Möglichkeiten aufgezeigt, wie Jugendliche einen Schulabschluss nachholen können. Zudem wird dargestellt, wie man mit Hilfe einer abgeschlossenen Berufsausbildung einen höheren Schulabschluss erreichen kann.
  • Colin, der eine Ausbildung zum  Assistenten für Wirtschaftsinformatik macht, berichtet im Beitrag "In die Computerwelt eintauchen" von seiner Ausbildung und von den Perspektiven in diesem Beruf.
  • Mit der Checkliste "Ausbildung oder Schule?" können Jugendliche herausfinden, welcher Weg zunächst geeigneter für sie ist.
  • Im Beitrag "Lernen in Labor und Schule" stellt der angehende biologisch-technische Assistent André seinen Beruf und die damit verbundenen Aufgaben vor.
  • In "Der Expertentalk: Was passt zu dir?" sprechen die Personalerin Claudia Johanni und die Berufsberaterin Hannelore Schoknecht in einem Interview über die Vor- und Nachteile eines weiteren Schulabschlusses sowie einer schulischen bzw. dualen Ausbildung.
  • Mit dem Beitrag "Tipps: Wie lerne ich richtig" erhalten die Jugendlichen Ratschläge, wie sie sich beim Lernen verhalten sollen, um möglichst gute Lernergebnisse zu erzielen.
  • Nancy und Nico erzählen in "Schulabschluss nachgeholt – Ausbildung gefunden", wie sie ihren Schulabschluss nachgeholt und dadurch einen Ausbildungsplatz gefunden haben.
  • Natali und Bastian berichten im Beitrag "Geduld und Durchsetzungsvermögen gefragt" über ihre schulische Ausbildung zum/zur Heilerziehungspflegehelfer/in.

Star im Mittelpunkt

Der Musiker Jan Delay erzählt im Interview, wie er zum Hip-Hop kam und wie er mit Kritik umgeht.

Kernbotschaften

  • Schulabschluss ist wichtig

Für die Jugendlichen ist es wichtig, einen Schulabschluss zu haben, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen und sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können.

  • Höherer Schulabschluss lohnt sich

Für einige Ausbildungsberufe reicht der Hauptschulabschluss nicht aus, darum kann es sich für Jugendliche, die die Voraussetzungen für eine weitere Schullaufbahn mitbringen, lohnen, einen höheren Schulabschluss zu erwerben. Damit erhöhen sie die Chancen, bestimmte Ausbildungsberufe zu erlernen und beruflich aufzusteigen.

  • Vielfalt an schulischen Ausbildungen

Neben den pflegerischen und sozialen Berufen gibt es auch schulische Ausbildungen in den Bereichen Wirtschaft, Fremdsprachen, Technik, Gestaltung und Musik, sodass es eine breite Palette an Angeboten gibt und für fast jede/n Jugendliche/n etwas dabei ist.

Arbeitsblatt: Berufswahlmagazin

Mit dem Arbeitsblatt erarbeiten sich Ihre Schüler/innen parallel zur Lektüre des Magazins wesentliche Inhalte eigenständig.

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Stand: 24.09.2014
Berufe Entdecker
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